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Trotz zwei Treffern: Aue verliert in Kiel 0:1

Erzgebirge Aue bot in Kiel eine gute Leistung, ging aber als Verlierer vom Platz. Die Entscheidung fiel spät, davor wurden zwei Auer Tore nicht anerkannt.

Kiels Torwart Ioannis Gelios (M) fängt einen Torschuss der Auer ab..
Kiels Torwart Ioannis Gelios (M) fängt einen Torschuss der Auer ab.. © Frank Molter/dpa

Kiel. Lange sah es für den FC Erzgebirge Aue nach einem Punktgewinn bei Aufstiegskandidat Holstein Kiel aus. Erst ein verwandelter Foulelfmeter von Alexander Mühling in der 81. Minute besiegelte die 0:1 (0:0)-Niederlage für die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster. Während die Sachsen mit 32 Punkten weiter im Tabellenmittelfeld rangieren, gelang den Kielern durch den Sieg vorübergehend der Sprung auf den zweiten Platz.

Schuster änderte Aues Startelf im Vergleich zum Heimsieg über Bochum nur auf einer Position. Steve Breitkreuz ersetzte Jan Hochscheidt, der wegen muskulärer Beschwerden im rechten Oberschenkel ausfiel.

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Das Fehlen des Mittelfeld-Regisseurs machte sich in der Anfangsphase nicht bemerkbar. Die Sachsen spielten mutig nach vorn und kamen in der 5. Minute durch Ben Zolinski zum vermeintlichen Führungstreffer. Der Video-Assistent hatte allerdings eine Abseitsstellung von Passgeber Florian Krüger erkannt, so dass das Tor nicht zählte.

Die "Veilchen" blieben danach das gefährlichere Team und vergaben durch Dimitrij Nazarov sowie Krüger zwei weitere Torchancen. Kiels Schlussmann Ioannis Gelios konnte beide Schüsse parieren (9.). Anschließend beruhigte sich das Geschehen, wobei das Tempo auf beiden Seiten hoch blieb.

Erzgebirge-Abwehr steht lange gut

Dass Aue-Torwart Martin Männel in der ersten halben Stunde kaum beschäftigt wurde, lag am cleveren und konzentrierten Abwehrverhalten seiner Mitspieler. Die Erzgebirger attackierten die Kieler früh und gestatteten dem Aufstiegskandidaten kaum Möglichkeiten. Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs musste Männel eingreifen. Zunächst parierte der Kapitän einen Kopfball von Mühling, auch den Nachschuss von Simon Lorenz konnte Männel entschärfen (41.).

Sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff lag der Ball erneut im Kieler Tor. Doch auch diesmal zählte der Treffer nach Entscheidung von Video-Assistent Pascal Müller nicht. John Patrick Strauß, der Gelios überwunden hatte, stand beim Pass von Zolinski knapp im Abseits (52.).

Das Geschehen spielte sich anschließend meist im Mittelfeld ab, beide Mannschaften konnten keine weiteren Chancen kreieren. Einer der wenigen Fehler in der Auer Hintermannschaft wurde zehn Minuten vor dem Ende bitter bestraft. Ognjen Gnjatic kam im Strafraum gegen Finn Porath zu spät und traf den Kieler am Fuß. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mühling, wobei Männel mit den Fingerspitzen noch am Ball war. Eine Schlussoffensive konnten die Sachsen nicht mehr starten. (Sebastian Wutzler, dpa)

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