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Sport

7.500 Zuschauer bei Hansa Rostock

Rostock lässt am Samstag 7.500 Fans ins Ostsee-Stadion. Szenen wie in Dresden will man offenbar vermeiden.

© Bernd Wüstneck/dpa

Rostock/Schwerin. Zum letzten Saisonspiel des FC Hansa Rostock in der 3. Fußball-Liga gegen den VfB Lübeck sollen am kommenden Samstag 7.500 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen werden. "Es geht darum, mögliche Fanmassen vor dem Stadiongelände mit in das Stadion zu nehmen. Hier versprechen wir uns eine gezielte und bessere Lenkung von Zuschauerströmen", sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Montag in Schwerin. Das Kabinett gab am Dienstag seine Zustimmung.

Den zuständigen Rostocker Behörden seien nun geeignete Schutz- und Hygienekonzepte vorzulegen, die insbesondere einer Zustimmung des Gesundheitsamtes und der Polizei bedürften, sagte Glawe.

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Der Verein habe ein gutes Konzept entwickelt, das mit Stadt und Polizei abgestimmt ist, sagte Sport- und Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). "Ich sage aber auch ganz deutlich: Die Fans tragen eine hohe Verantwortung – innerhalb und außerhalb des Stadions. Die Regeln sind einzuhalten." Komme es zu Ausschreitungen, schade das dem Verein enorm.

Hansa Rostock liegt mit 70 Zählern auf Platz 2 in der 3. Liga und hat beste Chancen auf den Aufstieg. Insofern dürften die schweren Krawalle am Sonntag nach dem Aufstieg Dynamo Dresdens ein mahnendes Beispiel gewesen sein - das man durch die Stadionöffnung zu vermeiden sucht. Zudem hat Mecklenburg-Vorpommern mit einer Inzidenz von 58,2 die drittniedrigste Inzidenz bundesweit.

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Zuvor hatte DFB-Vize-Präsident Hermann Winkler nach den Ereignissen in Dresden noch am Sonntag für Stadionöffnung plädiert. Winkler, der auch Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) ist forderte vor solchen Spielen in Zukunft die Öffnung der Stadien für Zuschauer. (SZ/mxh mit dpa)

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