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Löwe verrät, wo er künftig bei Dynamo spielen will

Der Verteidiger feiert nach fünf Monaten sein Comeback. Doch in der Abwehrkette ist eigentlich kein Platz mehr. Für ihn gibt es da dennoch eine Lösung.

Beste Laune hatten Trainer Markus Kauczinski, vor allem aber Rückkehrer Chris Löwe beim 5:0-Testsieg gegen Carl Zeiss Jena.
Beste Laune hatten Trainer Markus Kauczinski, vor allem aber Rückkehrer Chris Löwe beim 5:0-Testsieg gegen Carl Zeiss Jena. © dpa/Robert Michael

Dresden. Als er nach knapp einer Stunde ausgewechselt wurde, gab es Applaus von den Mitspielern. Dabei hatte Chris Löwe beim 5:0-Testsieg gegen den Regionalligisten Carl Zeiss Jena weder ein Tor erzielt noch eines vorbereitet, auch sonst war er kaum aufgefallen. Die Dynamo-Profis honorierten mit ihrem Klatschen wohl eher den Einsatz des Routiniers in den vergangenen fünf Monaten bei der Reha.

Am 21. Oktober hatte sich Löwe beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau schwer am Knie verletzt, die Genesung dauerte länger als erwartet, sogar eine Operation stand im Raum. Am 9. März stieg der 31-Jährige wieder ins Mannschaftstraining ein, am Donnerstag nun gab er sein Comeback - wenn auch nur in einem Test, bei dem fast ausschließlich die zweite Reihe zum Einsatz kam. Löwe genoss es trotzdem. "Nach einer so langen Zeit weiß man das ein Stück weit mehr zu schätzen", erklärte er danach. "In Corona-Zeiten fällt der soziale Kontakt ja sehr gering aus, da ist es ein absolutes Privileg, nicht mehr alleine im Kraftraum schwitzen zu müssen, sondern mit den Jungs auf dem Platz zu stehen."

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Trainer Markus Kauczinski verriet, dass Löwe richtig "heiß gewesen" sei auf das Spiel. "Ich freue mich, dass er nach der langen Verletzung gesund ist. Er hatte ja kein leichtes Los gehabt, und man sieht bei Harti, dass es auch anders ausgehen kann." Gemeint ist Marco Hartmann, der ebenfalls nach einer Knieverletzung zunächst monatelang konservativ behandelt wurde, am Mittwoch dann aber doch operiert werden musste und bis zum Saisonende ausfällt.

"Spielfitness kann man im Training nicht simulieren"

Dieses Schicksal konnte Löwe abwenden. An einen schnellen Einsatz in der 3. Liga, vielleicht schon am Ostersonntag im Spitzenspiel gegen Hansa Rostock, glaubt er dennoch nicht. "Das Fußballerische kam relativ schnell zurück, aber die Spielfitness kann man im Training nicht simulieren, die holt man sich nur im Wettkampf", erklärte der Ex-England-Legionär. "Mal schauen, ob es noch zu einem Einsatz in der Liga in dieser Saison reicht."

Gegen Jena kam er auf der linken Position der Dreier-Abwehrkette zum Einsatz. Dort spielt Tim Knipping seit Monaten auf sehr hohem Niveau. Aber in der hintersten Reihe sieht sich der Außenverteidiger in diesem System offenbar auch nicht mehr. "Der Trainer ist auf der Position nicht gezwungen, was zu ändern. Der Joni macht das aktuell gut und ist fitter als ich, kann 90 Minuten gehen", sagte Löwe. Jonathan Meier kommt im linken Mittelfeld zum Einsatz, lässt sich nur bei gegnerischen Angriffen zurückfallen. "Aber ich werde alles dafür tun, dass es noch mal reicht - wenn auch nur für einen Kurzeinsatz."

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Dass er auch in der nächsten Saison weitermacht, hatte er schon Mitte Februar erklärt. "Ich glaube schon, dass die fußballerische Qualität noch reicht, um der Mannschaft zu helfen. Und dann muss man mal sehen, welche Liga das nächste Saison ist." Vielleicht bekommt er beim nächsten Mal schon wieder Applaus von den Rängen.

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