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"Ich habe den Tod kommen sehen"

Formel-1-Pilot Romain Grosjean hat nach seinem schweren Feuerunfall nun zu Wort gemeldet. Sein emotionaler Einblick in die Momente nach dem Crash.

Mitarbeiter der Rennstrecke in Bahrain laufen am Sonntag zur Unfallstelle und löschen das Auto von Romain Grosjean aus Frankreich vom Team Haas.
Mitarbeiter der Rennstrecke in Bahrain laufen am Sonntag zur Unfallstelle und löschen das Auto von Romain Grosjean aus Frankreich vom Team Haas. © Brynn Lennon/Pool Getty/dpa

Formel-1-Pilot Romain Grosjean (34) hat sich erstmals nach seinem schweren Feuerunfall beim Rennen in Bahrain zu Wort gemeldet und emotionale Einblicke in die Momente nach dem Crash gegeben. "Mein Visier wurde komplett orange, ich sah die Flammen rund um das Auto lodern. Ich habe an vieles gedacht, auch an Niki Lauda, und ich dachte mir, dass es so nicht enden darf, nicht jetzt", sagte der Haas-Pilot dem französischen TV-Sender TF1.

Nach dem Unfall konnte sich Grosjean selbst aus dem brennenden Wrack befreien. "Es hat sich viel länger angefühlt als 28 Sekunden", sagte der Franzose. Dabei habe er auch an seine Familie gedacht. "Ich sagte mir selbst, dass ich für meine Kinder da rauskommen musste", sagte Grosjean.

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Verarbeitet habe er den Unfall nicht nur körperlich noch nicht ganz. "Ich denke, es muss noch einiges an psychologischer Arbeit getan werden, denn ich habe den Tod kommen sehen", berichtete Grosjean. Aus den Flammen gekommen zu sein, sei wie eine "zweite Geburt" gewesen.

Für das zweite Rennen in Bahrain am kommenden Wochenende fällt Grosjean definitiv aus, beim Saisonfinale in Abu Dhabi (13. Dezember) will er wieder dabei sein. "Ich muss ins Auto zurück, wenn möglich in Abu Dhabi, um meine Geschichte in der Formel 1 anders zu beenden", sagte er.

Sein Vertrag bei Haas läuft aus, Abu Dhabi wäre vermutlich erst einmal Grosjeans letzte Chance für einen Formel-1-Einsatz. Am kommenden Sonntag in Bahrain wird der Familienvater durch Pietro Fittipaldi (24), Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, ersetzt.

Haas-Teamchef Günther Steiner bestätigte unterdessen am Dienstag in einer Video-Konferenz, dass Grosjean eine weitere Nacht im Krankenhaus verbringen wird. Der Heilungsprozess beim Franzosen verlaufe aber wie geplant.

Grosjean selbst postete in den sozialen Netzwerken ein Bild aus dem Krankenhaus, auf dem er bereits wieder eine Fitness-Übung absolviert. Seine verbrannten Hände sind dabei weiterhin dick bandagiert. (sid)

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