merken
Sport

Die wichtigsten Fragen zur Königsklasse

Die Champions League beginnt an diesem Dienstag. Der Titelverteidiger ist einer der Favoriten, aber der Ausgang auch wegen der Corona-Krise ungewiss.

Die Bayern hat die Champions League Ende August im Finale gegen Paris gewonnen. Jetzt geht es wieder los.
Die Bayern hat die Champions League Ende August im Finale gegen Paris gewonnen. Jetzt geht es wieder los. © dpa/Matthew Childs

Das Motto lautet: Hauptsache durchkommen! Über der Champions League im Fußball schwebt in ihrer 29. Saison wegen der Corona-Pandemie ständig das Damoklesschwert des Abbruchs. Dabei ist der Zeitplan so eng gestrickt wie noch nie: Bis Weihnachten sollen die sechs Spieltage in den Gruppen binnen acht Wochen gespielt werden. Das heißt für die Mannschaften aber auch, über Europa verteilt in Risikogebieten unterwegs zu sein. Was man vor dem Auftakt wissen muss – die wichtigsten Fragen und Antworten:

Welche Folgen hat die Corona-Krise?

Anzeige
Ich und mein Haus im Alter
Ich und mein Haus im Alter

Wer Wohneigentum besitzt, kann mit klugen Entscheidungen seinen Lebensabend entspannter gestalten. Hier geben Immobilien-Experten Auskunft:

Speziell in den führenden Nationen wird keine Stimmung aufkommen: Großbritannien hat gleich mal bis zum 1. März 2021 Besucher bei allen großen Sportveranstaltungen verboten. Spanien hat bis Jahresende jede Form von Publikum ausgeschlossen. Frankreich erlaubt bei Abendspielen in den Ballungszentren keine Zuschauer. Und auch in Deutschland drohen wieder Geisterspiele. So wird RB Leipzig am Dienstag gegen den türkischen Meister FK Basaksehir aus Istanbul nur vor 999 Zuschauern spielen. Wegen der rasch steigenden Infektionszahlen in und um Leipzig hatte das Gesundheitsamt am Montag diese Grenze empfohlen. Bis dahin waren 8.500 Besucher für die Heimspiele von RB in der Bundesliga zugelassen.

Das Virus macht auch vor Fußball-Stars nicht halt. Der fünfmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Juventus Turin war in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet worden. Sein Wiedersehen mit Lionel Messi und dem FC Barcelona in der Gruppe G am 28. Oktober ist fraglich. Bei Paris Saint-Germain haben die Weltstars Kylian Mbappé und Neymar ihre Infektion genauso überstanden wie der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan bei Manchester City. Bei Manchester United war Paul Pogba positiv getestet worden. Im Team von Trainer Jürgen Klopp beim FC Liverpool hatte Thiago das Virus.

Wie reagiert der europäische Verband?

Die Uefa hat einige Regelanpassungen vorgenommen. Bei einzelnen Fällen soll gespielt werden. Verlegungen sind erst vorgesehen, wenn einer Mannschaft weniger als 13 gemeldete Spieler zur Verfügung stehen. Kann zum Nachholtermin erneut eines der beiden Teams nicht antreten, wird die Partie mit 3:0 für den Gegner gewertet. Allerdings dürfen bei Corona-Fällen auch nach Ende der Meldefrist noch Spieler nachnominiert werden. Sollten bis zum 28. Januar 2021 nicht alle Spiele durchgezogen sein, entscheidet der Verband darüber, wer im Achtelfinale dabei sein darf.

Außerdem wird ein Spiel am grünen Tisch gegen das Heimteam gewertet, wenn es nicht rechtzeitig auf neue Einschränkungen seiner Regierung hinweist, die eine Austragung verhindern könnten. Darf der Gastverein nicht einreisen, müssen die Gastgeber einen neuen Spielort vorschlagen. Ein kurzfristiger Heimrechttausch ist dabei ebenso möglich wie eine Verlegung an einen neutralen Ort.

Wer sind die Favoriten?

Titelverteidiger Bayern München gehört wieder zu den heißesten Anwärtern auf die Trophäe. „Die Bayern sind ganz klar die Besten von allen“, sagt Diego Simeone, Trainer des ersten FCB-Gegners Atletico Madrid. Doch zwei deutsche Trainer wollen mit ausländischen Spitzenklubs am Münchner Thron rütteln: Klopp mit Liverpool und Thomas Tuchel mit Paris Saint-Germain. Zum erweiterten Kreis gehören Manchester City und Juventus Turin. Unklar ist die Leistungsstärke der spanischen Top-Klubs FC Barcelona und Real Madrid.

Für Leipzig wird es schwierig, die Gruppenphase zu überstehen. Paris war RB beim 0:3 im Halbfinale der Vorsaison deutlich unterlegen. Zudem ist Manchester United ein harter Brocken. Borussia Dortmund und Mönchengladbach setzen sich angesichts starker Konkurrenten Platz drei in der Gruppe und damit die Europa-League-Qualifikation als das Mindestziel.

Wo sind die Spiele zu sehen?

Weiterführende Artikel

Die neue Corona-Debatte im Fußball

Die neue Corona-Debatte im Fußball

Ein Profi von RB Leipzig fehlt nach positivem Test. Die Diskussion über Länderspiele und Zuschauer wird grundsätzlich.

„Wir sind Borderliner im positiven Sinne“

„Wir sind Borderliner im positiven Sinne“

Julian Nagelsmann geht in seine zweite Saison als Trainer von RB Leipzig und spricht über neue Erfahrungen und Ziele.

Der Pay-TV-Anbieter Sky zeigt zwölf Spiele der Gruppenphase mit deutscher Beteiligung live und bietet an allen Spieltagen eine Konferenz an. Die anderen zwölf Partien der Bundesligisten sowie alle übrigen Einzelspiele laufen beim Streamingdienst DAZN, der nach der Saison generell übernimmt. Im Free-TV gäbe es erneut lediglich ein Finale mit deutscher Beteiligung zu sehen. Sky beginnt seine Abschiedssaison am Dienstag mit Lazio Rom gegen Dortmund und zeigt am Mittwoch Bayern gegen Atletico Madrid. (mit sid, dpa, fh)

Mehr zum Thema Sport