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DSC-Frauen siegen in Aachen

Die Dresdner Volleyballerinnen kämpfen sich ins Spiel und setzen sich klar durch. Eine Angreiferin fällt dabei besonders auf.

Trainer Alexander konnte mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein. Nach dem Pokal-Aus gewannen die Volleyball-Frauen des Dresdner SC in Aachen.
Trainer Alexander konnte mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein. Nach dem Pokal-Aus gewannen die Volleyball-Frauen des Dresdner SC in Aachen. © dpa/Sebastian Kahnert

Aachen/Dresden. Gewissermaßen auf der Autobahn haben die Volleyballerinnen des Dresdner SC ihr Pokal-Aus im Halbfinale gegen Schwerin verarbeitet – und das überraschend gut. Der entthronte Pokalsieger fuhr direkt von Schwerin aus weiter nach Aachen. Dort setzte sich das Team von Trainer Alexander Waibl gegen die Gastgeberinnen der „Ladies in Black“ nach drei engen Satzverläufen mit 3:0 (28:26, 25:22, 26:24) durch.

„Beim dritten Spiel in vier Tagen und nach dem Ausscheiden im Pokal hat die Mannschaft eine super Mentalität bewiesen und damit gezeigt, was wir für tolle Persönlichkeiten im Team haben“, sagte Waibl. „Ich bin sehr zufrieden und unglaublich froh, dass wir das unter den schwierigen Bedingungen so hinbekommen haben.“ Denn gefühlt waren die Dresdnerinnen die gesamte Woche unterwegs. Am Mittwoch beim Pokal-Viertelfinale gegen Suhl (3:1), am Donnerstag im Halbfinale gegen Schwerin (1:3) – von Freitagfrüh bis -nachmittag im Bus ins 600 Kilometer entfernte Aachen. Erst am Sonntag, 4 Uhr früh, waren sie wieder zu Hause – hin- und hergerissen zwischen den Gefühlswelten.

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Tabellenführer entlässt Trainer

„Für die Verarbeitung der Pokalniederlage hat sich, glaube ich, niemand wirklich Zeit genommen. Das haben wir von uns weggeschoben“, sagte Nationalspielerin Camilla Weitzel. „Es war sehr schade, dass wir das Finale nicht erneut erreicht haben. Dieses Event ist eine der besten Erfahrungen, die man im Volleyball machen kann“, ärgerte sich die 20-Jährige, die in Aachen zehn Punkte zum Sieg beisteuerte. Hauptangreiferin Maja Storck erzielte überragende 25 Punkte gegen ihren Ex-Verein.

Nach der Enttäuschung in Schwerin sei es wichtig gewesen, die „emotional anstrengende Woche zu einem relativ guten Ende“ gebracht zu haben. „Wir haben in Aachen in den entscheidenden Phasen den Willen gezeigt, der uns am Donnerstag in solchen Situationen noch gefehlt hat“, analysierte Weitzel durchaus kritisch. „Die Mädels haben brutal gekämpft“, ergänzte DSC-Trainer Waibl stolz.

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