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Sport

Wie Corona die Volleyball-Saison verändert

Die Frauen des Pokalsiegers Dresdner SC lassen sich vor jedem Spiel testen. Doch der Bundesliga und ihren Klubs droht schon jetzt ein Termin-Chaos.

DSC-Trainer Alexander Waibl beurteilt die unklare Lage gelassen: „Da muss man einfach durch.“
DSC-Trainer Alexander Waibl beurteilt die unklare Lage gelassen: „Da muss man einfach durch.“ © Jürgen Lösel

Dresden. Noch lässt sich die fragile Lage in der Volleyball-Bundesliga (VBL) der Frauen mit flexiblen Lösungen teilweise stabilisieren. Vor dem ersten Heimspiel des Dresdner SC am Samstag, 17.30 Uhr in der Margon-Arena gegen den USC Münster gehört es beispielsweise dazu, dass der Pokalsieger am Donnerstag einen Corona-Schnelltest absolviert. Das fordert die VBL seit Saisonstart vor jedem Spiel verpflichtend ein.

Dennoch sind bereits vier Spiele verlegt worden. Bisher war der DSC davon nicht betroffen. Am vergangenen Wochenende mussten zwei Partien abgesagt werden – aufgrund von Quarantäne bei Straubing und positiver Fälle in Stuttgart. Die damit spielfreien Kontrahenten Potsdam und Schwerin entschlossen sich kurzerhand auf Empfehlung der VBL, ihr Duell vom Februar 2021 vorzuziehen. Das Verlegungs- und Ausweich-Prozedere lässt sich freilich im eng getakteten Bundesliga-Terminplan nicht unbegrenzt anwenden. Es droht mindestens Terminchaos, zumal Mannschaften wie der Dresdner SC zunächst auf drei Hochzeiten tanzen – oder tanzen sollen: in der nationalen Meisterschaft, im Pokal und im Europacup.

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Der DSC sieht die Lage aber ziemlich gelassen. „Leistungssportler sind Unbill gewohnt, sind wahrscheinlich die am meisten belastbare Bevölkerungsgruppe. Es ist Teil des Sports, dass alles ein bisschen unplanbar ist“, sagt DSC-Trainer Alexander Waibl. Bei Samstag-Gegner Münster war die Ex-Dresdnerin Juliane Langgemach bis 14. Oktober in 14-tägiger Quarantäne. Beim DSC war diese Maßnahme sogar für die gesamte Mannschaft nach einem Testspiel in Polen während der Vorbereitung angeordnet worden, zur Unzeit also. Waibl hatte das lange als Wettbewerbsnachteil und -verzerrung begriffen. Jetzt sagt der 52-Jährige: „Da muss man einfach durch.“ Wohl in der Einsicht, dass sich diese Situation kaum beeinflussen lässt.

„Klar gibt es die Komponente, dass du nie genau weißt, ob du am Wochenende noch am Start bist. Wir haben jetzt schon mit Straubing und Stuttgart zwei Teams, die aus Teil-Quarantänen kommen“, sagt Waibl. „Es ist Flexibilität gefragt. Wir nehmen die Situation an, machen das Beste daraus, und wir sind auch darauf vorbereitet, wenn es uns mal wieder trifft“, sagt Waibl und fügt an: „Wichtig ist, dass wir spielen können.“ Unter ständig wechselnden Rahmenbedingungen. „Unser Planungshorizont beträgt 24 Stunden“, erklärt DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann.

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Planen darf der DSC am Samstag derzeit mit „ausverkauftem“ Haus. 980 Zuschauer dürfen in die Halle. Es gibt keine Tickets mehr. Dafür überträgt Spartensender Sport 1 die Partie live. Von dem Verkauf der Medien- und Vermarktungsrechte der VBL an den TV-Kanal partizipiert der DSC mittlerweile auch finanziell. Für die vergangene Saison floss eine mittlere vierstellige Summe in die Vereinskasse.

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