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Sport

Dresdner Volleyballerinnen bleiben vorn

Die Frauen des DSC schließen die Hauptrunde mit einem Sieg gegen Vilsbiburg ab und treffen im Viertelfinale auf Aachen - aber mit einem Nachteil.

Zwischenziel erreicht: Die DSC-Volleyballerinnen sind nach der Hauptrunde das beste Team der Bundesliga.
Zwischenziel erreicht: Die DSC-Volleyballerinnen sind nach der Hauptrunde das beste Team der Bundesliga. © Arvid Müller

Dresden. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC schließen die Hauptrunde in der Volleyball-Bundesliga als Spitzenreiter ab. Das Team von Trainer Alexander Waibl feierte am Samstagabend in der Margon-Arena den 17. Ligasieg - gegen den Tabellenfünften Vilsbiburg gelang ein eher schmuckloses 3:1 (25:19, 25:23, 15:25, 25:18) - allerdings mit vielen Einsatzzeiten für die sogenannte zweite Reihe. Nach dem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg vom Donnerstag in Schwerin war das die logische Konsequenz.

Der bis dato punktgleiche Topfavorit auf den Titel, der MTV Allianz Stuttgart, leistete sich ausgerechnet am letzten Spieltag einen schmerzhaften Ausrutscher und verlor sein Heimspiel gegen Pokalsieger und Rekordmeister Schwerin (3.) mit 0:3. Sofern in der nun am Mittwoch startenden K.-o.-Phase alles nach den in der Hauptrunde gezeigten Leistungen läuft, müsste Dresden sich in einem möglichen Halbfinale mit den unbequemen Potsdamerinnen (4.) messen, ginge aber Stuttgart und Schwerin bis zu einem möglichen Finalduell aus dem Weg.

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So sieht ein offenbar zufriedener Trainer aus: DSC-Chefcoach Alexander Waibl freut sich über Platz eins in der Hauptrunde.
So sieht ein offenbar zufriedener Trainer aus: DSC-Chefcoach Alexander Waibl freut sich über Platz eins in der Hauptrunde. © Arvid Müller

So weit denkt beim DSC jedoch noch niemand, denn das wäre der zweite Schritt vor dem ersten. Der fünffache deutsche Meister trifft im Viertelfinale zunächst einmal auf den Tabellenachten der Normalrunde, die Ladies in Black aus Aachen. Gespielt wird im Modus "Best of three". In der Hauptrunde hieß das Ergebnis zweimal 3:0 zugunsten der Dresdnerinnen. Zum ersten Duell tritt der DSC am Mittwoch in Aachen an, die zweite Partie steigt dann am Samstag in Dresden.

Sollte ein drittes Entscheidungsspiel erforderlich sein, muss das innerhalb von 24 Stunden nach dem zweiten Duell erneut beim DSC ausgetragen werden. Auf diese verdichtete Spielfolge hat sich die Volleyball-Bundesliga (VBL) mit den Vereinen aufgrund der Corona-Pandemie geeinigt. "Die Änderung, dass die bessere Mannschaft erst auswärts spielt, ist ein klarer Vorteil für die schlechter platzierte Mannschaft. Die reisen einmal hierher, wir reisen nach Aachen, dann wieder zurück. Und das zwischen Mittwoch und Samstag. Das finde ich nicht korrekt, aber ich kann es nicht ändern", kommentierte Waibl.

Doch zurück zum letzten Hauptrundenspiel. Möglicherweise hat sich der DSC dabei etwas vom Ergebnis des eine Stunde eher gestarteten Spiels in Stuttgart beeinflussen lassen. "Als wir wussten, dass wir als Erster durch sind, versucht man natürlich, Kräfte zu schonen, den Mädels von der Bank ein bisschen Raum zu geben. Das war vielleicht ein bisschen viel, was ich da probiert habe", schätzte Waibl im Nachhinein selbstkritisch ein.

Über das Abschneiden nach der Hauptrunde ist der 52-Jährige jedoch überglücklich. "Wir spielen in allen Ebenen einfach sehr, sehr konstant. Das Paket macht uns gut. In den meisten Spielen, in denen es eng wurde, können wir noch eine Schippe drauflegen. Das war für uns eine überraschend gute Normalrunde. Mit der jungen Mannschaft auf Eins zu sein, damit konnte man nicht rechnen", konstatiert der Schwabe.

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