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Bayern gewinnt Spitzenspiel in Dortmund

Fünf Tore, einige strittige Szenen und eine schwere Verletzung - der Bundesliga-Gipfel hält, was die Fans erwarten. Der Sieger heißt wieder mal München.

Und wieder mal feiern die Bayern, während Dortmund als bedröppelter Verlierer den Platz verlassen. Der Meister gewinnt das Spitzenspiel, wenn auch knapp.
Und wieder mal feiern die Bayern, während Dortmund als bedröppelter Verlierer den Platz verlassen. Der Meister gewinnt das Spitzenspiel, wenn auch knapp. © dpa

Dortmund. Der FC Bayern hat den Angriff von Borussia Dortmund auf seine Alleinherrschaft ein weiteres Mal souverän abgewehrt. Mit dem 3:2 (1:1) im Ligagipfel über den bisher punktgleichen Verfolger bauten die Münchner ihre Tabellenführung aus und zementierten damit vorerst das jahrelange Machtgefüge im deutschen Fußball. Sorgen bereitet den Münchnern aber die womöglich schwere Knieverletzung von Joshua Kimmich, der in der ersten Halbzeit humpelnd vom Platz musste.

Wie so oft in den vergangenen Jahren erwies sich der Rekordmeister im Duell mit dem Dauerrivalen als das reifere Team und kam am Samstagabend nach Toren von David Alaba (45.+4), Robert Lewandowski (48.) und Leroy Sané (80.) im leeren Signal Iduna Park zu einem verdienten Sieg. Dagegen erwies sich die Hoffnung der Borussia auf den ersten Erfolg über die Bayern seit zwei Jahren als Wunschdenken. Daran konnte auch die zwischenzeitliche Führung durch Marco Reus (45.) und das späte Tor von Erling Haaland (83.) nichts ändern.

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Dass der ehemalige Münchner Mats Hummels nach seiner Oberschenkelverletzung rechtzeitig wieder fit wurde und in die Startelf zurückkehrte, sollte den BVB nach zuletzt vier Zu-Null-Siegen in Serie eigentlich zusätzlich beflügeln. Doch schon in der ersten Minute drohte der Rückstand, als Robert Lewandowski aus kurzer Distanz das Außennetz traf.

Bei einer Grätsche gegen Dortmunds Erling Haaland verletzt sich Joshua Kimmich offenbar schwer. Von Betreuern gestützt verlässt er das Spielfeld, und mit Tränen in den Augen.
Bei einer Grätsche gegen Dortmunds Erling Haaland verletzt sich Joshua Kimmich offenbar schwer. Von Betreuern gestützt verlässt er das Spielfeld, und mit Tränen in den Augen. © dpa

Der BVB verlegte sich in seiner Not aufs Kontern - und hatte damit fast Erfolg. Doch Torjäger Erling Haaland (22.) verfehlte das Tor nach Zuspiel von Giovanni Reyna knapp. Es passte zum nun offenerem Spiel, dass nur zwei Minuten später die Bayern die vermeintliche Führung bejubelten. Der Treffer von Lewandowski wurde aber nach minutenlanger Überprüfung im Kölner Videokeller wegen knapper Abseitsstellung aberkannt.

Nicht nur diese Entscheidung machte den Bayern zu schaffen. Auch der Ausfall von Kimmich, der nach einem Foul an Haaland in der 37. Minute verletzt ausgewechselt werden musste, kostete Elan. Das nutzte die Borussia zur Führung: Ein Zuspiel von Raphael Guerreiro beförderte der bis dahin eher unauffällige Reus mit einer wuchtigen Direktabnahme ins Netz. Damit endete die Flaute des BVB von 332 torlosen Bundesliga-Minuten gegen den FC Bayern. 

Dortmunds Freude währt nur ganz kurz

Die Freude der Dortmunder währte allerdings nur kurze Zeit. Noch vor der Halbzeit traf ausgerechnet Alaba, dessen Vertragsverhandlungen seit Wochen in München für Unruhe sorgen, nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze zum Ausgleich.

Damit fanden die Bayern zurück zu alter Schlagkraft - und sorgten schon kurz nach Wiederanpfiff für die nächste Ernüchterung beim BVB. Nach Flanke von Lucas Hernandez war der ehemalige Dortmunder Lewandowski per Kopf zur Stelle und traf zum 2:1. Beim Pfostenschuss von Kingsley Coman nur drei Minuten später waren die Münchner der Vorentscheidung nahe.

Gleich ist der Ball im Tor, nur zählt dieser und noch ein weiterer Treffer von Robert Lewandowski nicht. Knapp steht er jeweils im Abseits. Ein reguläres Tor erzielt der Bayern-Torjäger aber auch, sein elftes in dieser Saison.
Gleich ist der Ball im Tor, nur zählt dieser und noch ein weiterer Treffer von Robert Lewandowski nicht. Knapp steht er jeweils im Abseits. Ein reguläres Tor erzielt der Bayern-Torjäger aber auch, sein elftes in dieser Saison. © dpa

Der Rückstand brachte das Favre-Team zunächst aus dem Tritt. Mehr und mehr gewannen die Bayern die Kontrolle über die Partie. Und doch boten sich dem BVB durch Reyna (63.) und Reus (68.) Chancen. Doch in beiden Fällen war Nationaltorhüter Manuel Neuer zur Stelle. So war es der eingewechselte Sané, der für die Bayern erhöhte, ehe Haaland noch einmal für Spannung sorgte. 

Reus hatte danach sogar die große Chance zum Ausgleich (87.). In der Nachspielzeit jubelte wieder Lewandowski, doch der Treffer des Polen wurde erneut wegen Abseits aberkannt. (dpa)

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