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Eislöwen verlieren, Lausitzer Füchse siegen

Die Dresdner unterliegen in Kassel. Die Weißwasseraner gewinnen in Bietigheim. Und einer, der beide Klubs gut kennt, beendet seine Karriere.

Toni Ritter (l.) trifft zwar für die Eislöwen bei seinem Ex-Klub Kassel Huskies, aber sein Tor genügt nicht. Entsprechend enttäuscht sind er und Rene Kramer.
Toni Ritter (l.) trifft zwar für die Eislöwen bei seinem Ex-Klub Kassel Huskies, aber sein Tor genügt nicht. Entsprechend enttäuscht sind er und Rene Kramer. © Jürgen Lösel

Kassel/Bietigheim. Die Dresdner Eislöwen haben in der Deutschen Eishockey-Liga 2 die nächste Pleite kassiert. Sie verloren am Freitagabend bei den Kassel Huskies mit 1:4 (1:2, 0:0, 0:2). Ihr Tor erzielte Toni Ritter, der bis 2019 bei den Nordhessen spielte, in Überzahl. „Wir hatten uns natürlich mehr erhofft“, sagte der Dresdner Trainer Rico Rossi, der bis 2019 bei den Huskies unter Vertrag stand. „Leider haben wir nie so richtig unsere defensive Ordnung gefunden. Dadurch hatte Kassel häufiger vor dem Tor einen Spieler frei.“ Das sei ein Top-Gegner, der in die DEL wolle. Das sehe man auch an der Mannschaft mit ihren erstklassigen Profis, beispielsweise Moritz Müller, dem Kapitän der deutschen Auswahl. Rossi ließ erstmals in dieser Saison den 17-jährigen Torhüter Nick Jordan Vieregge beginnen. Er war gleich zur Stelle und parierte mehrfach stark. Die Eislöwen-Fans wählten ihn in der App zum besten Spieler. Rossi musste auf die verletzten Alexander Dotzler, Vladislav Filin, Steven Rupprich und Arne Uplegger verzichten.

Am Sonntag geht das hessische Wochenende für die Eislöwen weiter. Dann empfangen sie um 17 Uhr den EC Bad Nauheim. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs entschieden die Dresdner in den Pre-Play-offs der abgelaufenen Saison mit 8:3 für sich. Für den Gegner ist das der einzige Auftritt an diesem Wochenende. Das Duell gegen Landshut am Freitag musste verlegt werden, nachdem die gegnerische Mannschaft aufgrund von Corona-Verdachtsfällen vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt wurde. Der EC reist mit einem neuen und doch bekannten Trainer an. Seit dieser Saison betreut Hannu Järvenpää die Hessen. Der Finne coachte von 2016 bis 2017 die Lausitzer Füchse so erfolgreich, dass er als Trainer des Jahres in der DEL 2 geehrt wurde.

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Die Weißwasseraner feierten auswärts einen Erfolg. Sie gewannen bei den Bietigheim Steelers mit 5:3 (2:1, 1:2, 2:0). Ihre Treffer schossen Fabian Dietz, Kale Kerbashian, Lucas Dumont, der 2016/2017 bei den Eislöwen spielte, Bennet Roßmy und Tomas Andres. Die Lausitzer Füchse gastieren am Sonntag ab 17 Uhr beim EC Bad Tölz.

Florian Proske hört mit 24 Jahren als Torhüter auf.
Florian Proske hört mit 24 Jahren als Torhüter auf. © Thomas Kretschel

Derweil beendet einer, der beide Klubs gut kennt, seine Karriere. Florian Proske hört auf. Er kämpfte zuletzt mit Verletzungsproblemen, die ihn jetzt zum Rücktritt zwingen. Der Torhüter kam zur abgelaufenen Saison nach Dresden und absolvierte in der vergangenen Spielzeit 20 Duelle für die Eislöwen.

Er wurde in Weißwasser ausgebildet und wechselte mit 14 Jahren in den Nachwuchs der Adler Mannheim. Dort wurde der gebürtige Bad Muskauer zum Nachwuchs-Auswahltorwart und spielte für die deutsche U-18-Mannschaft bei der Weltmeisterschaft. Über starke Auftritte beispielsweise bei den Heilbronner Falken und den Löwen Frankfurt am Main empfahl er sich für einen Vertrag in Dresden.

„Diesen Schritt zu gehen, meine Karriere zu beenden, ist mir alles andere als leicht gefallen", betonte der 24-Jährige. „Ich liebe diesen Sport und habe dem Eishockey alles untergeordnet. Es gibt aber leider keine Alternative, als nun den Schlussstrich zu ziehen, so schwer es mir auch fällt.“

Der sportliche Eislöwen-Berater Marco Stichnoth ergänzte: „Florian ist auf uns zugekommen und hat uns in einem persönlichen, sehr emotionalen Gespräch seine Entscheidung mitgeteilt. Es tut uns unheimlich leid, dass er diesen Schritt nun leider gehen muss.“

Die Deutsche Eishockey-Liga legt am 17. Dezember los

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Unterdessen beginnt die DEL nach gut neunmonatiger Zwangspause eine Woche vor Heiligabend doch noch mit ihrer neuen Spielzeit. Darauf einigten die 14 Klubs sich, nachdem sie den Saisonanfang aufgrund der Corona-Krise davor bereits zweimal verschoben hatten. Als Starttermin legte die DEL den 17. Dezember fest. Alle Vereine nehmen teil. Die erste Liga plant bis auf Weiteres ohne Zuschauer. „Alles, was kommt, ist Bonus“, sagte ihr Geschäftsführer Gernot Tripcke in Düsseldorf. Derzeit müssten die Klubs „kaufmännisch vorsichtig“ vom schlechtesten Fall ausgehen. (mit dpa)

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