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Am Ende sollen wieder die DSC-Frauen jubeln

Die Volleyballerinnen starten mit einem Horrorprogramm, sagt der Trainer. Um den Titel will er dennoch spielen. Die wichtigsten Fragen zum Saisonstart.

Die Supercupsiegerinnen haben beim 3:2 in Schwerin gezeigt, was schon jetzt in dieser Mannschaft steckt.
Die Supercupsiegerinnen haben beim 3:2 in Schwerin gezeigt, was schon jetzt in dieser Mannschaft steckt. © dpa/Bernd Wüstneck

Dresden. Für die Volleyball-Frauen des Dresdner SC hat die Saison begonnen, wie sie endete: mit einem Titel. Im Mai wurde der DSC zum sechsten Mal deutscher Meister, vorigen Samstag gewann das Team etwas überraschend den Supercup gegen Schwerin. Aber was ist in der Liga drin?

Vor dem Start am Mittwochabend in Wiesbaden gibt die SZ Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Team und die Liga.

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Wie startet der Dresdner SC in die25. Bundesliga-Saison?

Mit einem Auswärtsspiel am Mittwoch, 19.30 Uhr, in Wiesbaden, ehe am Sonntag dann Aachen zum ersten Heimspiel nach Dresden kommt. Danach muss der DSC erneut nach Schwerin fahren. „Wir haben ein furchtbares Anfangsprogramm. Wenn man sich die ersten sechs Spiele anschaut, das ist ein Horror“, sagte Trainer Alexander Waibl im SZ-Gespräch. Allerdings sagte er das vor dem Sieg im Supercup in Schwerin.

Was ist dem DSC diesmal zuzutrauen? Und wer sind die Favoriten?

Die Mannschaft soll selbstverständlich wieder um den Titel spielen, das ist der Anspruch von Waibl. Und etwas anderes würde man dem dienstältesten Bundesligatrainer auch kaum abnehmen. Trotz des Supercupgewinns müsse das Team noch reifen, aber der Charakter stimmt schon jetzt, meint Waibl. Die drei Top-Teams aus Dresden, Stuttgart und Schwerin dürften erneut die Liga anführen. Mit Potsdam, Vilsbiburg, Aachen, Wiesbaden, Münster und Suhl spielen dahinter gleich sechs Mannschaften um den vierten Platz.

Wie hat sich die Mannschaft verändert im Vergleich zur Meistersaison?

Mit den Nationalspielerinnen Lena Stigrot und Camilla Weitzel sowie Weltklasse-Libera Lenka Dürr haben drei Leistungsträgerinnen den Verein verlassen. Im zwölfköpfigen Aufgebot stehen sechs Neuzugänge, darunter mit Kristina Kicka, die früher Mikhailenko hieß, eine bekannte Rückkehrerin. Die Weißrussin gewann mit dem DSC zwischen 2013 und 2016 drei Meistertitel und einen Pokal. Kicka soll die überragende Maja Storck auf der Diagonalposition entlasten. Immerhin konnte die Schweizer Punktemacherin, die einen riesiegen Anteil am Titelgewinn hatte, gehalten werden.

Neuer Kapitän ist Angreiferin Jennifer Janiska, die das Amt auch in der Nationalmannschaft innehat. Mit dem Durchschnittsalter von 22 Jahren hat der DSC ein sehr junges Team – aber mit viel Potenzial.

Wie verkraftet das Team den Ausfall von Neuzugang Jacqueline Quade?

Offenbar besser als erwartet. Der DSC hat für die verletzte Amerikanerin, die in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss erlitt, zumindest bislang keine Spielerin nachverpflichtet. Stattdessen wird der Ausfall aus den eigenen Reihen kompensiert.

Die 18-jährige Julia Wesser vom VC Dresden hat ein Doppelspielrecht und bekam beim Supercup bereits ihre ersten kurzen Einsätze. Waibls Philosophie ist sowieso, eher junge Spielerinnen – möglichst aus dem eigenen Nachwuchs – zu entwickeln, als auf gestandene Profis zu setzen. Was nicht zuletzt immer auch eine Frage des Geldes ist.

Wie hat der DSC die Saison ohne Zuschauer wirtschaftlich verkraftet?

Als Zuschauerkrösus der Liga hatte der DSC große Einnahmeverluste. „Wir waren auf das Darlehen vom Freistaat angewiesen, und die Coronahilfe Sport ist uns zum Teil gewährt worden“, sagt Geschäftsführerin Sandra Zimmerman. Das wirtschaftliche Überleben sei vor allem durch die „Großzügigkeit unserer Partner“ gesichert. Trotzdem plant der DSC mit demselben Budget wie 2020/2021, rund 1,8 Millionen Euro. Für die Champions League sind 100.000 bis 150.000 Euro extra einkalkuliert.

Wie geht der DSC mit dem Thema Zuschauer und Corona um?

Die Impfquote bei den Spielerinnen und im Betreuerteam ist sehr hoch, sagt Waibl. Eine gute Voraussetzung, um eine Quarantäne zu vermeiden. Für die Zuschauer in der Margon-Arena gilt die 3-G-Regel, für die sich in Dresden alle Profiklubs entschieden haben. Zimmermann hofft aber, „dass die Politik Bedingungen schafft, bei denen wir niemanden ausgrenzen müssen“. Bei einer Auslastung von 50 Prozent, was bei Anwendung der 3-G-Regel möglich ist, dürfen bis zu 1.400 Zuschauer in die Halle.

Gibt es die Volleyball-Bundesliga auch im Fernsehen?

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Insgesamt 33 Spiele der Frauen-Liga überträgt Sport1 im Free-TV, darunter vier Begegnungen mit dem DSC. Zudem können ab dieser Saison alle Partien kostenpflichtig auf der Streaming-Plattform Sport1 Extra verfolgt werden. Die Abo-Erlöse und Einzelticketbuchungen sollen direkt den Bundesligavereinen zugutekommen.

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