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Dynamo

Dynamo-Trainer: Glaube, wir werden spielen

Vor der Heimpartie am Sonntag gegen den VfB Lübeck dreht sich fast alles um den Rasen. Dabei ist es ein Duell der Gegensätze - nicht nur tabellarisch.

Beim Hinspiel in Lübeck erzielte Philipp Hosiner (links), hier im Zweikampf mit Osarenren Okungbowa, das einzige Tor. Mitte Oktober waren noch Zuschauer im Stadion - 1.860.
Beim Hinspiel in Lübeck erzielte Philipp Hosiner (links), hier im Zweikampf mit Osarenren Okungbowa, das einzige Tor. Mitte Oktober waren noch Zuschauer im Stadion - 1.860. © PICTURE POINT

Dresden. Der Zustand des Rasens und die Frage, ob am Sonntag überhaupt gespielt werden kann, ist das beherrschende Thema auch bei dieser Pressekonferenz. Wenige Stunden nach der letzten war am Dienstagnachmittag die Nachholpartie gegen den SV Wehen Wiesbaden abgesagt worden. Das gleiche Szenario droht nun erneut, doch die Vorzeichen sind deutlich besser. "Wenn ich mir den Platz anschaue, dann glaube ich, dass wir am Sonntag spielen werden", erklärt Trainer Markus Kauczinski. Gegner ab 14 Uhr wäre der Tabellenletzte VfB Lübeck.

Der Rasen sei weitgehend grün, ergänzt Pressesprecher Henry Buschmann. Die dünne Eisschicht werde noch wegtauen. Am Samstagvormittag soll die Platzkommission eine verbindliche Aussage treffen, um dem Gegner im Fall einer Absage die weite Anreise aus Lübeck zu ersparen. Bereits davor hatte sich Stadionmanager Ronald Tscherning vorsichtig optimistisch gezeigt - für den Fall, dass bis Sonntag keine weiteren ergiebigen Schneefälle dazukommen.

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Top-Bedingungen in Dresden, auch fürs Training

Im Trainingszentrum sind die Bedingungen gut. Bis auf einen Tag konnte die Mannschaft auf dem beräumten Kunstrasenplatz trainieren, am Freitag absolvierte sie eine halbe Einheit sogar auf Naturrasen. "Wir haben hier im Vergleich zu anderen Drittligisten Top-Bedingungen", lobt Kauczinski.

Davon kann Aufsteiger Lübeck nur träumen. Das Stadion an der Lohmühle hat keine Rasenheizung, der DFB wies den Verein nun an, nach einem Ausweichstandort zu suchen. Trainieren kann die Mannschaft derzeit nur im Kraftraum oder einer Soccer-Halle. Zudem drücken finanzielle Sorgen, die beantragten Corona-Hilfen wurden abgewiesen. Das alles sind denkbar ungünstige Vorzeichen - und beste für den Spitzenreiter Dynamo.

Kauczinski will das mit der Mannschaft aber nicht thematisieren: "Darüber rede ich mit ihr gar nicht." Auch so ist die Rollenverteilung schon überdeutlich. "Natürlich sind wir gegen den Tabellenletzten der Favorit, das nehmen wir auch an", meint der Trainer, verweist aber darauf, dass Spiele mit Lübecker Beteiligung zuletzt "alle eng waren. Das erwartet uns auch am Sonntag."

Ehlers ist wieder fit und Kreuzer einsatzfähig

Verzichten muss Kauczinski weiter auf die Langzeitverletzten Robin Becker, Patrick Weihrauch, Chris Löwe sowie Marco Hartmann, wobei der Ex-Kapitän "langsam die Ballarbeit" steigern kann, wie Kauczinski sagt. Gesperrt bleibt Sebastian Mai, der noch zwei Spiele abbrummen muss. Kevin Ehlers, der zuletzt über Rückenschmerzen klagte, konnte wieder normal trainieren. "Bei ihm sieht es besser aus, ich gehe davon aus, dass er spielen kann. Das würde auch unsere Optionen in der Abwehr erhöhen", erklärt Kauczinski und denkt dabei an die Rückkehr zur Viererkette.

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Zu der könnte dann Niklas Kreuzer gehören. Nach einem internen Testspiel in dieser Woche klagte der Neuzugang, der ein halbes Jahr vereinslos und dann zu Dynamo zurückgekehrt war, jedoch über muskuläre Probleme. "Er ist einsatzfähig, aber sicher nicht für 90 Minuten", so Kauczinski. Nun muss nur noch der Rasen einsatzfähig werden.

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