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Gruppensieg perfekt: Eiskalte Bayern siegen im Schnee

Robert Lewandowski zaubert im Schnee, ein eiskalter FC Bayern zittert sich in Kiew zum Gruppensieg. Auch aus dem Lager der Impfskeptiker gibt es Positives.

Kingsley Coman (M) vom FC Bayern München feiert sein Tor zum 0:2 mit seinen Teamkollegen.
Kingsley Coman (M) vom FC Bayern München feiert sein Tor zum 0:2 mit seinen Teamkollegen. © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Von Marco Mader

Kiew. Julian Nagelsmann zog sich seine schwarzen Handschuhe aus und klatschte erleichtert mit Hasan Salihamidzic ab. Angeführt von Fußball-Künstler Robert Lewandowski hat sich ein eiskalter FC Bayern im Kiewer Kühlschrank auch mit einer Rumpftruppe zum 18. Mal auf Vorrunden-Platz eins in der Champions League gezittert. Und nicht nur das: Auch von den Impfskeptikern um Joshua Kimmich gab es Positives.

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Der gnadenlos effektive Rekordmeister setzte sich trotz widrigster Bedingungen mit 2:1 (2:0) bei einem aufmüpfigen Dynamo Kiew durch und bleibt zumindest in der Königsklasse makellos. Neben dem fünften Sieg im fünften Spiel, der am Ende gehörig wackelte, gab es nach all dem Corona-Wirbel auch abseits des schneebedecktem Rasens Erfreuliches: In Serge Gnabry und Jamal Musiala sind zwei der fünf Quarantäne-Profis offenbar inzwischen geimpft.

"Wir haben uns nur auf das Spiel konzentriert und die Nebensächlichkeiten an der Seite gelassen", sagte Kapitän Manuel Neuer bei DAZN: "Es war vielleicht nicht unser bester Auftritt, aber wir sind grundsätzlich top zufrieden." Nagelsmann meinte: "In Anbetracht der Umstände haben wir gut gebissen, es war ein wichtiger Sieg."

Weltfußballer Lewandowski (14.) und Kingsley Coman (42.) trafen sehenswert für die Münchner, die bei der Auslosung fürs Achtelfinale am 13. Dezember jetzt auf einen vermeintlich leichteren Gegner hoffen dürfen. Für den polnischen Ausnahmestürmer bedeutete sein neuntes Tor im laufenden Wettbewerb einen weiteren Rekord: Er traf als erster Spieler zum zweiten Mal im neunten Spiel nacheinander.

Einige Kiewer Konter brachten die Bayern-Serie von nun 21 Auswärtsspielen ohne Niederlage in der Champions League noch einmal in Gefahr. Doch mehr als der Anschluss von Denys Garmasch (70.) war nicht drin. "Das Gegentor war ein bisschen ärgerlich", gab Nagelsmann zu, "wir müssen insgesamt stabiler werden."

Erfreulich für den Trainer: Sein arg dezimierter Kader mit nur 15 Feldspielern wird sich bald auffüllen. Niklas Süle ist freigetestet. Zudem sollen mit Gnabry und Musiala zwei der fünf Spieler, die als Kontaktpersonen in Quarantäne sind, inzwischen geimpft sein. Auch Skeptiker Joshua Kimmich und Michael Cuisance erwägen nun angeblich diesen Schritt. Weder Nagelsmann noch Sportvorstand Salihamidzic wollten all dies kommentieren.

Ein Mitarbeiter entfernt vor dem Spiel Schnee vom Spielfeld im Kiewer Stadion.
Ein Mitarbeiter entfernt vor dem Spiel Schnee vom Spielfeld im Kiewer Stadion. © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Beim ukrainischen Meister musste Bayern auf neun (!) Spieler verzichten, sieben fehlten wegen Corona. Dann hatte es wenige Stunden vor Spielbeginn auch noch angefangen zu schneien. Der Rasen wurde nur notdürftig geräumt und bot keinen geeigneten Untergrund für das Münchner Kombinationsspiel. Kiew war nach Ballverlusten gefährlich.

Zudem störte ein Flitzer mit nacktem Oberkörper das Spiel (2.). Auch im Block der Bayern-Fans brach kurz Hektik aus, weil Teile des Dynamo-Anhangs offenbar die Konfrontation suchten.

Von all dem unbeeindruckt schlug "Lewa" bei erster Gelegenheit zu. Nach einem Querschläger stieg der Weltfußballer mit dem Rücken zum Tor hoch und versenkte per Aufsetzer ins rechte Toreck. Ein seltener Patzer von Kapitän Manuel Neuer, der nach einem Rückpass von Leon Goretzka über den Ball trat, brachte beinahe den Ausgleich - der linke Pfosten rettete den Kapitän (29.).

Coman, einer von vier Neuen in der Startelf nach dem peinlichen 1:2 in Augsburg, erhöhte nach schöner Kombination und Zuspiel von Corentin Tolisso sehenswert vom rechten Fünfereck. Neuer hielt Kiew mit einer starken Doppel-Parade (47.) auf Abstand.

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Die Bayern beschränkten sich bald auf Verwalten ihres Vorsprungs und kamen nur noch gelegentlich in gefährliche Räume. Nagelsmann leistete sich den Luxus, Lucas Hernandez, der den gesperrten Dayot Upamecano als Abwehrchef vertrat, und Coman recht früh auszuwechseln - und wurde bestraft. Garmasch glückte der erste (!) Dynamo-Treffer in der aktuellen Gruppenphase. (sid)

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