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DSC-Trainer zu Geisterspielen: Eine große Enttäuschung

Dresdens Volleyballerinnen gewinnen die Pflichtaufgabe gegen Erfurt und genießen wegen Corona den vorerst letzten Abend mit den Fans. Ihr Trainer ist bedient.

Alexander Waibl feiert mit dem DSC einen Heimsieg. Auf Zuschauer in der Margonarena muss sein Team demnächst wieder verzichten.
Alexander Waibl feiert mit dem DSC einen Heimsieg. Auf Zuschauer in der Margonarena muss sein Team demnächst wieder verzichten. © ronaldbonss.com/ Ronald Bonss

Dresden. Lange stand Alexander Waibl noch auf dem Feld und klatschte in Richtung der Fans. Seine Spielerinnen hatten am Samstagabend vor 800 Zuschauern in der Dresdner Margonarena das Ostderby gegen Schwarz-Weiß Erfurt in einem umkämpften Spiel mit 3:1 (20:25, 25:17, 25:12, 28:26) gewonnen. Nach einer intensiven Trainingswoche war es dennoch ein Pflichtsieg für den deutschen Meister – und die vorerst letzte Partie vor Publikum. Ab Montag gilt die neue Corona-Schutzverordnung in Sachsen, die den Profiklubs den Spielbetrieb zwar weiterhin erlaubt - aber ohne Zuschauer. Das gilt zunächst bis 12. Dezember. Für den DSC werden damit die Partien in der Champions League gegen Lokomotive Kaliningrad (8. Dezember) sowie die Bundesliga-Begegnung mit dem USC Münster drei Tage später zu Geisterspielen.

„Die Mannschaft hat die Nachricht schon sehr getroffen. Wir sind – Stand jetzt – der einzige Klub in der Volleyball-Bundesliga, der ohne Zuschauer spielen muss. Das ist natürlich nichts, was man als Sportler gut finden kann“, sagt Waibl. Egal, ob das Champions League oder Bundesliga sei, „für uns ist das eine große Enttäuschung“.

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Der DSC spielt am Dienstag im polnischen Rzeszow sein erstes Spiel in der Champions League nach fünf Jahren Pause. „Dort wird die Hütte voll sein, dann fahren wir nach Suhl, da wird die Hütte voll sein. Und dann spielen wir in Dresden ohne Zuschauer“, meint der 53-Jährige, „aber das geht ja allen Teamsportlern in Sachsen so.“

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DSC-Vorstandschef Jörg Dittrich nahm sich in der Satzpause das Mikrofon und bat beim Publikum um Zusammenhalt und Hilfe: „Wir dürfen nicht aufeinander schimpfen, sondern müssen miteinander reden und zusammenstehen.“ Dittrich warb dafür, dass die Spiele beim Sport1 extra im Pay-TV verfolgt werden können. „Helfen Sie uns, bitte“, sagte er angesichts der fehlenden Zuschauereinnahmen in den nächsten Wochen.

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