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Ex-Dynamo für Olympia nominiert

Neben dem Riesaer Maximilian Arnold fliegen auch noch ein Chemnitzer sowie ein Profi von RB Leipzig nach Tokio. Zwei Dresdner fehlen dagegen im Aufgebot.

In Riesa geboren, drei Jahre bei Dynamo Dresden ausgebildet, Profi beim VfL Wolfsburg und nun Olympiateilnehmer: Maximilian Arnold.
In Riesa geboren, drei Jahre bei Dynamo Dresden ausgebildet, Profi beim VfL Wolfsburg und nun Olympiateilnehmer: Maximilian Arnold. © dpa/Peter Steffen

Frankfurt/Main. Mit Max Kruse, Nadiem Amiri und Maximilian Arnold an der Spitze fährt das DFB-Team von Stefan Kuntz zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Der Trainer nominierte am Montag zudem sieben Spieler, die erst vor einem Monat überraschend U21-Europameister geworden waren.

"Mit der Nominierung des Kaders steigt die Vorfreude auf die Olympischen Spiele, die vorher schon riesengroß war, ins Unermessliche", sagt Kuntz: "Für die 19 Jungs und das gesamte Team wird das ein ganz besonderes Erlebnis, in Tokio Teil des Teams Deutschland zu sein."

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Was sind die besten Schnäppchen?

Kuntz durfte drei Spieler nominieren, die vor 1997 geboren sind. Die größte Überraschung ist wohl Kruse, der seit 2015 nicht mehr das DFB-Trikot getragen hat. Der heutige Profi von Union Berlin war damals von Bundestrainer Löw wegen Undiszipliniertheiten aus dem Kader geworfen worden. Amiri (Bayer Leverkusen) und der bei Dynamo Dresden ausgebildete und in Riesa geborene Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) hatten 2017 unter Kuntz den U21-EM-Titel geholt.

"Ich freue mich riesig darauf - natürlich umso mehr, da ich 2016 aufgrund einer Verletzung gestoppt worden bin und nicht mitfahren konnte", sagte Arnold nach seiner offiziellen Nominierung. "Deshalb ist die Nominierung etwas ganz Besonderes."

Durch die Teilnahme an den Sommerspielen verpasst der 27-Jährige einen Großteil der Saison-Vorbereitung beim VfL. "Ich hoffe, dass es sich so lohnt, dass ich mit einem ordentlichen Ergebnis nach Hause komme und dass wir dann mit dem VfL eine Saison vor uns haben, in der alles passt", sagte er laut Vereinsmitteilung.

Trainer Kuntz über Bundesliga-Klubs verärgert

Der U21-Bundestrainer übte aber auch Kritik an einigen Klubs. "Die Bereitschaft, das Olympiateam zu unterstützen, war in der Bundesliga unterschiedlich. Einige große Vereine wollten leider nicht so wie erhofft helfen", sagte er. Sein Ziel ist klar: "Wir wollen so weit wie möglich kommen und um die Olympischen Medaillen mitspielen."

Wie angekündigt bilden die neuen U21-Europameister das Gerüst des Teams. Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Arne Maier (Hertha BSC), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth) und Josha Vagnoman (Hamburger SV) hatten erst Anfang Juni in Ljubljana durch ein 1:0 gegen Portugal den Titel geholt.

Während der in Chemnitz geborene Jordan Torunarigha von Hertha BSC ebenfalls zum Kader zählt, fehlt der gebürtige Dresdner Lars Lukas Mai - Bruder des Dynamo-Kapitäns Sebastian Mai. Der Abwehrspieler von Bayern München, den der Rekordmeister in der vergangenen Saison an Darmstadt 98 und für die kommende Spielzeit an Werder Bremen ausgeliehen hat, war mit Kuntz Anfang Juni U21-Europameister geworden. Diesen Titel gewann auch Torhüter Markus Schubert, der bis 2019 bei Dynamo spielte und nun für Zweitligist Schalke 04 aufläuft. Auch er verpasst Olympia.

Mit dabei ist dagegen der auch schon für die A-Auswahl aktive Benjamin Henrichs, der als rechter Verteidiger in der Bundesliga für RB Leipzig aktiv ist.

Lars Lukas Mai im Januar 2020 im Trainingslager des FC Bayern München.
Lars Lukas Mai im Januar 2020 im Trainingslager des FC Bayern München. © Archiv: dpa/Peter Kneffel

Das DFB-Team trifft sich am 12. Juli, einen Tag später geht es in Richtung Japan. Nach einem Test gegen Honduras am 17. Juli wird es am 22. Juli in Yokohama mit dem Auftakt gegen Brasilien ernst. Die weiteren Gegner der Vorrunde heißen Saudi-Arabien und Elfenbeinküste.

Das deutsche Olympia-Aufgebot:

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  • Tor: Svend Brodersen (Yokohama FC), Florian Müller (VfB Stuttgart), Luca Plogmann (Werder Bremen)
  • Abwehr: Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Jordan Torunarigha (Hertha BSC), Felix Uduokhai (FC Augsburg), Josha Vagnoman (Hamburger SV)
  • Mittelfeld/Sturm: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg), Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Max Kruse (Union Berlin), Eduard Löwen (VfL Bochum), Arne Maier (Hertha BSC), Marco Richter (FC Augsburg), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth), Cedric Teuchert (Union Berlin)

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