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Volleyballerinnen siegen weiter, aber...

Der Dresdner SC tut sich beim Sieg gegen Wiesbaden in Folge schwerer als gedacht. Warum Trainer Waibl trotzdem zufrieden ist.

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC gewinnen auch gegen Wiesbaden. Dass es diesmal etwas länger dauert, hat der Trainer einkalkuliert.
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC gewinnen auch gegen Wiesbaden. Dass es diesmal etwas länger dauert, hat der Trainer einkalkuliert. © kairospress

Dresden. Es war der zwölfte Bundesliga-Erfolg nacheinander. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC bezwangen am Samstag in der Margon-Arena den Tabellenneunten VC Wiesbaden mit 3:0 (25:23, 25:20, 25:20), scheinbar standesgemäß. Doch der Favorit tat sich schwerer, als es mancher Fan erwartet hätte. Möglicherweise hat der fünffache deutsche Meister mit seinen überzeugenden Vorstellungen in den letzten Wochen die Erwartungen aber auch einfach so hoch geschraubt.

Der Tabellenführer konnte nach einer harten Trainingswoche mit intensiven Sprunginhalten seinen Annahmeriegel nicht stabilisieren. Immer wieder wurden deshalb größere Vorsprünge hergeschenkt, weshalb die Partie 78 Minuten dauerte. Allerdings reichte das an diesem Tag präsentierte Vermögen dennoch aus, um den Außenseiter noch deutlich in die Schranken zu weisen.

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Angenehmer Nebeneffekt nach dem vorletzten Heimspiel in der Hauptrunde: Der DSC ist in der Tabelle vor den abschließenden drei Spieltagen der Normalrunde nur noch vom härtesten Verfolger MTV Allianz Stuttgart, für viele Experten der Titelfavorit schlechthin, vom ersten Platz zu verdrängen. Ausgerechnet gegen den deutschen Meister von 2019 hatte die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl am 4. November 2020 ihre bislang letzte Liga-Pleite bezogen - mit 0:3 fiel sie glatt aus.

DSC-Trainer Alexander Waibl war keineswegs euphorisch, aber dennoch am Ende zufrieden.
DSC-Trainer Alexander Waibl war keineswegs euphorisch, aber dennoch am Ende zufrieden. © kairospress

Am Mittwoch steht das Rückspiel in Stuttgart an. Das Hauptrunden-Restprogramm der Dresdnerinnen hat es ohnehin in sich. Danach folgen noch die Duelle in Schwerin (3.) und daheim gegen Vilsbiburg (4.). War die Partie gegen Wiesbaden etwa ein Indiz dafür, dass den DSC die Angst vor der eigenen Courage befällt? In einer so hervorragenden Ausgangsposition vor den Play-offs hat sich der fünffache Meister schließlich letztmals vor fünf Jahren befunden: beim letzten Meistergold.

"Ich schaue gar nicht auf die Tabelle. Ich persönlich habe darauf keinen Fokus. Es ist viel besser, was wir uns im Training erarbeiten, wie wir uns im Spiel aus kniffligen Situationen befreien", sagte DSC-Libero Lenka Dürr. Auch Trainer Alexander Waibl war recht zufrieden, mit dem etwas speziellen Spiel. "Wir waren ein bisschen müde von der Trainingswoche, mussten uns sehr darauf konzentrieren, ein bestimmtes Niveau zu halten. Es hat mir gefallen, dass wir dazu heute in der Lage waren. Die Art, wie wir gespielt haben, war natürlich Teil unserer Trainingssteuerung", erklärte der 52-Jährige.

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