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Sport

Gäste-Fans dürfen ins Stadion zurück

Die Fußball-Bundesliga erlaubt Auswärtsfahrern die Rückkehr ins Stadion, wenn auch nicht sofort. Eine Forderung von Dynamos Anhang ist damit erfüllt.

Bei Dresdens Testspiel gegen Braunschweig machten Dynamos Fans ihre Forderung deutlich: Ein festgelegtes Kontingent für Gäste-Fans ist für sie "unverhandelbar".
Bei Dresdens Testspiel gegen Braunschweig machten Dynamos Fans ihre Forderung deutlich: Ein festgelegtes Kontingent für Gäste-Fans ist für sie "unverhandelbar". © Lutz Hentschel

Frankfurt/Main. Während der Ausgang im Ringen um die umstrittene 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball offen ist, gibt es bei der Stadion-Rückkehr der Zuschauer weitere Klarheit. Ab dem dritten Spieltag dürfen auch Gäste-Fans wieder bei den Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga dabei sein. Dies beschlossen die 36 Vereine am Mittwoch auf der außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung. Solange die Zuschauerkapazitäten noch gesetzlichen Beschränkungen unterliegen, sollen fünf Prozent der Tickets pro Spiel Gästefans vorbehalten werden. Bei einem kompletten Wegfall der Beschränkungen wird automatisch zum eigentlich vorgesehenen Kontingent von zehn Prozent zurückgekehrt, teilte die DFL mit.

Lediglich beim jeweils ersten Heimspiel der Saison gilt diese Regelung noch nicht, um dem jeweiligen Verein das Sammeln von „Erfahrungswerten bei der Rückkehr von Fans in die Stadien zu ermöglichen“. Das heißt für Dynamo Dresden: Beim Auftakt-Heimspiel am 24. Juli gegen Ingolstadt bleiben die 16.000 genehmigten Tickets eigenen Fans vorbehalten, beim zweiten Heimspiel am 14. August gegen Hannover gehen dann 800 Tickets an die Niedersachsen. Dynamos erstes Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV am 1. August findet indes ohne Dynamo-Anhänger statt.

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Die Forderung von Dynamos aktiver Fanszene ist damit de facto erfüllt. Beim Testspiel im Trainingslager gegen Braunschweig hatte der Anhang diese zuletzt per Plakat noch einmal verdeutlicht: „Wie immer gilt – 10 % Gästefans. Unverhandelbar!!“ Jene zehn Prozent sind das feststehende Kontingent an Gäste-Fans im deutschen Profi-Fußball – bis Corona kam.

Mit dem generellen Verbot von Gäste-Fans zog sich bei Dynamo auch die aktive Fanszene aus dem Rudolf-Harbig-Stadion zurück. Eine Erklärung lieferten die Ultras im September 2020: „Wenn die Auslastung des Stadions einfach so massiv beschränkt ist, dass tausende Dynamofans bei Heimspielen draußen bleiben müssen und wir gar nicht erst zu Auswärtsspielen anreisen dürfen, überall Abstandsgebote eingehalten und Gesichtsmasken getragen werden müssen, können wir als Fanszene nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen und tun, als wäre die Welt im Dynamoland in Ordnung.“

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Grundsätzlich liege es in der Zuständigkeit der Klubs, zur Ausrichtung von Spielen als Großveranstaltungen mit Zuschauerinnen und Zuschauern „standortindividuelle Schutz- und Hygienekonzepte zu entwickeln“, betonte nun die DFL. Diese Konzepte der Klubs werden mit den zuständigen Gesundheitsbehörden vor Ort abgestimmt und von diesen genehmigt. Die Politik hatte in der vergangenen Woche dem Ende der Geisterspiele zugestimmt. Vorerst ist eine Auslastung der Kapazität von 50 Prozent erlaubt, wobei die Höchstzahl auf 25.000 begrenzt ist. In Bayern dürfen die Spiele maximal 20.000 Fans verfolgen. (mit dpa, sid)

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