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Lewis Hamilton steht wieder an der Spitze

Der Weltmeister gewinnt den Formel-1-Auftakt. Sebastian Vettel hat es auch im Aston Martin schwer. Mick Schumacher verbringt sein Debüt am Ende des Feldes.

Ein Feuerwerk explodiert am Himmel hinter Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes, nachdem er das Rennen gewonnen hat.
Ein Feuerwerk explodiert am Himmel hinter Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes, nachdem er das Rennen gewonnen hat. © dpa/Lars Baron

Von Thomas Weitekamp

Sakhir. Sebastian Vettels Formel-1-Albtraum setzt sich in der Nacht von Bahrain fort. Lewis Hamilton schlägt Max Verstappen im atemlosen Duell. Mick Schumacher fährt einen einsamen ersten Grand Prix am Ende des Feldes. Mit einem wilden Rennen unter Flutlicht ist die Königsklasse in ihre neue Saison gestartet und hat dabei schon wichtige Fragen beantwortet.

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Held des Tages in der Wüste war Weltmeister Hamilton, der den Angriff seines aufmüpfigen Herausforderers eindrucksvoll abwehrte. Der Mercedes-Star gewann das Rennen vor Verstappen und seinem Teamkollegen Valtteri Bottas.

"Wow, was für ein schwieriges Rennen war das? Max saß mir im Genick. Mir ist es gerade noch so gelungen, ihn auf Distanz zu halten", sagte Hamilton, der seinen 96. Sieg der Karriere feierte. Verstappen haderte nur kurz: "Es ist sehr schade, aber aber wir müssen das Positive sehen. Wir konnten gegenhalten."

Vettel dagegen enttäuschte beim mit Spannung erwarteten Debüt für Aston Martin auf ganzer Linie. Er landete nach einer schwachen Leistung als 15. fernab der Punkteränge und weckte damit schlimmste Erinnerungen an die bitteren letzten Monate bei Ferrari.

Schumacher dagegen sammelte über 56 Runden wichtige Erfahrungen im sichtbar unterlegenen Haas-Boliden und präsentierte sich dabei fast immer stabil. Dem Formel-2-Champion unterlief nach seinem Aufstieg in die Königsklasse am Wochenende ein Fehler. Der Dreher in der Anfangsphase warf ihn weit zurück. Am Ende stand der 16. und damit letzte Platz. Viel mehr wäre im Haas wohl auch sonst nicht möglich gewesen.

Vorn war das Ergebnis schon ein Fingerzeig für den weiteren Saisonverlauf. Bei den Testfahrten zwei Wochen zuvor hatte sich noch ein Umbruch an der Spitze angedeutet. In der Qualifikation am Samstag erhärtete sich dieser Eindruck dann: Red Bull, bekannt eigentlich für schwache Saisonstarts und starke Schlusssprints, war voll da. Verstappen holte die erste Eröffnungs-Pole-Position des Rennstalls seit 2013. "Ich denke", sagte der Niederländer, "wir als Team sind noch nie so gut vorbereitet in eine Saison gestartet."

Das Gegenteil dachte man wohl bei Mercedes. Startplatz zwei zwar für Hamilton, aber der Rückstand auf Verstappen war gewaltig. Nach dem Start zeigte Mercedes sich allerdings auf der Höhe. Vorn blieb zunächst alles, wie es war. Weit hinten im Feld tat sich dafür einiges. Vettel war in der Qualifikation durch eine Gelbphase auf seiner schnellen Runde eingebremst worden und früh ausgeschieden. Eine Strafe ließ ihn dann sogar ans Ende der Startaufstellung rutschen. Für das Rennen plante er nun eine Aufholjagd: "Ich will nach vorn kommen und das Ganze ein bisschen genießen."

Das gelang aber nur in der ersten Runde. Vettel machte sechs Plätze gut. Es sollte ernüchternd weitergehen. Er hing in der Folge fest und konnte auch die Rundenzeiten seines deutlich besser platzierten Teamkollegen Lance Stroll (am Ende Zehnter) nicht annähernd mitgehen.

Zunächst wurde allerdings deutlich, wie schwierig die Aufgabe für Schumacher in diesem Jahr ist. Viel war darüber geredet worden, wie schwach und schwer beherrschbar der Haas-Bolide ist. Das erste Rennen brachte den Beweis. Zunächst verlor Teamkollege Nikita Masepin die Kontrolle über das Auto. Wenig später traf es Schumacher. Anders als der Russe konnte er allerdings weiterfahren und kam in seinem ersten Grand Prix immerhin auf viele Kilometer.

Vettel wartete sehr lange auf seinen ersten Boxenstopp und war dabei über mehrere Runden langsamster Fahrer im Feld, deutlich langsamer auch als Schumacher. Nach dem Reifenwechsel ging es nicht viel besser weiter. Eine Kollision mit Esteban Ocon im Alpine warf ihn weiter zurück.

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An der Spitze lieferten sich Verstappen und Hamilton ein stetes Hin und Her. Nach jeder Boxenstopp-Phase wechselte die Führung. Auf den letzten Runden lag der Weltmeister vorn, doch sein Herausforderer hatte die deutlich frischeren Reifen. Der Mercedes-Kommandostand wollte mit Tipps helfen und Hamilton seine Ruhe: "Überlasst das mir", funkte er und gewann das Eins gegen Eins mit all seiner Erfahrung. (sid)

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