merken
Dynamo

Dynamo-Pechvogel Löwe bleibt bis 2022

Der Verteidiger fehlt seit Oktober wegen einer schweren Knieverletzung. So will er seine Karriere nicht beenden, erklärt er nun in einem Interview.

Chris Löwe möchte noch ein Jahr für Dynamo spielen.
Chris Löwe möchte noch ein Jahr für Dynamo spielen. ©  Foto: dpa/Robert Michael

Dresden. Das Duell der beiden sächsischen Fußball-Drittligisten, die sich am Samstag ab 14 Uhr gegenüberstehen, weckt viele Erinnerungen. Die jüngsten sind aus Dynamo-Sicht gleich doppelt schmerzhaft. Das Duell in der Hinrunde verloren die Dresdner gegen den FSV Zwickau nicht nur mit 1:2, dabei verletzte sich Chris Löwe nach einem Foul auch noch schwer. Seitdem fehlt der Linksverteidiger. Pünktlich vor dem Rückspiel meldet sich der gebürtige Plauener nun zu Wort - und verkündet eine Neuigkeit.

"Ich befinde mich jetzt an einem ähnlichen Punkt wie in der letzten Saison, an dem ich mir sage: Das kann einfach noch nicht das Ende gewesen sein", erklärte der 31-Jährige in einem Interview auf der Vereinshomepage und spielte dabei auf seine Entscheidung an, nach dem Abstieg im vergangenen Sommer seine Karriere noch nicht beenden zu wollen.

Jubel
Zwei echt starke Jubiläen
Zwei echt starke Jubiläen

Die gedruckte Sächsische Zeitung wird 75 Jahre alt. Digital gibt es uns seit 25 Jahren. Beide Jubiläen wollen wir feiern - und Sie können dabei gewinnen.

"Ich habe mich die letzten Monate nicht jeden Tag in der Reha gequält, um einen Monat nachdem ich wieder auf dem Platz stehen kann, meine Schuhe an den Nagel zu hängen. So wird es nicht sein." Er suche weiterhin nach dem richtigen Moment, an dem er mit sich im Reinen sei. "Das bin ich jetzt wieder nicht, weil ich nicht mit dem Erlebnis dieser Verletzung aufhören will und kann."

Hat er nun einen Vertrag bis 2021 oder bis 2022?

In dem Interview wird Löwe gefragt, ob er seinen "Vertrag bis 2022 also doch erfüllen" will. Das irritiert, schließlich hieß es im vergangenen Sommer immer, dass er noch ein Jahr dranhängen wird. Auch auf der Internetseite Transfermarkt.de steht, dass sein Vertrag im Juni 2021 endet. Zudem sagt Löwe nicht, ob er auch dann noch eine weitere Saison bleibt, falls der Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht klappen sollte.

Vermuten könnte man es, wenn man seine Aussage zum Klima in der Mannschaft deutet: "Dazu kommt noch als ganz wichtiger Faktor, dass mit unserer neuen Mannschaft in diesem Jahr das ganze Thema Fußball wieder viel mehr Spaß macht. Man kommt einfach gerne zum Training und in die Kabine." Wahrscheinlich würde Löwe also auch in der 3. Liga noch eine Saison bei Dynamo bleiben.

Wann er sein Comeback feiern kann, steht derweil noch nicht fest. An diesem Donnerstag will er "zum ersten Mal seit vier Monaten wieder mit Fußballschuhen" auf dem Trainingsplatz stehen. "Wenn alles gut läuft, kann ich dann in drei bis vier Wochen voraussichtlich sogar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen." Die Heilung der schweren Knieverletzung zieht sich länger hin als zunächst erhofft.

Weiterführende Artikel

Kauczinski redet über einen Job bei Schalke

Kauczinski redet über einen Job bei Schalke

Der Dynamo-Trainer ist in Gelskenkirchen geboren, hat bei 04 als Jugendtrainer gearbeitet. Nun wurde er gefragt, ob er sich eine Rückkehr vorstellen könnte.

Was Dynamos Paul Will mit Lena Gercke verbindet

Was Dynamos Paul Will mit Lena Gercke verbindet

Der Mittelfeldspieler stand bei den Dresdnern oft in der Startelf, aber selten im Mittelpunkt. Das könnte sich nun ändern. Vielleicht löst er auch mal das Model ab.

Wehlends erster Kassensturz bei Dynamo

Wehlends erster Kassensturz bei Dynamo

Wie der neue Geschäftsführer versucht, die Verluste durch Corona möglichst gering zu halten – und schon weiter plant.

Dynamo und Zwickau: Die Fans sind "eene Bande"

Dynamo und Zwickau: Die Fans sind "eene Bande"

Einst Konkurrenten in der DDR-Oberliga, verbindet beide Vereine jetzt eine Freundschaft, die von den Ultra-Gruppierungen begründet wurde.

"Das Außenband war komplett durchgerissen und ist in den ersten Wochen leider nicht wieder so zusammengewachsen, wie wir uns das alle zunächst einmal erhofft und vorgestellt hatten", erklärt er. Einige Ärzte hätten eine Operation empfohlen, damit Löwe weiter Leistungssport betreiben kann. "Das war so eine 50-50-Entscheidung", sagt er. Nun scheint die Behandlungsmethode anzuschlagen. Womöglich schafft es Löwe also doch noch, in dieser Saison sein Comeback zu feiern.

Alles Wichtige und Wissenswerte rund um Dynamo - kompakt jeden Donnerstagabend im Newsletter SCHWARZ-GELB, und immer mit Gewinnspiel. Jetzt hier kostenlos anmelden.

Mehr zum Thema Dynamo