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Deutsche U21 steht im EM-Finale

Deutschlands U21 steht zum dritten Mal nacheinander im EM-Finale. Dort trifft die Mannschaft von Stefan Kuntz am Sonntag auf Portugal.

Die Spieler von Deutschland jubeln nach dem Spiel.
Die Spieler von Deutschland jubeln nach dem Spiel. © Marton Monus/dpa

Stefan Kuntz wollte seinen Matchwinner Florian Wirtz bei der langen Umarmung nach dem Final-Einzug gar nicht mehr loslassen. Deutschlands U21 greift nach der großen Tor-Show des Supertalents und einer nervenaufreibenden Schlussphase nach dem dritten EM-Titel. Die Auswahl von Trainer Kuntz zog am Donnerstag durch ein 2:1 (2:0) gegen die Niederlande zum dritten Mal in Serie in das Endspiel einer Europameisterschaft ein. "Wir haben ein wirklich tolles Spiel gezeigt", sagte Kuntz bei ProSieben. "Es ist alles aufgegangen."

Der 18-jährige Wirtz sorgte mit dem schnellsten Endrunden-Tor der Geschichte nach nur 29 Sekunden für einen perfekten Start der deutschen Mannschaft im Fußball-Klassiker und machte früh seinen Doppelpack perfekt (8. Minute). "Wir hatten einen super Matchplan, der ist in den ersten Minuten direkt aufgegangen. Es war unser Ziel, die Holländer zu überraschen", sagte der Fürther Verteidiger David Raum nach einem "geilen Sieg".

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Nach dem Anschluss von Perr Schuurs (67.) mussten Kuntz & Co. noch einmal mächtig zittern, doch es reichte fürs Finale. Gegen Portugal, das sich gegen Spanien 1:0 durchsetzte, soll am Sonntag (21.00 Uhr/ProSieben) in Ljubljana der dritte U21-Titel nach 2009 und 2017 folgen. "Es heißt nochmal alles reinschmeißen", sagte Raum.

Drittes Endspiel bei dritter Endrundenteilnahme für Kuntz

Gefeierter Mann des packenden Halbfinal-Abends in Szekesfehervar war Wirtz. Nachdem der Leverkusener bei der Europameisterschaftsvorrunde im März wegen der Nominierung in den Kreis der A-Nationalmannschaft fehlte, spielte er nun auf dem Weg der U21 in das Endspiel groß auf. Der seit seinem Debüt im Oktober mit damals 17 Jahren und 159 Tagen jüngste deutsche U21-Nationalspieler schockte die Niederländer früh nach feinem Zuspiel von Lukas Nmecha. Bis dahin waren 41 Sekunden des Tschechen David Rozehnal aus dem Jahr 2002 der Bestwert.

In seinem 50. Spiel als U21-Nationaltrainer huschte dem angespannten Kuntz nach dem schnellen 2:0 ein kurzes Lächeln über das Gesicht, das er selbst fast ein bisschen ungläubig hinter seiner Hand zu verbergen versuchte. Nach Pass von Ridle Baku dribbelte sich Wirtz durch und vollendete perfekt ins Eck. "Finale, oho", skandierten die deutschen Fans unter den insgesamt 1.573 Zuschauern schon früh, auch wenn sie später bangen mussten. Für Kuntz ist es bei seiner dritten Endrundenteilnahme das dritte Endspiel.

Die deutsche Mannschaft, die sich in einem Elfmeterkrimi gegen Dänemark in das Halbfinale gekämpft hatte, bot gegen den Favoriten Niederlande ihre beste Turnierleistung. Mergim Berisha hätte früh für weniger Spannung sorgen können, doch sein sehenswerter Freistoß aus 22 Metern klatschte gegen den Pfosten (20.). Wirtz hatte zeitig das 3:0 auf dem Fuß (33.).

68 Tage nach dem 1:1 im Gruppenspiel der beiden Teams steigerten sich die in der Qualifikation und Vorrunde so offensivstarken Niederländer nach dem Seitenwechsel. Der deutschen Elf fehlte nach kräftezehrenden Tagen defensiv phasenweise etwas der Zugriff, vorne hatte sie Pech. Berisha, der in der Champions-League-Saison viermal für Salzburg traf, scheiterte innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal am Pfosten (60.). "Mergim bekommt wahrscheinlich den goldenen Torpfosten der U21-EM", sagte Kuntz.

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Das verpasste 3:0 bestrafte Ajax-Profi Schuurs nach einer Freistoß-Hereingabe, als auch Keeper Finn Dahmen drei Tage nach seinen Elfmeter-Großtaten nicht gut aussah. Die Schlussphase wurde dann zur Nervenprobe - die die einsatzfreudige deutsche Elf mit Leidenschaft bestand. "Das war ein super Spiel von uns", sagte Abwehrspieler Nico Schlotterbeck. (dpa)

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