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Dortmund verliert Verfolgerduell

In Leverkusen kassiert der BVB eine 1:2-Niederlage und muss sich in der Tabelle nach unten orientieren. In Berlin verschärft Hoffenheim die Sorgen der Hertha.

Dortmunds Marco Reus (M) kämpft mit Leverkusens Edmond Tapsoba (l) und Jonathan Tah um den Ball.
Dortmunds Marco Reus (M) kämpft mit Leverkusens Edmond Tapsoba (l) und Jonathan Tah um den Ball. © Martin Meissner/Pool AP/dpa

Leverkusen/Mönchengladbach/Berlin/Mainz. Borussia Dortmund muss sich nach einer Niederlage im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga fast schon aus dem Titelrennen verabschieden, Bayer Leverkusen mischt dagegen weiter vorne mit: Die Werkself bezwang den BVB mit 2:1 (1:0) und sprang zumindest über Nacht auf Platz zwei. Dortmund ist Vierter, muss sich aber nach unten orientieren. Rekordmeister Bayern München könnte zum Abschluss der Hinrunde am Mittwoch auf zehn Punkte davonziehen.

Auf frisch verlegtem Rasen ging es munter los in der BayArena. Rückkehrer Wirtz probierte es direkt aus der Distanz gegen BVB-Keeper Roman Bürki (2.). Im Gegenzug zeigte Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky gutes Timing, als er seinen Strafraum verließ, um den anstürmenden Erling Haaland den Ball abzulaufen.

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Aus der hektischen Anfangsphase entwickelte sich zunächst eine taktisch geprägte Partie, in der Bayer den ersten Stellungsfehler der BVB-Innenverteidigung knallhart ausnutzte. Einen sehenswerten langen Steilpass von Leon Bailey nahm Moussa Diaby (14.) glänzend an und schob überlegt gegen Bürki ein.

Dortmund fehlten zunächst die Ideen, nach dem 1:1 durch Julian Brandt (67.) hatte der BVB seine stärkste Phase und schien dem Führungstor näher. Doch Leverkusen konterte eiskalt durch Florian Wirtz (80.).

Gladbach trotz gegen Bremen dem Embolo-Wirbel

Zuvor hatte sich Borussia Mönchengladbach zu einem 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen gezittert und damit die passende Antwort auf den Wirbel um einen vermeintlichen Partybesuch von Breel Embolo gegeben. Der Stürmer stand am Dienstag nicht im Kader, Trainer Marco Rose betonte aber, Embolo habe ihm glaubhaft versichert, dass er nicht zu den Partygästen gezählt habe.

Nico Elvedi (66.) erzielte den entscheidenden Treffer für die Borussia, die am Ende etwas Glück hatte. Bremens Milot Rashica (87.) traf den Pfosten, Leonardo Bittencourt (90.) vergab eine Großchance. Gladbach hält die Champions-League-Plätze im Blick.

TSG-Trainer Hoeneß gelingt in Berlin Befreiungsschlag

Der zuletzt stark angezählte Trainer Sebastian Hoeneß landete mit der TSG Hoffenheim einen Befreiungsschlag. Im Krisenduell bei Hertha BSC setzten sich die Kraichgauer mit 3:0 (1:0) durch und verschärften die Sorgen bei Hertha-Coach Bruno Labbadia.

Hoffenheims Nationalspieler Sebastian Rudy (33.) und Doppelpacker Andrej Kramaric (68./88.) schossen die TSG zum ersten Sieg im Jahr 2021. Vorher war Herthas Stürmer Krzysztof Piatek (12.) mit einem schwach getretenen Foulelfmeter an Hoffenheims Torwart Oliver Baumann gescheitert. Die Berliner haben von den letzten sieben Hinrundenspielen nur eines gewonnen und fünf Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16.

Mainz verliert Punkte und gibt Stürmer ab

Der FSV Mainz 05 kassierte ein 0:2 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg und könnte am Mittwoch ans Tabellenende stürzen. Mainz, zuletzt immerhin mit einem Unentschieden in Dortmund, musste bereits vor Anpfiff den Abgang seines besten Stürmers vermelden. Jean-Philippe Mateta steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Crystal Palace nach England. Während der FSV seine zwölfte Saisonniederlage kassierte, absolvierte der Franzose seinen Medizincheck in England.

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In einer lange zähen Partie trafen der eingewechselte Bartosz Bialek (65.) und Wout Weghorst (79.) für die Wolfsburger, die mit 29 Punkten Kontakt zu den Champions-League-Rängen halten. Weghorst sorgte mit seinem zwölften Saisontor für einen Rekord: So viele Treffer waren einem Wolfsburger noch nie in einer Bundesliga-Hinrunde gelungen. (sid)

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