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Bei den Eislöwen kehrt die Freude zurück

Den Dresdner Eishockey-Profis gelingt gegen Bayreuth ein klarer Sieg. Für den Trainer gibt es eine langersehnte Premiere.

Ausgelassene Eislöwen, konsternierte Tiger: Tomas Andres (M.) bejubelt mit Timo Walther das 3:2 für die Dresdner im Spiel gegen Bayreuth.
Ausgelassene Eislöwen, konsternierte Tiger: Tomas Andres (M.) bejubelt mit Timo Walther das 3:2 für die Dresdner im Spiel gegen Bayreuth. © Jürgen Lösel

Dresden. Die Premiere lief dann doch besser als die Generalprobe: Zwei Tage nach der knappen 2:3-Niederlage nach Verlängerung beim Erzrivalen in Weißwasser haben die Eislöwen am Sonntag ihr erstes Heimspiel der neuen Eishockey-Zweitligasaison überzeugend gewonnen. Gegen Bayreuth stand am Ende ein 7:2 (2:2, 2:0, 3:0) auf der Anzeigetafel der Energieverbund-Arena. Bei den eine Woche zuvor (unbeabsichtigt) in gleicher Reihenfolge absolvierten Testspielen hatte es bei den Lausitzer Füchsen noch ein 5:1 gegeben, gegen die Tigers dagegen eine 2:3-Niederlage – was in Summe einen Punkt weniger bedeutet hätte, als das Team von Trainer Andreas Brockmann nun nach den ersten beiden Pflichtspielen tatsächlich auf dem Konto hat.

Den 1.406 Zuschauern in der Dresdner Eishalle wollten die Eislöwen eine Reaktion auf die Derbypleite vom Freitag zeigen. Doch der Start in die Partie gegen die Bayern gestaltete sich schwierig, die Gäste gingen schon in der vierten Minute in Führung. Geschockt waren die Blau-Weißen aber nur kurz. Binnen 22 Sekunden drehten Jordan Knackstedt und Johan Porsberger (8. Minute) den Spielstand. Wenig später aber bereitete mit Christian Kretschmann ein Ex-Eislöwe den Ausgleich der Bayreuther vor (12.).

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Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich aber, dass in der Vorbereitung offenbar erfolgreich an den sogenannten Special Teams gearbeitet wurde. Denn im ersten Überzahlspiel des Nachmittags gelang Tomas Andres die erneute Führung (23.), in der ersten Unterzahl baute Kapitän Knackstedt diese weiter aus (27.).

Auch im Schlussdrittel ließen die Gastgeber nicht locker und kamen durch Matej Mrazek schnell zum 5:2 (45.). Die Schrecksekunde folgte gut eine Minute später, als Verteidiger Mike Schmitz mit blutender Nase auf dem Eis liegen blieb. Bayreuths Tobias Meier musste daraufhin vorzeitig vom Eis. Die anschließende fünfminütige Überzahl veredelte Vladislav Filin zum 6:2 (48.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Knackstedt mit seinem dritten Treffer des Tages (52.).

Kapitän Knackstedt macht eine Ankündigung

Wurde dem Deutsch-Kanadier in seinen ersten Dresdner Jahren ein gewisser Egoismus nachgesagt, scheint seine Verantwortung als Kapitän nun Früchte zu tragen. „Es spielt keine Rolle, wer den Goldenen Helm des Topscorers trägt, wer die Tore macht. Wir haben heute gut gespielt, und das ist das Wichtigste“, erklärte der 33-Jährige, und freute sich über seine Teamkollegen. „Nach dem Weißwasser-Spiel wollten wir eine Reaktion zeigen. Das ist uns gelungen, außerdem haben wir es geschafft, mal ein paar mehr Tore zu erzielen.“

Auch für die Eislöwen-Anhänger hatte Knackstedt freundliche Worte und eine Ankündigung parat: „Es war ein großer Spaß, endlich wieder vor unseren Fans zu spielen. Aber es wird noch lauter und ein richtig spaßiges Jahre werden.“

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Für Coach Brockmann, seit Ende 2020 im Amt, gab es am Sonntag nicht viel zu kritisieren. Lediglich der zähe Start missfiel dem 54-Jährigen: „Aber ab dem zweiten Drittel haben wir unseren Plan sehr gut durchgezogen. Das Powerplay hat dann im dritten Drittel sehr gut funktioniert und wir hatten auch noch Chancen weitere Tore zu schießen. Ich bin sehr zufrieden. Vielen Dank auch an unsere Zuschauer, das war mein erstes Punktspiel vor Fans als Dresdner Trainer. Es war eine tolle Stimmung.“

Weiter geht es für die Eislöwen am Freitag zunächst mit dem Auswärtsspiel in Heilbronn, ehe am Sonntag, 17 Uhr, Kaufbeuren an die Elbe kommt.

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