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FC Bayern sendet ein Zeichen an Europa

Kapitän Neuer stuft das 3:0 in Barcelona als "Ausrufezeichen" ein. Trainer Nagelsmann genießt die Arbeit mit seinen Weltstars und geht offensiv mit der Mitfavoritenrolle um.

Robert Lewandowski (2.v.l) jubelt mit seinen Mannschaftskameraden über seinen Treffer zum 0:3.
Robert Lewandowski (2.v.l) jubelt mit seinen Mannschaftskameraden über seinen Treffer zum 0:3. ©  dpa/Sven Hoppe
Thomas Müller klatscht nach seinem Tor zum 1:0 für die Bayerb mit Leroy Sané ab.
Thomas Müller klatscht nach seinem Tor zum 1:0 für die Bayerb mit Leroy Sané ab. © Joan Monfort/AP/dpa

"Wenn wir in der Gruppenphase weiter so spielen, werden wir hoffentlich in die K.o.-Phase kommen. Das ist das erste Ziel", sagte Nagelsmann und schloss an: "Wenn wir uns weiterentwickeln, sind wir einer der Favoriten. Wir probieren es auf jeden Fall, einer zu sein."

Höchste Ambitionen haben auch seine Profis, die größtenteils 2020 das Triple gewannen. "Wenn du hier 3:0 gewinnst, ist das ein Signal", tönte Thomas Müller, der mit dem ersten Tor den Weg ebnete. Torjäger Robert Lewandowski legte in der zweiten Spielhälfte doppelt nach.

Konnte zufrieden sein: Münchens Trainer Julian Nagelsmann.
Konnte zufrieden sein: Münchens Trainer Julian Nagelsmann. ©  dpa/Sven Hoppe

Nagelsmann genießt schon wenige Wochen nach dem Wechsel von RB Leipzig die Arbeit beim deutschen Rekordchampion. In München reise er nicht mehr als "Underdog" zu Auswärtsspielen, sondern mit dem klaren Anspruch, diese zu gewinnen. "Ich bin unglaublich froh. Es war für mich auch spannend, wie es ist, mit Weltstars zusammenzuarbeiten", sagte der noch titellose Coach. Dann lobte er den "spielenden
Co-Trainer" Müller und den enorm gierigen Torjäger Lewandowski. "Lewy hört nicht auf. Das ist schon ein Charakterzug", sagte Nagelsmann.

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Die zwei Torschützen unter sich: Robert Lewandowski, der zweimal traf, und Thomas Müller.
Die zwei Torschützen unter sich: Robert Lewandowski, der zweimal traf, und Thomas Müller. © Joan Monfort/AP/dpa

Der 33-jährige Lewandowski steht nun bei 75 Toren im wichtigsten Vereinswettbewerb, der nur ein Jahr jüngere Müller bei 49. "Gegen Barcelona treffe ich gerne", scherzte Barça-Schreck Müller ein Jahr nach dem 8:2 von Lissabon und inzwischen sieben Treffern in sechs Partien gegen die Katalanen. "Es ist super wichtig, die ersten drei Punkte einzufahren und so eine Dominanz auszustrahlen. Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt", verkündete Kapitän Manuel Neuer.

Den chancenlosen und erschreckend harmlosen Gastgebern fehlten die "gewissen besonderen Dinge" von Messi, wie Nagelsmann sagte: "Da ist ein großer Spieler weggebrochen." Der Bayern-Coach bewertete den abgeklärten Sieg aber eher als eine Münchner Eigenleistung: "Wir haben es einfach sehr gut gemacht, das ist der Schlüssel."

Wolfsburg punktet in Unterzahl

Im zweiten Spiel des Abend mit deutscher Beteiligung war Trainer Mark van Bommel trotz der dürftigen Leistung und der nötigen Unterstützung durch den Video-Schiedsrichter mit dem Champions-League-Auftakt des VfL Wolfsburg zufrieden. "Ich sage es ganz kurz: Champions League. Auswärts. 35 Minuten mit zehn Mann. Ein Punkt", meinte der Niederländer am Dienstagabend nach dem glücklichen 0:0 beim französischen Meister OSC Lille.

Die Wolfsburger spielten ab der 62. Minute nur noch zu zehnt, weil Verteidiger John Anthony Brooks die Gelb-Rote Karte sah. Außerdem nahm der Videoassistent in der 48. Minute ein Tor und in der siebten Minute der Nachspielzeit auch noch einen Foulelfmeter der Franzosen wieder zurück. Beide Eingriffe waren korrekt.

"Wenn man nicht gewinnen kann, dann muss man zu Null spielen. Und wenn man gegen den französischen Meister 35 Minuten lang in Unterzahl spielt und einen Punkt holt, dann muss man zufrieden sein", sagte van Bommel. "Auch wenn wir keine Torchancen hatten: Auf dem Platz stand eine Mannschaft, bei der man sieht: Gegen die gewinnt man nicht so leicht." (dpa)

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