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Sport

Leipzig nutzt Bayern-Patzer im Titelkampf

Nach dem 1:2 der Münchner gegen Frankfurt gewinnt RB bei Hertha BSC in Berlin mit 3:0 und verkürzt den Abstand zum Rekordmeister auf zwei Punkte.

Daumen hoch, Pflichtaufgabe erledigt: Mit einem 3:0-Sieg bei Hertha BSC in Berlin nutzen Willi Orban (l.) und RB Leizig den Patzer des FC Bayern im Meisterkampf.
Daumen hoch, Pflichtaufgabe erledigt: Mit einem 3:0-Sieg bei Hertha BSC in Berlin nutzen Willi Orban (l.) und RB Leizig den Patzer des FC Bayern im Meisterkampf. © Foto: dpa POOL/Sören Stache

Von Arne Richter

Berlin. RB Leipzig hat den nächsten Patzer der Bayern genutzt, das Titelrennen ist wieder richtig spannend. Durch einen Kunstschuss von Marcel Sabitzer (28. Minute), einen Kracher von Nordi Mukiele (71.) und einen Kopfball von Willi Orban (84.) gewannen die Rasenballer am Sonntag bei der weiter akut abstiegsgefährdeten Berliner Hertha mit 3:0. Damit verkürzte der Tabellenzweite den Rückstand auf den Rekordmeister aus München am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf nur noch zwei Punkte.

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"Sehr wichtiger Dreier, aber es war ein harter Kampf. In der ersten Halbzeit war es ein zähes Spiel, und dann brauchst du halt auch mal so ein Tor", sagte RB-Kapitän Marcel Sabitzer im TV-Sender Sky. Lucas Tousart störte Sabitzer beim Distanzschuss nicht energisch genug. In einem unglaublichen Winkel fiel der Ball hinter den verblüfften Hertha-Torwart Rune Jarstein ins Tor. Leipzigs Kunstschütze forderte mit Blick auf das Duell mit dem Rekordmeister aus München: "Dran bleiben, sonst kann ich euch nächste Woche was anderes erzählen, und alle lachen uns aus."

Einen Tag nach dem 1:2 des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt benötigten die Leipziger aber zunächst auch ein bisschen Dusel, um gegen die keineswegs chancenlosen Berliner letztlich noch souverän alle drei Punkte zu holen. "Wir haben unsere Torchancen gehabt. Wenn du die nicht nutzt, hast du keine Chance", stellte Hertha-Trainer Pal Dardai fest. "Wir sind ein bisschen bestraft worden, die erste Halbzeit war nicht schlecht."

Krzysztof Piatek (17.) verfehlte eine Hereingabe knapp, kurz darauf war der Pole überrascht (20.), dass ihm der Ball in guter Position vor die Füße fiel. Lukas Klostermann (22.) rettete gerade noch so vor dem einschussbereiten Dodi Lukebakio, und ein Solo des sehr engagierten Ex-Leipziger Matheus Cunha (26.) wurde von der RB-Defensive gerade noch rechtzeitig gestoppt.

Nagelsmann reagiert auf Pleite gegen Liverpool

Ohne den künftigen Münchner Dayot Upamecano in der Abwehrzentrale trat RB im Olympiastadion an. Insgesamt reagierte Trainer Julian Nagelsmann auf die Enttäuschung in der Champions League gegen Liverpool am Dienstag gleich mit vier Wechseln. Im Sturm durfte neben Yussuf Poulsen erstmals Hee-chan Hwang von Beginn an in der Bundesliga ran. Nach vier Minuten entwischte der Südkoreaner nach einem Stellungsfehler Herthas Startelf-Debütanten Marton Dardai, scheiterte aber am glänzend reagierenden Schlussmann Rune Jarstein.

"Fünf bis sechs Fehler" würden seinem Sohn wie jedem Neuling zugestanden, hatte Hertha-Coach Pal Dardai noch vor dem Anpfiff gesagt. Der 19-Jährige fand aber dann doch rasch ins Geschehen. Sami Khedira war auch erstmals von Beginn an für Berlin dabei und sorgte trotz sichtbar fehlender Spritzigkeit durchaus für die erhoffte Stabilität im Zentrum. Die Kraft reichte diesmal für 67 Minuten. (dpa)

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