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Welche Hausaufgaben der Eislöwen-Trainer mitgibt

Die Dresdner Eislöwen gehen nach respektablen Leistungen in die neuntägige Spielpause. Trainer Andreas Brockmann sieht allerdings noch viel Arbeit vor sich.

Von Alexander Hiller
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Eislöwen-Coach Andreas Brockmann war der Leistung seines Teams gegen Bad Nauheim nicht ganz zufrieden.
Eislöwen-Coach Andreas Brockmann war der Leistung seines Teams gegen Bad Nauheim nicht ganz zufrieden. © ronaldbonss.com

Dresden. Diese fünf freien Tage haben sich die Profis von Eishockey-Zweitligist Dresdner Eislöwen verdient. Das Team von Trainer Andreas Brockmann feierte mit einem Sieg, einer knappen Niederlage nach Penaltyschießen und mit Punkten ein durchaus respektables Wochenende vor der neuntägigen Spielpause der DEL2. Die Liga legt wegen des Deutschland-Cups rund um das deutsche Nationalteam eine kurze Ruhephase ein. Es wird die letzte vor dem Saisonende bleiben.

Die fünf Tage Urlaub hätte Brockmann seinem Team so oder so gegönnt, aber die Eislöwen gaben sowohl bei ihrem 6:3-Erfolgs am Freitag in Bayreuth, als auch am Sonntag daheim gegen den Favoriten aus Bad Nauheim ordentlich Gas und bestätigten ihre Anwartschaft auf einen der acht Play-off-Plätze. Allerdings reichte es gegen Bad Nauheim nach einer durchaus starken Partie nur zu einem Punkt – die Hausherren mussten sich vor 2.501 Zuschauern mit 2:3 (2:1; 0:1; 0:0/0:1) nach Penaltyschießen geschlagen geben.

Brockmann: „Wir sind nicht hungrig vor dem Tor“

Das Pendel in dieser sehr ausgeglichenen Partie hätte nach beiden Seiten ausschlagen können. Während die Gäste weitaus körperlicher und druckvoller agierten, spielten sich die Dresdner vielleicht sogar die aussichtsreicheren Chancen heraus. Aber nur Jordan Knackstedt (8.) und Niklas Postel (15.) konnten ihre Möglichkeiten auch veredeln. Für den Gegner traf Tobias Wöhle doppelt.

Nach der torlosen Verlängerung zeigte Bad Nauheim die besseren Nerven. Jordan Hickmott überwand Eislöwen-Torhüter Janick Schwendener, dessen Klubkollegen David Rundqvist, Jordan Knackstedt und Johan Porsberger scheiterten jeweils am starken Felix Blick. „Wir hatten ein gutes erstes Drittel, einen schlechten zweiten Durchgang. Am Ende war Bad Nauheim die bessere Mannschaft“, sagte der schwedische Stürmer Johan Porsberger. Der nutzt die Pause nun für einen viertägigen Trip in seine Heimat.

Vorher gab Eislöwen-Trainer Andreas Brockmann seinen Schützlingen in harschen Worten noch ein paar Hausaufgaben mit auf den Weg. „Das Problem, das wir haben: Wir erspielen uns klare Torchancen, die wir einfach nur leichtfertig hergeben. Wir brauchen uns nicht wundern, das hat nichts mit Pech zu tun. Das ist nachlässig, das ist locker. Es war nicht unverdient, dass Bad Nauheim im zweiten Drittel den Ausgleich geschossen hat – da geht mir ein bisschen die Disziplin ab, für einen Sieg zu spielen“, sagte der 54-Jährige und setzte noch einmal nach. „Wir sind nicht hungrig vor dem Tor, gehen selten zum Tor, wollen eigentlich nur Highlighttore schießen, das funktioniert halt nicht. Ich hoffe, dass wir nach der Pause frisch wieder zurückkommen. Dann müssen wir diese Sachen einfach besser machen – Spiele gewinnen.“ Sein persönliches Highlight hatte der 19-jährige Youngster Ricardo Hendreschke in Bayreuth erlebt. Er erzielte für die Eislöwen sein erstes Profitor.