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Pfiffe bei Aues nächster Niederlage

Der FC Erzgebirge unterliegt Düsseldorf mit 0:1 und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. Der Trainer gerät zunehmend in Erklärungsnot.

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Seine Mannschaft spielte besser, verlor aber trotzdem. Aue-Trainer Aliaksei Shpilevski gerät damit immer mehr in die Kritik. Wie lange hat die Vereinsspitze noch Geduld?
Seine Mannschaft spielte besser, verlor aber trotzdem. Aue-Trainer Aliaksei Shpilevski gerät damit immer mehr in die Kritik. Wie lange hat die Vereinsspitze noch Geduld? © dpa-Zentralbild/Robert Michael

Die Heimstärke weg, die Abgeklärtheit verschwunden und somit weiter sieglos: Erzgebirge Aue läuft trotz guten Ansätzen seinen eigenen Ansprüchen weiter hinterher und bleibt nach dem 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf Schlusslicht in der 2. Bundesliga. Rouwen Hennings sorgte mit einem frech verwandelten Foulelfmeter für den Sieg der Rheinländer.

„Das war unser bestes Saisonspiel, leider stehen wir wieder mit null Punkten da. Es hört sich paradox an, aber ich bin trotzdem mit der Entwicklung der Jungs zufrieden. Es braucht Zeit. Wir haben es mit Menschen zu tun, die müssen sich entwickeln“, sagte Trainer Aleksey Shpilevski.

Dabei hätte die Partie auch anders verlaufen können. Denn Aue startete furios. Schon nach 17 Sekunden lief Nicolas Kühn frei auf Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier zu, der mit einer Fußparade den frühen Rückstand verhinderte. Bereits in dieser Szene wurde deutlich, warum Aue am Tabellenende steht: Es fehlt an Genauigkeit und Durchschlagskraft im Angriff. Nur zwei Treffer in zuvor fünf Begegnungen sind mangelhaft. Aue riss zwar das Geschehen an sich, die Tore machte aber Düsseldorf: Erst traf Ao Tanaka (23.), doch der Schuss wurde wegen Abseits nicht gegeben, da Torhüter Martin Männel die Sicht genommen wurde.

Fünf Minuten später foulte Philipp Riese den Fortuna-Profi Felix Klaus im Strafraum – diese Chance ließ Hennings nicht ungenutzt und lupfte den Ball abgeklärt ins Tor. Nach dem Wechsel brachte Shpilevski Stürmer-Neuzugang Babacar Gueye. Das brachte sichtlich Schwung in die Angriffsbemühungen, allerdings scheiterte Gueye (53.) per Kopfball am starken Fortuna-Keeper. Aue drückte, hatte auch mehr Spielanteile, doch im letzten Drittel fehlte die Genauigkeit. Am Ende der 90 Minuten waren etliche Pfiffe zu hören, die Lage im Erzgebirge bietet zunehmend Konfliktpotenzial.

Rostock schlägt nächsten Dynamo-Gegner Darmstadt

Dagegen hat Aufsteiger Hansa Rostock den ersten Heimsieg eingefahren. Die Mecklenburger erkämpften gegen Darmstadt 98, Dynamos Gegner am kommenden Sonntag, einen verdienten 2:1-Erfolg. Lukas Fröde erzielte in der 86. Minute den Siegtreffer. „Auch in den ersten beiden Heimspielen hatten wir schon viel investiert. Natürlich sind wir jetzt umso glücklicher über unseren ersten Heimsieg. Aber es hätte auch wieder anders ausgehen können“, sagte Hansa-Coach Jens Härtel. (dpa/mit sid)