merken
PLUS Sport

Dresdner Eishockey sucht Geldgeber

Der Hauptsponsor der Eislöwen verlängert den Vertrag nicht. Der Zweitligist kann aber auch positive Nachrichten verkünden.

Sieht die Eislöwen bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor auf einem guten Weg: Geschäftsführer Maik Walsdorf.
Sieht die Eislöwen bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor auf einem guten Weg: Geschäftsführer Maik Walsdorf. © Ronald Bonß

Dresden. Eine gute und eine weniger schöne Nachricht hatte Eishockey-Zweitligist Dresdner Eislöwen am Dienstag zu vermelden. Der Haupt- und Trikotsponsor, die Westminster Unternehmensgruppe, verlängert ihr Engagement beim Eishockey-Zweitligisten von der Elbe nicht – und steigt als Unterstützer aus.

Der Hauptsponsor investierte jährlich eine stattliche sechsstellige Summe in den DEL2-Standort. Zudem war Firmen-Inhaber Marian Ziburske einer der Gesellschafter der Spielbetriebs GmbH. Seine Anteile von 37 Prozent gab Ziburske ebenfalls ab. Zumindest dafür gibt es einen direkten Nachfolger: Jens Hewald, Unternehmer aus Berlin, der seit 2016 das Parkhotel am Weißen Hirsch besitzt und saniert.

Anzeige
Eislöwen verabschieden drei Spieler
Eislöwen verabschieden drei Spieler

Huard, Dotzler und Ranta werden zur neuen DEL2-Saison nicht zurückkehren. Die sportliche Führung teilte ihnen mit, dass nicht mehr mit ihnen geplant wird.

Jens Hewald hat nicht nur mit den Eislöwen Großes vor. Besonders hat es dem Berliner das Parkhotel auf dem Weißen Hirsch angetan.
Jens Hewald hat nicht nur mit den Eislöwen Großes vor. Besonders hat es dem Berliner das Parkhotel auf dem Weißen Hirsch angetan. © Archiv: Christian Juppe

Demzufolge ist auch die Bürgschaft in Höhe von 816.000 Euro nicht gefährdet, die die Eislöwen bei der DEL hinterlegen will. Für einen sportlichen Aufstieg in die höchste deutsche Eishockeyliga ist das unerlässlich. „Die Bürgschaft ist gesichert und wird auch eingereicht“, versichert Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf. In der gerade abgelaufenen Spielzeit hatten die Eislöwen auf die Bereitstellung dieser Summe verzichtet, wegen finanzieller Unwägbarkeiten während der Coronapandemie.

Walsdorf hat zudem Hoffnung, dass er zeitnah einen neuen Hauptsponsor gewinnen kann. Mit einem Worst Case rechnen die Sachsen nicht. „Wir konnten uns auf den Rückzug von Westminster einstellen, sind nun auf der Suche nach einem Ersatz und bereits in guten Gesprächen, für die kommende Saison einen anderen Partner zu finden“, sagt er.

Bleibt den Eislöwen als Sponsor im Nachwuchs erhalten: Marian Ziburske, Geschäftsführer der Westminster Unternehmensgruppe.
Bleibt den Eislöwen als Sponsor im Nachwuchs erhalten: Marian Ziburske, Geschäftsführer der Westminster Unternehmensgruppe. © Archiv: Jürgen Lösel

Als Trikotsponsor sämtlicher Eislöwen- Nachwuchsteams bleibt Westminster mindestens die nächsten drei Jahre erhalten. Aber Ziburske bestätigt, dass es durchaus unterschiedliche Auffassungen zur aktuellen Ausrichtung gab – an dem eine weitere Partnerschaft scheiterte. Die Bürgschaft jetzt zu hinterlegen, hält der Westminster-Inhaber zum Beispiel für den falschen Zeitpunkt.

Der Sportart bleibt das Unternehmen jedoch verbunden, wie Ziburske auf SZ-Nachfrage bestätigte: „Wir werden unser Engagement im Eishockey in Sachen Sportsponsoring ausbauen, beispielsweise bei der Nationalmannschaft.“

Walther kehrt aus der DEL zurück

Weiterführende Artikel

Zwei Eislöwen bleiben in Dresden

Zwei Eislöwen bleiben in Dresden

Der Eishockey-Zweitligist gibt die nächsten Vertragsverlängerungen bekannt. Für Eigengewächs Bruno Riedl könnte es allerdings einen Umweg geben.

Was der neue Eislöwen-Chef alles verändern will

Was der neue Eislöwen-Chef alles verändern will

Matthias Roos, Sportdirektor des Eishockey-Zweitligisten, erklärt im Interview seine Pläne für den Kader – und erzählt, warum er nicht in Dresden wohnt.

Eislöwen haben Torhüter-Trio komplett

Eislöwen haben Torhüter-Trio komplett

Dresdens Eishockey-Zweitligist verpflichtet zwei Neuzugänge - und setzt zudem im Tor weiter auf sein Toptalent.

Im sportlichen Bereich können die Eislöwen indes den nächsten Neuzugang verkünden. Timo Walther kehrt nach einem Jahr zurück. Zuletzt stand der Stürmer beim Erstligisten Nürnberg unter Vertrag, absolvierte als Förderlizenzspieler auch neun Partien für DEL2-Verein Bayreuth. „Ich habe die ersten drei Jahre meiner Profikarriere hier verbracht. Jetzt geht es darum, den nächsten Schritt zu machen“, sagt Walther, der einen Vertrag für eine Saison unterschrieben hat. „Ich sehe das als Chance, hier eine Führungsrolle einnehmen zu können und auch das Ziel DEL miteinander erreichen zu können“, erklärt der 23-Jährige.

Geht wieder für die Dresdner Eislöwen aufs Eis: Timo Walther.
Geht wieder für die Dresdner Eislöwen aufs Eis: Timo Walther. © Archiv: Jürgen Lösel

Walther, der bereits von 2017 bis 2020 in Dresden spielte, ist nach Nicklas Mannes (Bayreuth) und Tomáš Andres aus Weißwasser der dritte Neuzugang der Eislöwen. Jordan Knackstedt und Vladislav Filin haben zudem ihre Verträge verlängert.

Mehr zum Thema Sport