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Bayern stolpert, Leipzig patzt, BVB profitiert

Der FC Bayern zeigt gegen Werder Bremen kaum für möglich gehaltene Schwächen. RB Leipzig lässt in Frankfurt Punkte liegen. Dortmund schreibt Geschichte.

Leipzigs Ibrahima Konate weiß sich gegen Frankfurts Bas Dost nur mit einem Foul zu helfen. Die Sachsen kamen gegen die Hessen nicht über ein 1:1 hinaus.
Leipzigs Ibrahima Konate weiß sich gegen Frankfurts Bas Dost nur mit einem Foul zu helfen. Die Sachsen kamen gegen die Hessen nicht über ein 1:1 hinaus. © dpa

Frankfurt/Leipzig. RB Leipzig hat den Ausrutscher des FC Bayern München nicht genutzt. Die Sachsen kamen am Samstagabend bei Eintracht Frankfurt nur zu einem 1:1 (0:1) und verpassten es, nach Punkten zum Rekordmeister aufzuschließen, der zuvor gegen den SV Werder Bremen Unentschieden gespielt hatte.

Die Frankfurter Führung durch Aymen Barkok (43. Minute) glich Yussuf Poulsen (57.) aus. Damit bleiben die Leipziger auch weiterhin ohne Erfolgserlebnis am Main. Die Eintracht erreichte zwar einen Achtungserfolg gegen den Champions-League-Teilnehmer, blieb aber im fünften Spiel in Serie ohne Sieg.

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Ebenfalls 1:1 (0:1) trennten sich der FC Bayern und Werder Bremen. Dieser Punktverlust kommt für den Tabellenführer aus München durchaus überraschend. Nach 19 Siegen in Serie gegen Werder ließen die Bayern erstmals wieder Punkte liegen.

Gegen Bremen kam der Tabellenführer aus München nur zu einem 1:1. Daran konnte auch Bayerns Leroy Sane (l.), hier im Zweikampf mit Kevin Möhwald, nichts ändern.
Gegen Bremen kam der Tabellenführer aus München nur zu einem 1:1. Daran konnte auch Bayerns Leroy Sane (l.), hier im Zweikampf mit Kevin Möhwald, nichts ändern. © dpa

Seit dem 0:0 am 11. September 2010 setzte es für Werder neun Niederlagen mit insgesamt 43 Gegentoren in der Münchner Arena. Diesmal hielt Werder dem Bayern-Druck stand. Maximilian Eggestein brachte die Hanseaten kurz vor der Pause sogar in Führung (45.). Kingsley Coman gelang lediglich der Ausgleich (62.).

Dortmunds Moukoko jüngster Spieler der Bundesliga

Borussia Dortmund konnte den Münchner Patzer nutzen. Im späten Abendspiel setzte sich der Vizemeister nach einem 0:1-Rückstand letztendlich doch souverän mit 5:2 gegen Hertha BSC durch. Mit einem Viererpack (47./49./62./79. Minute) avancierte einmal mehr Dortmunds norwegischer Angreifer Erling Haaland zum Sieggaranten, nachdem die Berliner durch Matheus Cunha (33.) in Führung gegangen waren und durch den Brasilianer per Foulelfmeter in der 79. Minute noch mal auf 2:4 verkürzt hatten. Neben Haaland trug auch noch Raphaël Guerreiro (70.) zum klaren Sieg bei.

Er ist seit dem 21. November 2020 der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte. Der 16-jährige Youssoufa Moukoko feierte gegen Hertha sein Profi-Debüt. In der 85. Minute kam er beim Stand von 5:2.
Er ist seit dem 21. November 2020 der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte. Der 16-jährige Youssoufa Moukoko feierte gegen Hertha sein Profi-Debüt. In der 85. Minute kam er beim Stand von 5:2. © dpa-Zentralbild

In der 85. Minute kam dann auch noch Youssoufa Moukoko zu seinem ersten Profi-Einsatz. Trainer Lucien Favre wechselte den Teenager für Haaland ein. Mit 16 Jahren und einem Tag ist Moukoko nun jüngster Spieler in der Geschichte der Fußball-Bundesliga.

In der Tablle sind die Dortmunder nun wieder erster Bayern-Verfolger. Sie zogen an RB Leipzig vorbei auf Platz zwei und haben nun nur noch einem Punkt Rückstand auf Rekordmeister und Titelverteidiger Bayern München.

Schalke ist auf den Spuren von Tasmania Berlin

Bayer Leverkusen konnte durch ein 2:1 (1:0) bei Arminia Bielefeld bereits bis auf einen Zähler an den Spitzenreiter heranrücken. Zwar unterlief Bayer-Keeper Lukas Hradecky ein Eigentor für alle Jahresrückblicke. Nach einem Rückpass von Daley Sinkgraven schlug der Finne unter den Ball und bescherte dem Aufsteiger so das Ausgleichstor (47.). Doch Bayer gelang in den Schlussminuten doch noch der Führungstreffer. Aleksandar Dragovic war in der 88. Minute für Bayer erfolgreich. Den 1:0-Führungstreffer hatte Leon Bailey die Leverkusener, bei denen die Bender-Zwillinge Lars und Sven verletzt raus mussten, in Führung gebracht (27.).

Ratlose Gesichter beim FC Schalke: Die 0:2-Niederlage gegen Wolfsburg war das 26. Spiel in Folge ohne einen Sieg. Damit kratzt der Traditionsverein am Negativrekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66.
Ratlose Gesichter beim FC Schalke: Die 0:2-Niederlage gegen Wolfsburg war das 26. Spiel in Folge ohne einen Sieg. Damit kratzt der Traditionsverein am Negativrekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66. © dpa

Völlig anders ist die Situation beim FC Schalke 04: Die Krise des Traditionsvereins nimmt kein Ende. Beim 0:2 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg blieben die Königsblauen auch im 24. Liga-Spiel in Serie ohne Sieg und liegen weiter auf einem Abstiegsplatz. Damit wackelt allmählich der Negativrekord von Tasmania Berlin 1965/66 mit 31 Spielen ohne Sieg nacheinander. Wout Weghorst (3.) und Xaver Schlager (24.) sorgten bereits früh für klare Verhältnisse. Damit bleiben die Wolfsburger in der Liga ungeschlagen. Schalke wartet indes seit dem 17. Januar dieses Jahres (2:0 gegen Gladbach) auf einen Sieg.

Coronageplagte Hoffenheimer verpassen Sieg gegen VfB

Borussia Mönchengladbach gab beim 1:1 (1:0) gegen den FC Augsburg erneut in den Schlussminuten einen Sieg aus der Hand. Die Gladbacher mussten auf Alassane Plea und Ramy Bensebaini wegen positiver Corona-Tests verzichten und erlebten eine Enttäuschung. Nationalspieler Florian Neuhaus (5.) brachte die Gastgeber zwar in Führung, doch Daniel Caligiuri gelang kurz vor Schluss der Ausgleich (88.). Dabei waren die Gäste in Unterzahl, nachdem Raphael Framberger zwölf Minuten nach seiner Einwechslung die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (66.).

Die coronageplagte TSG Hoffenheim kam trotz des Ausfalls von sieben positiv getesteten Spielern im Derby gegen den VfB Stuttgart zu einem 3:3 (1:2). Nach dem Führungstor der Gastgeber durch Christoph Baumgartner (16.) drehten Nicolas Gonzalez (18.) und Silas Wamangituka (27.) für den VfB das Spiel. Doch Hoffenheim schlug durch Ryan Sessegnon (48.) und Andrej Kramaric per Foulelfmeter (71.) zurück. Es war bereits das siebte Saisontor von Kramaric, der ebenfalls wegen Corona zwischenzeitlich drei Spiele pausieren musste. Zum Sieg reichte es aber nicht, weil Marc-Oliver Kempf in der Nachspielzeit für den VfB traf (90.+3). (dpa)

Die Ergebnisse des 8. Spieltag im Überblick:

FC Bayern München - SV Werder Bremen 1:1 (0:1)

Borussia Mönchengladbach - FC Augsburg 1:1 (1:0)

TSG 1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 3:3 (1:2)

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FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 0:2 (0:2)

Arminia Bielefeld - Bayer 04 Leverkuse 1:2 (0:1)

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig 1:1 (1:0)

Hertha BSC - Borussia Dortmund 2:5 (1:0)

SC Freiburg - FSV Mainz 05 So., 15.30 Uhr

1. FC Köln - Union Berlin So., 18.00 Uhr

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