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Sport

Ist sie die erste Neue beim Meister DSC?

Sophie Dreblow aus Straubing ist bei Dresdens Volleyballerinnen als Libero im Gespräch. Wie passend: Sie trainiert ohnehin gerade mit dem DSC-Trainer.

So schön kann Sophie Dreblow jubeln. Bald auch für den DSC?
So schön kann Sophie Dreblow jubeln. Bald auch für den DSC? © imago images

Dresden. Beim Liga-Rivalen in Straubing pfeifen sie es schon von den Dächern: Der niederbayrische Volleyball-Erstligist verliert eine seiner hoffnungsvollsten Stammspielerinnen. Sophie Dreblow soll kurz vor dem Wechsel zum neuen deutschen Meister Dresdner SC stehen. Das berichtet das Straubinger Nachrichtenportal idowa. Demnach hat Dreblow ihrem Verein signalisiert, dass sie sich nach drei Jahren zu einem Spitzenklub verabschieden werde.

"Es ist Teil unserer Philosophie, dass wir immer wieder Spielerinnen ziehen lassen müssen, wenn sie das Top-Niveau in der Bundesliga erreicht haben", erklärte die Straubinger Managerin Ingrid Senft. Dreblow habe sich in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich verbessert. "Mit jedem Jahr haben sich die Anfragen der Teams bei ihr gehäuft und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an der sie den nächsten Schritt gehen will."

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Dreblow selbst blickt auf "drei richtig tolle Jahre" zurück. "Es war mein erstes Mal weg von zu Hause. Ich bin hier erwachsen geworden und konnte mich sportlich super entwickeln. Jetzt denke ich, ist es für mich an der Zeit, mich in einem Spitzenteam zu beweisen", sagt der gebürtige Potsdamerin über ihre Zeit beim diesjährigen Play-off-Viertelfinalisten, der an Dresdens Finalgegner Stuttgart scheiterte.

Abwehrspezialistin Sophie Dreblow trainiert gerade in Heidelberg - mit DSC-Coach Alexander Waibl.
Abwehrspezialistin Sophie Dreblow trainiert gerade in Heidelberg - mit DSC-Coach Alexander Waibl. © www.imago-images.de

In Dresden hält man sich zu der Personalie noch bedeckt. "Derzeit kein Kommentar", sagt Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Offenbar geht es aber nur noch darum, wann und von wem die Neuigkeit bekanntgegeben werden soll. Denn längst ist auch dem DSC bekannt, dass auf der Liberoposition Handlungsbedarf besteht.

Die 30-jährige Lenka Dürr hat sich bereits vor der Finalserie entschieden, den DSC nach zwei erfolgreichen Jahren zu verlassen. Ob die 217-malige Nationalspielerin ihre Karriere ganz beendet, ist noch offen. Auch der Vertrag mit der vor der Saison als zweiter Liberospielerin verpflichtete US-Amerikanerin Morgan Hentz läuft aus - fraglich, ob der Kontrakt verlängert wird. Hentz und ihre DSC-Kollegin Jenna Gray erhielten dieser Tage eine Berufung für die US-Nationalmannschaft.

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Eine hübsche Episode am Rande der Personaldebatte: Die bislang zweifache Nationalspielerin Dreblow trainiert in diesen Tagen schon unter DSC-Chefcoach Alexander Waibl. Sie steht gemeinsam mit den fünf DSC-Spielerinnen Camilla Weitzel, Lena Stigrot, Jennifer Janiska, Emma Cyris und Sarah Straube im vorerst 29-köpfigen Aufgebot der Nationalmannschaft, mit dem Bundestrainer Felix Koslowski über den Sommer arbeitet. An dessen Seite: Waibl als amtierender U23-Bundestrainer. Bereits seit 21. April trainiert das U23-Team in Heidelberg, Waibl reiste am Dienstag nach der Meisterfeier ins Trainingslager nach.

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