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Ein besonderer Preis für Robert Lewandowski

Bei der Verleihung des "Goldenen Schuhs" dankt der Stürmer des FC Bayern München seinem "Motivationscoach" - und bekennt sich zu seinem Verein.

Robert Lewandowski mit seiner neuesten Trophäe: dem «Goldenen Schuh 2021».
Robert Lewandowski mit seiner neuesten Trophäe: dem «Goldenen Schuh 2021». © Michael Gottschalk/Kicker via picture alliance/dpa

München. Mit dem begehrten Goldenen Schuh in Händen richtete Robert Lewandowski eine Liebeserklärung an seinen größten Schatz. "Ich muss meiner Frau Danke sagen", meinte Europas bester Torjäger, "sie ist eine große Stütze für mich und eine Motivation, wenn es mal ein bisschen schlechter geht."

Und seine Anna, zu dieser außergewöhnlichen Zeremonie stilecht im kleinen Schwarzen erschienen, gab das Kompliment gerne zurück. "Er ist ein wunderbarer Mensch, Athlet, Partner, Freund und Ehemann", sagte sie mit dem süßesten Lächeln, "ich bin so stolz auf ihn."

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Mit unfassbaren 41 Toren hatte der Weltfußballer in der vergangenen Saison den vermeintlich ewigen Bundesliga-Rekord von Gerd Müller geknackt - jetzt erhielt er den verdienten Lohn. Der Ausnahmestürmer von Bayern München wurde am Dienstag im Klubmuseum in der Allianz Arena mit dem Goldenen Schuh für Europas besten Liga-Torjäger geehrt.

Der Goldene Schuh "passt wie angegossen"

"Ist ehrlich schwer, wirklich", sagte er mit einem Schmunzeln, als er die begehrte Trophäe in Händen hielt: "Ich bin sehr stolz, sehr zufrieden." Er könne noch immer nicht glauben, dass er Müllers 40 Treffer aus der Spielzeit 1971/72 wirklich übertroffen hat, ergänzte der Pole, der sich ebenfalls richtig in Schale geworfen hatte: grauer Anzug mit Krawatte, dazu ein Einstecktuch und edle schwarze Schuhe.

"Seine grandiose Leistung" werde "auf ewig in Erinnerung bleiben", sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer in seiner Laudatio über das "Perpetuum mobile des Toreschießens: Er hört nicht auf." Sogar mit Film-Held James Bond verglich er den Agenten 009: "Stilvoll, schwer auszurechnen und stets höchst gefährlich" sei Lewandowski, daneben "immer ein Teamplayer" - das habe er diesem Bond sogar voraus.

Der Goldene Schuh, den vor ihm Weltstars wie Eusebio, Müller, Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi trugen, "passt dir wie angegossen", rief Hainer dem 33-Jährigen zu: "Schön, dass du bei uns bist. Lass uns weiter gemeinsam Geschichte schreiben!"

Auf der Jagd nach einem Norweger

Lewandowski nahm diesen Ball gerne auf und versprach: "Es ist noch nicht vorbei. Wir sind noch immer hungrig auf mehr Titel." Oder setzt er seine unglaubliche Karriere irgendwann doch noch woanders fort? Lewandowski schaute etwas verdutzt, mit dieser Frage schien er nicht gerechnet zu haben, dann verwies er seinen bis 2023 laufenden Vertrag in München und lachte. Außerdem sei es ja schön, die Champions League einmal zu gewinnen, aber: "Zweimal ist besser!"

Worte, die auch bei Bayern-Boss Oliver Kahn und Trainer Julian Nagelsmann gut ankamen, die zu der kleinen Gruppe an Gästen gehörten. Per Video gratulierten Förderer und Weggefährten wie Bundestrainer Hansi Flick und Jürgen Klopp, den Lewandowski als Vaterfigur würdigte, sowie DFL-Chef Christian Seifert und FIFA-Präsident Gianni Infantino. Sie alle wünschten Lewandowski noch viele, viele weitere Tore.

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Die wird er brauchen, wenn er den seit 1968 vergebenen Goldenen Schuh wie "Bomber" Müller, dem bislang einzigen Gewinner dieses Preises aus der Bundesliga, ein zweites Mal gewinnen will. Aktuell führt der Norweger Ohi Omoijuanfo die Rangliste mit 20 Toren an. "Lewangoalski" aber hat die Jagd mit sieben Toren in nur fünf Spielen längst eröffnet. Anna sei Dank. (sid)

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