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Die wichtigste Einsicht vor dem Saisonstart

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC fühlen sich stark genug, wieder um Titel mitzuspielen. Ihr Trainer weiß nur noch nicht, wie lange der Prozess dauert.

DSC-Trainer Alexander Waibl zieht seine Lehren aus der Supercup-Niederlage gegen den Schweriner SC.
DSC-Trainer Alexander Waibl zieht seine Lehren aus der Supercup-Niederlage gegen den Schweriner SC. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Der erste Druck ist weg – und die Ernüchterung einer wichtigen Erkenntnis gewichen. Nach der 0:3-Niederlage im Supercup am vergangenen Sonntag gegen Schwerin starten die Volleyballerinnen des Dresdner SC am Samstag auch in die neue Saison der Volleyball-Bundesliga, von der noch niemand beurteilen kann, wie und ob sie zu Ende gespielt werden kann.

Fest steht jedoch: Der Pokalsieger gehört mit seiner Mannschaft aus sieben Neuzugängen und sechs Spielerinnen, deren Verträge verlängert wurden, auch in dieser Spielzeit zu den Titelanwärtern. Das sieht sogar der derzeit in diesen Sachen vorsichtig formulierende Trainer Alexander Waibl so. „Wir haben gesehen, dass wir eine sehr starke Saison haben werden“, konstatierte der 52-Jährige nach dem verlorenen Duell um den Supercup. Waibl verband das aber mit einer wesentlichen Einschränkung: „Wir werden sicher noch ein bisschen brauchen, um reinzukommen.“

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Damit meint er den Rückstand, den seine Mannschaft noch besitzt. Der war durch die zweiwöchige Quarantäne entstanden, mit der die DSC-Frauen im Anschluss an ein Testspiel in Polen und dem positiven Corona-Test einer gegnerischen Spielerin vom Gesundheitsamt Dresden belegt worden waren. Dadurch konnte der fünffache deutsche Meister sieben seiner zehn Testspiele nicht absolvieren – für einen nicht eingespielten Kader, bei dem die Automatismen für die entscheidenden Zentimeter oder Zehntelsekunden noch nicht greifen, eine große Hypothek.

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Im Vergleich dazu: Samstag-Gastgeber SC Potsdam bestritt im September sechs Vorbereitungsspiele – und zählt dank gezielter Verstärkungen auch zum Kreis der Mitfavoriten. Waibls Neuzugänge, allesamt mit Führungsspieler-Potenzial, sind allenfalls menschlich bereits richtig integriert. Sportlich hakt es verständlicherweise noch an der einen oder anderen Stelle. Waibl hat deshalb intern die Vorbereitungsphase um vier bis fünf Wochen verlängert. Soll heißen: Der Start in die Bundesliga kann durchaus holprig verlaufen. Er muss es aber nicht. „Entscheidend ist für mich“, sagt Waibl, „dass wir in der Mannschaft alles haben, um erfolgreich zu sein.“

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