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Dresdner Handballer fürchten Quarantäne

Der Zweitligist HC Elbflorenz gewinnt sensationell beim TuS N-Lübbecke. Der Gegner vermeldet einen positiven Corona-Befund und wartet noch auf Testresultate.

Von Alexander Hiller
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Auch das dürfte Rekord sein – allerdings ein tragischer: Kreisläufer Jonas Thümmler verletzte sich bereits nach 45 Sekunden. Die genaue Diagnose steht aber noch aus.
Auch das dürfte Rekord sein – allerdings ein tragischer: Kreisläufer Jonas Thümmler verletzte sich bereits nach 45 Sekunden. Die genaue Diagnose steht aber noch aus. © Arvid Müller

Dresden. Die Maßstäbe sind jetzt offenbar andere, höhere. So gut wie noch nie seit seiner Zweitligazugehörigkeit ist der HC Elbflorenz aus den Startblöcken in der 2. Handball-Bundesliga gekommen. Der Mannschaft von Trainer Rico Göde gelang im zweiten Spiel der zweite Auswärtssieg. Dem Erfolg zum Auftakt bei der HSG Konstanz ließen die Dresdner am Freitagabend beim TuS N-Lübbecke vor 301 Zuschauern einen in dieser Deutlichkeit durchaus überraschenden 27:21-Triumph (13:9) folgen.

Überschattet wird die für den HC Elbflorenz optimale Situation allerdings durch andere Umstände. Die Mannschaft und der Trainerstab des TuS N-Lübbecke sind seit Samstag in vorsorglicher Quarantäne, nachdem ein Spieler positiv auf das Covid-19-Virus getestet wurde. Allerdings soll es sich bei dem betreffenden Akteur um Dominik Eber handeln, der am Freitag bereits in Quarantäne gewesen ist und gegen Dresden demnach nicht in der Halle war.

„Formal hat das auf uns deshalb zunächst einmal keine Auswirkungen“, bestätigte HC-Geschäftsstellenleiter Michael Schöne. Das kann sich jedoch schnell ändern – nämlich dann, wenn es beim Montag-Test der Mannschaft TuS N-Lübbecke weitere positive Befunde geben sollte. Er fand am Nachmittag statt. Die Ergebnisse stehen am Dienstag fest. Dann müsste wohl auch der HC Elbflorenz in Quarantäne. Allerdings steht für die Dresdner ohnehin am Dienstag eine weitere ordentliche Testreihe an, denn bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, empfängt das Göde-Team den EHV Aue zum ersten Heimspiel der Zweitligasaison. Wenn denn tatsächlich gespielt werden kann …

Kreisläufer knickt bereits nach 45 Sekunden um

Durch solche Unwägbarkeiten gerät das derzeit herausragende sportliche Auftreten der Elbestädter in ihrer vierten Zweitliga-Serie fast in den Hintergrund. Angeführt von einer schnellbeinigen, vielarmigen Abwehr und einem erneut überragenden Spielgestalter Sebastian Greß (acht Treffer) überrannten die Gäste nicht nur einen der Aufstiegsmitfavoriten, sondern überspielten auch den frühen Ausfall von Kreisläufer Jonas Thümmler. Der ehemalige Erstliga-Profi war bereits nach 45 Sekunden umgeknickt. Eine genaue Diagnose steht noch aus. „Die Mannschaft hat verstanden, wessen es bedarf, damit wir Spiele gewinnen können“, erklärte Göde. „Unsere gute Abwehrleistung war eine wichtige Voraussetzung für diesen Sieg. Meine Jungs haben das extrem gut gelöst und die Gegenspieler erfolgreich bekämpft“, betonte der 38-Jährige.