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Sport

Besonderes Fotoshooting der DSC-Frauen

Die Aufnahmen für den neuen Kalender sind die erste Herausforderung der Saison für Dresdens Volleyballerinnen. Manche Spielerin sitzt dafür acht Stunden im Auto.

Jennifer Janiska ist nun schon wieder in Schwerin.
Jennifer Janiska ist nun schon wieder in Schwerin. © Thomas Kretschel

Dresden. Die ersten Herausforderungen in Vorbereitung auf die Saison sind nur bedingt sportlichen Ursprungs. Die Volleyballerinnen vom deutschen Meister Dresdner SC absolvierten am Montag den ersten Teil von zwei Fotoshootings für den neuen traditionellen DSC-Kalender.

Beim Fitnesspartner Tao Fit präsentiert sich ein Teil der künftigen Mannschaft in der neuen Kollektion von Ausrüster Craft. Am 8. September spult dann die zweite Gruppe das erforderliche Shooting ab. Das komplette Produkt erscheint dann spätestens Ende November in einer Auflage von 1.000 Stück. Bei den Anhängern des fünffachen deutschen Meisters wird auch die 24. Auflage des Kalenders sehr gefragt sein.

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Die Organisation des Fototermins erfordert jede Menge terminliches Geschick, denn noch sind die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl gewissermaßen quer über den Globus verstreut. Zuspielerin Jenna Gray und Mittelblockerin Madeleine Gates weilen noch in den USA, die Schweizer Nationalspielerin Maja Storck bereitet sich mit ihrer Auswahl auf die EM vor – genauso wie Jennifer Janiska, Neuzugang Linda Bock und Monique Strubbe.

Eine Art Hexenschuss verhinderte Länderspieleinsatz

Dennoch ist das letztgenannte Trio kurzerhand angereist, um am Nachmittag wieder nach Schwerin ins Trainingscamp der Nationalmannschaft zurückzukehren. Insgesamt acht Stunden Autobahn für ein Foto. „Wir wollten beiden Partnern in den durch Corona gebeutelten Branchen unsere Dankbarkeit für die Treue ausdrücken“, sagt Ex-Nationalspielerin Beatrice Dömeland, die gemeinsam mit Fotografin Amelie Jemlich das Shooting organisiert.

Dementsprechend fitnesslastig fallen auch die ersten Fotomotive aus. Auswahlspielerin Jennifer Janiska hängt beispielsweise gewissermaßen in den Seilen, die eigentlich Schlingen heißen – im sogenannten Queenax-Tower. Für die 27-Jährige gar nicht so ohne – zuletzt musste sie das Turnier der Nations League frühzeitig abbrechen – wegen Rückenschmerzen.

„Das war so eine Art Hexenschuss, aber es ist alles wieder okay“, gibt die Außenangreiferin Entwarnung, die als einzige ernsthafte Kandidatin für das Kapitänsamt beim DSC gilt. „Es ist schön, wieder hier zu sein. Die Mädels wieder zu sehen. Nach dem Meistertitel waren wir ja nur noch zwei Tage in Dresden zusammen. Da konnte man das alles gar nicht verarbeiten. Das kommt jetzt erst an, was wir hier geschafft haben. Im Urlaub in Fuerteventura habe ich mir so gedacht: Hey, wir sind Meister geworden“, erinnert sie an den Fünf-Spiele-Meisterkrimi gegen Stuttgart, das der DSC nach 0:2-Niederlagen mit 3:2 für sich entscheiden konnte.

Noch am Montag wieder nach Schwerin

Der Fototermin knüpft direkt daran an. Die Meisterschale, die Medaillen und auch güldenes Konfetti fließt in die Motive mit ein. Neuzugang Linda Bock klettert dabei sogar auf den knapp 2,50 Meter hohen Fitness-Tower und beregnet ihre Kollegin Jennifer Janiska via Kehrschaufel für das optimale Motiv mit goldenen Schnipseln.

Janiska, Libera Bock und Mittelblockerin Monique Strubbe fuhren noch am Montag wieder nach Schwerin. Durchaus mit zwiespältigen Gefühlen. Vor der EM (18. August bis 4. September) steht eine kraftraubende Vorbereitung an. „Das macht keinen Spaß, das ist immer der Tod. Aber dadurch, dass sich die europäischen Top-Teams bei Olympia auspowern, eröffnet sich für uns vielleicht eine Chance“, glaubt Janiska.

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Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) hatte im europäischen Qualifikationsturnier für Tokio das Finale erreicht, scheiterte da aber an der Türkei. „Wir liebäugeln bei der EM mit einer Medaille“, sagt sie. Am Dienstag steigt der DSC nun ohne das deutsche Auswahl-Trio mit einer Mini-Gruppe offiziell in die Vorbereitung ein. Ohne eine weitere eingeplante Spielerin.

Dazu will sich Trainer Alexander Waibl am Dienstag erklären.

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