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Herber Rückschlag für den FC Bayern München

Nach dem erneuten Corona-Wirbel um Joshua Kimmich hat der FC Bayern mit 1:2 beim FC Augsburg eine unerwartete und schmerzhafte Niederlage kassiert.

Münchens Abwehrspieler Alphonso Davies hält sich die Hände vor das Gesicht.
Münchens Abwehrspieler Alphonso Davies hält sich die Hände vor das Gesicht. © dpa/Matthias Balk

Augsburg. Julian Nagelsmann schrie und trieb seine Spieler immer wieder an - es half nichts: Nach dem erneuten Corona-Wirbel um Joshua Kimmich hat ein einfallsloser FC Bayern ein ernüchterndes 1:2 (1:2) im Derby beim FC Augsburg kassiert und wertvolle Zähler im Meisterkampf verspielt. Verfolger Borussia Dortmund kann am Samstag auf einen Punkt an die Münchner heranrücken.

"Wir haben es uns in der ersten Halbzeit nicht verdient", sagte Bayern-Star Thomas Müller bei DAZN: "Wir haben Bälle verloren, Flanken kamen schlecht. Das ist ein bitterer Rückschlag für uns und unser Selbstverständnis."

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Mads Pedersen brachte den FCA in der 23. Minute überraschend in Führung, Andre Hahn erhöhte in der 35. Minute sogar auf 2:0. Augsburg feierte den sensationellen Sieg zu "Oh, wie ist das schön"-Gesängen des Publikums ausgelassen - schließlich setzten die bayerischen Schwaben im Abstiegskampf mit dem ersten Erfolg gegen die Münchner seit sechseinhalb Jahren ein dickes Ausrufezeichen.

Bayern-Torjäger Robert Lewandowski (38.) verkürzte mit seinem 14. Saisontor zwar noch vor der Pause - mehr Zählbares gelang dem Serienmeister nicht. Die Vorlage kam per Hacke einmal mehr von Müller, der sein 600. Pflichtspiel für die Bayern bestritt.

Trotz deutlicher Überlegenheit verpasste das Nagelsmann-Team vor 26.000 Zuschauern den fünften Ligasieg in Serie. Bereits am Dienstag geht es für die Münchner in der Champions League in Kiew weiter.

Augsburgs Abwehrspieler Mads Pedersen (verdeckt) jubelt mit Mannschaftskameraden nach seinem Treffer zum 1:0.
Augsburgs Abwehrspieler Mads Pedersen (verdeckt) jubelt mit Mannschaftskameraden nach seinem Treffer zum 1:0. © Archivbild: dpa/Matthias Balk

Die Münchner, bei denen neben Impfskeptiker Kimmich wegen erneuter Quarantäne Niklas Süle, Josip Stanisic (beide Corona positiv) und Kingsley Coman (angeschlagen) fehlten, übernahmen schnell die gewohnte Spielkontrolle. So richtig gefährlich wurde der Rekordmeister jedoch kaum.

Augsburg, das kurzfristig auf Ruben Vargas (positiver COVID-19-Test) und Alfred Finnbogason (Muskelprobleme) verzichten musste, zog sich weit zurück und lauerte auf Konter - mit Erfolg. Pedersen nutzte eine Lücke in der nicht gut sortierten Bayern-Abwehr mit einem strammen Schuss zur Führung.

Die Bayern blieben am Drücker, doch erneut schlug der FCA eiskalt zu. Nach Flanke von Iago war Hahn per Kopf zur Stelle und Manuel Neuer erneut machtlos. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Marcel Sabitzer, der als Kimmich-Ersatz neben dem wiedergenesenen Leon Goretzka überfordert wirkte. Die Bayern antworteten mit wütenden Angriffen und wurden durch Lewandowski belohnt.

Der Pole hatte kurz nach dem Wechsel gleich die nächste Gelegenheit, verzog aber freistehend. Nagelsmann reagierte und brachte Alphonso Davies und Jamal Musiala.

Der Druck nahm zu. Der FCA konnte sich kaum mehr befreien, verteidigte aber leidenschaftlich gegen einen FC Bayern, dem in den entscheidenden Phasen die Ideen von Kimmich abgingen. Zu selten kamen die Münchner in die gefährlichen Zonen wie etwa Davies (73.), dessen Schuss das Tor um Zentimeter verfehlte. In der Schlussphase wollten die Bayern zumindest den Ausgleich erzwingen. (sid)

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