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Sport

RB gelingt Revanche gegen Paris

Nach dem Halbfinal-Aus in der Vorsaison gewinnen Leipzigs Rasenballer diesmal gegen Paris. Dabei begann auch die Partie am Mittwoch nicht erfolgversprechend.

Christopher Nkunku (l.) freut sich mit mit Nordi Mukiele (2.v.r.) und Willi Orban über seinen Treffer zum 1:1. PSG-Schlussmann Keylor Navas musste danach noch ein weiteres Mal hinter sich greifen.
Christopher Nkunku (l.) freut sich mit mit Nordi Mukiele (2.v.r.) und Willi Orban über seinen Treffer zum 1:1. PSG-Schlussmann Keylor Navas musste danach noch ein weiteres Mal hinter sich greifen. ©  dpa/Jan Woitas

Leipzig. Erschöpft, aber glücklich sanken die Spieler von RB Leipzig nach dem kräftezehrenden Duell auf den Rasen, Trainer Julian Nagelsmann klatschte strahlend seine Sieger ab. In Abwesenheit des Zauberduos Neymar/Kylian Mbappe hat sich RB bei Paris St. Germain revanchiert und Kurs auf die K.o.-Runde in der Königsklasse genommen. Die Leipziger gewannen die Neuauflage des Halbfinals der Vorsaison gegen den französischen Serienmeister mit 2:1 (1:1), der Druck im Rückspiel in drei Wochen liegt nun klar bei PSG.

78 Tage zuvor hatte Paris mit Trainer Thomas Tuchel dem Bundesligisten beim 0:3 noch eine Lehrstunde erteilt und den Traum vom Champions-League-Finale beendet. Diesmal fehlten die verletzten Neymar und Mbappe - trotzdem hatte Leipzig zunächst Probleme. Angel Di Maria erzielte bereits in der sechsten Minute den Führungstreffer für PSG, den Dayot Upamecano mit einem haarsträubenden Rückpass eingeleitet hatte.

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Nur zehn Minuten später verursachte Leipzigs indisponierter Abwehrchef einen Handelfmeter, den Peter Gulacsi aber gegen Di Maria parierte. Der bei PSG ausgebildete Christopher Nkunku (42.) und Emil Forsberg (57./Handelfmeter) drehten die Partie zugunsten der Leipziger, die zuletzt zweimal in Folge verloren hatten. PSG-Profi Idrissa Gueye sah in der 69. Minute nach wiederholten Foulspiel ebenso die gelb-rote Karte wie Presnel Kimpembe (90.+3).

Leipzig lief mit einer auf fünf Positionen veränderten Startelf auf, auf einen Stoßstürmer verzichtete Nagelsmann jedoch. Der RB-Coach setzte vorne auf flinke Techniker wie Forsberg und Dani Olmo und kündigte an, seine Spieler würden "mit dem Messer zwischen den Zähnen" agieren. Doch davon war Anfangs nur wenig zu sehen.

Schiedsrichter Szymon Marciniak aus Polen schaut sich die spielentscheidende Szene noch einmal auf dem Bildschirm an und entscheidet dann auf Elfmeter für Leipzig.
Schiedsrichter Szymon Marciniak aus Polen schaut sich die spielentscheidende Szene noch einmal auf dem Bildschirm an und entscheidet dann auf Elfmeter für Leipzig. ©  dpa/Jan Woitas

PSG war zunächst die bessere Mannschaft mit dem klareren Chancen. Vor allem Stürmer Moise Kean, der durch die Verletzungen von Neymar und Mbappe auflaufen durfte, bereitete der RB-Abwehr Probleme. Kean legte Di Marias Führungstor auf und holte den Handelfmeter heraus. Selbst der von Gulacsi gehaltene Strafstoß wirkte nicht als Weckruf für RB, das in der Offensive und Defensive zu fehlerhaft agierte und sich im Zweikampf gegen die abgezockten Pariser zu oft den Schneid abkaufen ließen.

PSG erzielte vor dem Halbzeitpfiff noch zwei Abseitstore und ließ eigentlich nichts zu - bis zur 42. Minute. Nach einem Querpass von Angelino traf Nkunku aus 20 Metern zum bis dahin schmeichelhaften Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Olmo sogar die Chance zum 2:1.

Nach dem Seitenwechsel kam Leipzig mit mehr Schwung aus der Kabine. Forsberg (53.) scheiterte zunächst mit einem Linksschuss, beim Handelfmeter, der RB nach Videobeweis zugesprochen worden war, zeigte sich der Schwede zielsicherer. Die Führung gab den Hausherren deutlich Rückenwind, Paris war dagegen spürbar verunsichert.

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Tuchel hatte im Vorfeld der Partie für Wirbel gesorgt, als er sich äußerst skeptisch über die Verlängerung seines auslaufenden Vertrages geäußert hatte. Man solle "nicht träumen, wenn man unter ständigem Beschuss steht", sagte der 47-Jährige: "Ich hatte eine Zeit lang diese naive Vision, dass der Trainer nach vier Titeln und einem Champions-League-Finale für eine Weile nicht in der Schusslinie stehen würde - es dauerte fünf Tage." (sid)

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