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Dresdens Handballer mit Fans - DSC nicht

Am letzten Tag vorm Lockdown darf der HC Elbflorenz noch vor knapp 1.000 Zuschauern spielen. Die Volleyballerinnen erleben dagegen ihr erstes Geisterspiel.

Die Handballer des HC Elbflorenz dürfen am Sonntag in der Ballsportarena noch vor Fans spielen, die DSC-Volleyballerinnen am Mittwoch danach in der Margon-Arena nicht mehr.
Die Handballer des HC Elbflorenz dürfen am Sonntag in der Ballsportarena noch vor Fans spielen, die DSC-Volleyballerinnen am Mittwoch danach in der Margon-Arena nicht mehr. © Lutz Hentschel

Dresden. In diesen Tagen ist das mit der Motivation nicht so einfach. Die Handball-Profis des HC Elbflorenz fiebern ihrem ersten Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison entgegen. Nur, das haben sie vor anderthalb Wochen schon mal durchlebt – bis die Corona-Realität sie ereilte und aufgrund eines positiven Tests beim EHV Aue das Sachsen-Derby gegen die Erzgebirger kurzfristig am Spieltag abgesagt werden musste.

Jetzt ein neuer Anlauf – unter neuen Bedingungen. Das Duell am Sonntag ab 17 Uhr in der Ballsportarena gegen den VfL Lübeck-Schwartau ist vorerst bis auf Weiteres das letzte, was vor Zuschauern ausgetragen werden kann. Denn die neuen Corona-Regeln der Bundesregierung, denen zufolge auch der Profisport im November nur noch ohne Zuschauer stattfinden darf, greifen erst ab Montag. Offenbar haben sich die Klubs der Handball-Bundesliga darauf verständigt, am Wochenende noch unter den jeweils geltenden Besuchereinschränkungen zu spielen. In die moderne Ballspielarena in Dresden dürfen am Sonntag also maximal 956 Fans. Das hat das Gesundheitsamt Dresden dem HC Elbflorenz nochmals bestätigt – darüber informierte Geschäftsführerin Cathleen Rupprecht.

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Allerdings ist die Austragung der Partie abhängig von den abschließenden mannschaftlichen Corona-Tests beider Teams – jeweils am Freitag. Am Samstag beruft Trainer Rico Göde seinen Kader noch mal zum lockeren Training ein. Dafür hatte der ungeschlagene Tabellensechste (5:1 Punkte) am Mittwoch trainingsfrei. „Wir gehen davon aus, dass wir spielen. Es würde mich freuen, wenn wir endlich zu unserem ersten Heimspiel kommen“, sagt Göde durchaus skeptisch. Er kann in seinem Team aller Voraussicht nach wohl den zuletzt angeschlagenen Jonas Thümmler wieder aufbieten – zumindest phasenweise. Der 27-Jährige hat seinen Bänderanriss am Sprunggelenk auskuriert.

Volleyball-Trainer Alexander Waibl gibt seinen DSC-Frauen in einer Auszeit letzte Anweisungen.
Volleyball-Trainer Alexander Waibl gibt seinen DSC-Frauen in einer Auszeit letzte Anweisungen. © dpa/Sebastian Kahnert

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC bestreiten am Mittwochabend das erste Geisterspiel in der Geschichte des Klubs. Dann empfangen sie den MTV Allianz Stuttgart zur Spitzenpartie der Bundesliga in der Margon-Arena vor leeren Rängen.

Aufgrund steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung am Mittwochabend eine erneute Verschärfung der bundesweit einheitlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Sie tritt ab Montag in Kraft – mit starken Beschränkungen für den Profisport in Deutschland. Der Spielbetrieb in den Bundesligen geht zwar weiter, aber ohne Zuschauer. Die Einschränkungen gelten zunächst bis Ende November.

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Der Präsident und Mäzen des Dresdner Zweitligisten HC Elbflorenz spricht über die finanziellen Auswirkungen der Spielabsage und mögliche Szenarien.

„Es ist ein herber Rückschlag für uns, der weitere Auswirkungen auf unsere sowieso angespannte Gesamtsituation hat“, sagte DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann am Donnerstag. „Wir haben in den vergangenen Monaten immer wieder neue Wege beschritten, um den DSC durch diese schweren Zeiten zu führen. Die Sorgen werden nun nicht weniger. Wir müssen aufpassen, dass wir strukturell nicht um Jahre zurückgeworfen werfen.“ Sie gibt sich trotz der angespannten Lage kämpferisch: „Wir sind hochmotiviert, auch jetzt voranzuschreiten, so wie es im Leistungssport häufig nötig ist, wenn man erfolgreich sein möchte.“

DSC-Dauerkarten verlieren für die von den Beschränkungen betroffenen Heimspiele ihre Gültigkeit. Fans können die Spitzenpartie am Mittwochabend zwar nicht in der Halle, aber im Fernsehen verfolgen. Sport1 überträgt es ab 18.25 Uhr live.

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