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Leipzig blamiert sich in Mainz

RB Leipzig muss trotz zweimaliger Führung gegen Abstiegskandidat FSV Mainz 05 die dritte Saisonniederlage hinnehmen.

Der Mainzer Karim Onisiwo (R) im Zweikampf mit Marcel Halstenberg (L) aus Leipzig.
Der Mainzer Karim Onisiwo (R) im Zweikampf mit Marcel Halstenberg (L) aus Leipzig. © Hasan Bratic/dpa

Von Patrick Reichardt

Mainz. RB Leipzig hat einen herben Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga erlitten. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann verlor am Samstag zum Rückrundenauftakt mit 2:3 (2:2) bei Abstiegskandidat FSV Mainz 05 und könnte am Sonntag von Rekordmeister FC Bayern bereits auf sieben Punkte distanziert werden. Die Sachsen mussten trotz zweimaliger Führung durch Tyler Adams (15. Minute) und Marcel Halstenberg (30.) die dritte Saisonniederlage hinnehmen. Bayern spielt am Sonntag (15.30 Uhr) beim Tabellenletzten FC Schalke 04.

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Für Mainz, das in der hochklassigen Partie große Moral und bisher verborgene Klasse bewies, war es der erste Heimsieg der Saison und der Premierenerfolg unter Coach Bo Svensson. Doppeltorschütze Moussa Niakhaté (24./35. Minute) und Leandro Barreiro (50.) sorgten mit ihren Treffern für den Überraschungscoup vor coronabedingt leeren Rängen.

Die Leipziger ließen sich vom hohen Pressing der Gastgeber zunächst nicht verunsichern und erspielten sich erste Chancen. Kapitän Marcel Sabitzer schoss erst (11.) knapp vorbei und kurze Zeit später an die Latte - beim Abpraller war Adams zur Stelle und musste für den Tabellenzweiten nur noch einschieben.

Doch Mainz trat - anders als beim 0:2 gegen Wolfsburg unter der Woche - mutig auf und erspielte sich selbst Chancen. Vor allem bei Standards waren die 05er gefährlich: Nach einem Freistoß von Danny Latza ließ Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi abprallen, Niakhaté staubte aus kürzester Distanz zum Ausgleich ab. Es war der erste Heimtreffer der Mainzer nach über 400 Minuten Flaute.

Die Partie bot Action, Tempo, Torraumszenen - und deutlich mehr Kampf auf Augenhöhe, als Leipzig beim klaren Außenseiter lieb sein konnte. Der Spanier Dani Olmo wurde beim Abschluss im Fünfmeterraum geblockt, erst die folgende Ecke brachte dann den gewünschten Erfolg: Nationalspieler Halstenberg stand in der Mitte frei und brachte RB erneut in Führung, doch diese hielt auch beim zweiten Mal nicht lange.

Denn nach einer Mainzer Ecke stand Niakhaté wieder richtig und verwandelte die per Kopf verlängerte Hereingabe zum 2:2. In den ersten 15 Saisoneinsätzen hatte der Franzose überhaupt nicht getroffen, nun gleich doppelt. Dem ehrgeizigen Nagelsmann war der Frust über die doppelt vergeigte Führung deutlich anzusehen. Als Olmo für ein Foul belangt wurde, hatte der 33-Jährige genug: "Wir sind doch zuerst am Ball. Was pfeift der denn für eine Scheiße?", brüllte er aufgebracht in Richtung des vierten Offiziellen.

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Die schwächste Hinrunde seiner Bundesliga-Geschichte war Mainz überhaupt nicht anzumerken. Nach dem Wechsel zündete Frankfurts Leihgabe Danny da Costa in seinem ersten Einsatz für Mainz den Turbo und legte mit letzter Kraft in die Mitte, wo Barreiro zum 3:2 ins kurze Eck traf. Leipzig rannte nun an und hatte mehrere Top-Chancen, doch zum Ausgleich reichte es trotz einer sechsminütigen Nachspielzeit nicht mehr. (dpa)

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