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Sport

RB bleibt Bayer(n) auf den Fersen

Dank eines 1:0 in Hoffenheim halten die Leipziger direkten Kontakt zu Leverkusen und München. Am Wochenende könnte nun die Tabellenführung folgen.

Leipzigs Torschütze Yussuf Poulsen (l) jubelt mit Dayot Upamecano über das entscheidende Tor in Hoffenheim.
Leipzigs Torschütze Yussuf Poulsen (l) jubelt mit Dayot Upamecano über das entscheidende Tor in Hoffenheim. © dpa/Uwe Anspach

Sinsheim/München/Köln/Bielefeld/Gelsenkirchen. Ganz im Stil einer effektiven Spitzenmannschaft hat RB Leipzig seine Meisterambitionen mit einem schmucklosen Arbeitssieg untermauert. Die Messestädter gewannen am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:0 (0:0) bei der TSG Hoffenheim und sind damit seit sechs Punktspielen ungeschlagen.

Yussuf Poulsen (60.) erzielte das entscheidende Tor für RB an der alten Wirkungsstätte von Trainer Julian Nagelsmann. Beim Geisterspiel in Sinsheim ging es zu Beginn mit hoher Intensität zur Sache. Vor allem die Leipziger, bei denen unter anderem Lukas Klostermann, Christopher Nkunku, Konrad Laimer und Benjamin Henrichs fehlten, drückten ordentlich aufs Tempo.

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Die Hoffenheimer steckten aber nicht zurück und hielten gut dagegen. Dass die TSG ohne die gesperrten Florian Grillitsch, Stefan Posch und Dennis Geiger sowie die Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic, Pavel Kaderabek und Konstantinos Stafylidis auskommen musste, war der Mannschaft nicht anzumerken.

Nach einer halben Stunde wurden die Leipziger merklich unzufriedener. Mängel im Aufbauspiel, fehlende Torgefahr und das entschiedene Zweikampfverhalten der Hoffenheimer nervten den Favoriten. Bei RB lief in dieser Phase wenig zusammen. Insgesamt war der Auftritt der Leipziger im ersten Durchgang enttäuschend.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gingen die Gäste, die am Samstag auf den 1. FC Köln treffen, wieder energischer zu Werke. Torchancen blieben allerdings weiterhin Mangelware. Gleich die erste echte Gelegenheit ließ sich Poulsen nach Vorarbeit von Angelino und Kapitän Marcel Sabitzer nicht entgehen.

Lewandowski übertrifft 250-Tore-Marke

Unterdessen verteidigte Bayer Leverkusen die Tabellenführung erfolgreich. Drei Tage vor dem Gipfeltreffen gegen den deutschen Meister FC Bayern siegte die Mannschaft von Trainer Peter Bosz am Mittwochabend auch im rheinischen Derby beim Nachbarn 1. FC Köln souverän mit 4:0 (2:0).

Der Tabellenzweite aus München mühte sich dank des Doppelpacks von Weltfußballer-Kandidat Robert Lewandowski zu einem 2:1 (1:1) gegen den bis dahin ungeschlagenen VfL Wolfsburg. Sollte das Bayer(n)-Duell remis enden, könnten die Leipziger an die Tabellenspitze springen - ein Sieg gegen Köln vorausgesetzt.

Robert Lewandowski jubelt nach seinem 251. Bundesligator, das den entscheidenden Treffer beim Sieg gegen Wolfsburg bedeutete.
Robert Lewandowski jubelt nach seinem 251. Bundesligator, das den entscheidenden Treffer beim Sieg gegen Wolfsburg bedeutete. © Lukas Barth-Tuttas/epa-Pool/dpa

Am Tabellenende wird die Situation für den Letzten FC Schalke 04 nach dem 0:2 (0:0) gegen den SC Freiburg immer trostloser. Auch für den Drittletzten Arminia Bielefeld wird die Lage nach dem 0:1 (0:0) gegen den FC Augsburg zunehmend bedrohlich.

Die auch nach dem zwölften Spieltag ungeschlagenen Leverkusener bestätigten bei den überforderten Kölnern ihre Topform und sind gut gerüstet für das Duell gegen den FC Bayern. Mitchell Weiser (8.), Moussa Diaby (10.), Patrik Schick (54.) und Florian Wirtz (59.) schossen den deutlichen Sieg heraus. Mit 28 Punkten liegt Bayer nur einen Zähler vor Bayern und Leipzig. Sechs Punkte hinter Leverkusen ist Borussia Dortmund Vierter.

Für die Münchener begann das Spiel gegen die Wolfsburger nicht nach Plan. Maximilian Philipp (5.) brachte die Gäste nach einem Fehler von Leroy Sané früh in Führung. Wieder war es Lewandowski mit seinen Saisontoren 14 und 15 - die seine Bundesligabilanz auf 251 Bundesligatreffer schraubte -, der die Partie entschied. Der Pole lieferte damit noch einmal Argumente, warum er am Donnerstag erstmals zum Weltfußballer gekürt werden sollte.

Schalke ohne Mumm gegen Freiburg chancenlos

Eine weitere erschreckende Vorstellung verlängerte die Misserfolgsserie des FC Schalke 04 auf 28 Spiele ohne Sieg. Ohne Mumm und ohne Ideen hatte die Mannschaft von Trainer Manuel Baum keine Chance gegen den SC Freiburg. Mit seinem ersten Doppelpack in der Bundesliga war Roland Sallai (50./68.) der umjubelte Spieler der Breisgauer.

Die Freiburger haben sich nach dem zweiten Sieg nacheinander aus der Gefahrenzone vorerst entfernt, die Schalker bleiben mit vier Punkte aus zwölf Spielen über die Feiertage im Tabellenkeller. Für ihren nächsten Gegner aus Bielefeld sieht es auch nicht viel besser aus. Der Aufsteiger hielt lange ein 0:0, ehe Augsburgs Kapitän Jeffrey Gouweleeuw (85.) traf. (sid, dpa)

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