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Dynamo-Trainer rät: Lest keine Zeitung!

Vor dem Heimspiel gegen Viktoria Köln wird die mentale Stärke immer wichtiger, findet der Trainer. Deshalb soll sich die Mannschaft nicht ablenken lassen.

Alexander Schmidt bittet seine Spieler: Lest jetzt nicht so viel Zeitung und Instagram!
Alexander Schmidt bittet seine Spieler: Lest jetzt nicht so viel Zeitung und Instagram! © dpa/Robert Michael

Dresden. Drittletztes Spiel der Saison, vorletztes Heimspiel - der Kampf um den Aufstieg geht in die entscheidende Phase. Das ist auch bei der Pressekonferenz vor der Partie gegen Viktoria Köln (Samstag, 14 Uhr) zu spüren - und das nicht nur bei Torhüter Kevin Broll, der davon spricht, dass die letzten drei Gegner "zerstört werden müssen". Das klingt martialisch, ist aber ganz sicher so zu verstehen, dass er seine Vorderleute auffordert, wirklich "alles rauszuhauen".

Der Keeper, der mit mehreren Paraden am Dienstag das 0:0 gegen den SC Verl und damit die Tabellenführung gerettet hatte, gibt zudem einen Einblick in seine Gedankenwelt. Und in der dreht sich viel um die nächste Saison in der 2. Bundesliga. "Ich habe so einen Bock darauf, dann auf Schalke zu spielen oder gegen den Hamburger SV - und das natürlich vor Fans", erzählt er und seine Vorfreude wirkt ansteckend.

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Auch bei Alexander Schmidt geht es weniger um Taktik, sondern viel um den Kopf. "Wir müssen jetzt die mentale Stärke haben, Situationen, die nicht so gut laufen, wegstecken zu können", erklärt der Trainer. "Wir dürfen nicht verkrampfen, deshalb baue ich auch keinen zusätzlichen Druck auf und habe den Jungs gesagt: Lest jetzt nicht so viel Zeitung und Instagram." Sie sollen sich nicht ablenken lassen vom Wesentlichen. Wenn vier Mannschaften an der Tabellenspitze nur zwei Punkte trennen, werden Kleinigkeiten entscheiden.

Bei der Nullnummer gegen Verl, bei der nur dank Broll und mit Glück eine Niederlage abgewendet wurde, konnte man allerdings den Eindruck gewinnen, dass der Kopf nicht so richtig mitgespielt hat. Schmidt vermutet die Gründe eher im konditionellen Bereich. Am Samstag bestreitet Dynamo immerhin das fünfte Spiel innerhalb von 15 Tagen. Nun aber gab es "ein, zwei Tage mehr Pause als zuletzt. Die Jungs sind erholt und frischer als gegen Verl. Das habe ich im Training gesehen - und deshalb ein gutes Gefühl", erklärt er. "Wir haben wieder die Power der ersten beiden Spiele." Gemeint sind die unter seiner Regie, die beide gewonnen wurden.

Auch der Kader wird aufgefrischt. Linksverteidiger Jonathan Meier, der wegen eines Muskelfaserrisses einen Monat gefehlt hatte, und der nach Corona-Quarantäne zurückgekehrte Ransford-Yeboah Königsdörffer stehen wieder zur Verfügung. Bei Patrick Weihrauch, der nach überstandener Sprunggelenksverletzung ebenfalls in dieser Woche ins Training eingestiegen war, kommt das Duell gegen Viktoria Köln aber noch zu früh. "Vielleicht reicht es für einen Kurzeinsatz am Mittwoch im Landespokal", meint Schmidt. Pascal Sohm, der wie Könisgdörffer für 14 Tage in Quarantäne war, ist offenbar noch nicht fit genug. Bei Julius Kade, der gegen Verl wegen einer Muskelverhärtung pausiert hatte, sei die Situation "noch unsicher". Kapitän Sebastian Mai fällt mit seiner Knieverletzung ebenso definitiv aus wie der gelbgesperrte Christoph Daferner.

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Gegner Viktoria Köln hat mit Trainer Olaf Janßen und Mittelfeldspieler René Klingenburg nicht nur zwei Ex-Dynamos in seinen Reihen, sondern kann auch eine beeindruckende Serie vorweisen: Von den vergangenen zehn Spielen ging keins verloren. "Das interessiert uns aber nicht, ich will den Gegner ja nicht starkreden", erklärt Schmidt, Alles Kopfsache eben. "Bei uns muss wieder mehr die spielerische Note und mehr Lockerheit rein, mit der Brechstange geht es nicht."

Broll fasst die Vorgabe kurz und bündig zusammen: "Augen zu und durch!"

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