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EM: Dänemark verliert nach Eriksen-Schock

Der dänische Spieler Christian Eriksen muss auf dem Feld reanimiert werden. Mittlerweile ist er im Krankenhaus und bei Bewusstsein. Die Fußball-EM im Blog.

Der dänische Spieler Christian Eriksen musste im EM-Spiel gegen Finnland nach einem Zusammenbruch auf dem Feld reanimiert werden. Fans im Stadion waren schockiert.
Der dänische Spieler Christian Eriksen musste im EM-Spiel gegen Finnland nach einem Zusammenbruch auf dem Feld reanimiert werden. Fans im Stadion waren schockiert. © AP Pool

Die Fußball-EM 2021 - das Wichtigste in Kürze:

23.00 Uhr: Dänemark-Trainer Hjulmand nach Eriksen-Schock: "Könnte nicht stolzer auf Spieler sein"

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Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand hat bestätigt, dass es der Wunsch der Spieler war, die Partie trotz des Zusammenbruchs und der minutenlangen Reanimation ihres Kollegen Christian Eriksen noch am Samstagabend fortzusetzen. "Wir hatten zwei Optionen: Das Spiel fortzusetzen oder morgen um 12.00 Uhr zu spielen. Aber jeder wollte heute weiterspielen", sagte der frühere Bundesliga-Coach von Mainz 05 nach dem 0:1 gegen Finnland bei der Pressekonferenz.

Spieler beider Teams und auch ein Offizieller des dänischen Verbands berichteten am Abend, dass es Eriksens Wunsch gewesen sei, die Partie zu beenden. Hjulmand sprach aber noch von einem weiteren Argument: "Die Spieler waren sich sicher, heute nicht mehr schlafen zu können. Morgen zu spielen, hätte die Situation noch schwerer gemacht. So haben sie beschlossen, es hinter sich zu bringen. Das war ihre Entscheidung." Der Trainer nannte es "unglaublich, was meine Spieler geleistet haben. Ich könnte nicht stolzer auf meine Spieler sein".

Im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland war der 29 Jahre alte Eriksen von Inter Mailand kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Rasen zusammengebrochen und regungslos liegengeblieben. Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettende Maßnahmen ein. Eriksen wurde ins Krankenhaus transportiert, wo sich sein Zustand nach Angaben des dänischen Verbandes stabilisierte.

22.53 Uhr: Mitfavorit Belgien startet mit 3:0-Sieg gegen Russland

Belgien hat seine Mitfavoritenrolle bei der Fußball-Europameisterschaft eindrucksvoll untermauert. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martínez siegte am Samstagabend beim Co-Gastgeber Russland mit 3:0 (2:0) und stellte damit vor rund 30.000 Zuschauern in St. Petersburg die große eigene Klasse unter Beweis.

Zweimal Rekordtorjäger Romelu Lukaku (10. und 88. Minute) und der eingewechselte Dortmunder Thomas Meunier (34.) erzielten die Treffer für die Roten Teufel, die aus Verletzungsgründen noch auf Starspieler Kevin De Bruyne (Manchester City) und Dortmunds Axel Witsel verzichten mussten.

Die Belgier Thomas Meunier (l.) und Romelu Lukaku jubeln über das 3:0. Sie erzielten für ihre Mannschaft die Tore.
Die Belgier Thomas Meunier (l.) und Romelu Lukaku jubeln über das 3:0. Sie erzielten für ihre Mannschaft die Tore. © dpa

21.55 Uhr: Belgiens Lukaku denkt bei Torjubel an Eriksen - "Chris, I love you"

Stürmerstar Romelu Lukaku hat nach seinem Führungstor für die belgische Fußball-Nationalelf im EM-Vorrundenspiel gegen Russland am Samstagabend seinen kollabierten Klubkollegen Christian Eriksen gegrüßt. "Chris, stay strong. I love you", rief Lukaku in eine TV-Kamera, nachdem er für die Belgier in St. Petersburg in der zehnten Minute zum 1:0 getroffen hatte. Lukaku und Eriksen spielen beim italienischen Meister Inter Mailand zusammen.

Dänemarks Mittelfeldstar Eriksen war in der Auftaktpartie der Gruppe B gegen Finnland früher am Abend zusammengebrochen und regungslos liegen geblieben. Sofort herbeigerufene Helfer hatten lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Der dänische Verband gab später vorsichtige Entwarnung, nachdem Eriksen nach minutenlanger Behandlung aus dem Stadion und ins Krankenhaus gebracht worden war.

Der 29-Jährige sei "wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus", schrieb der Verband bei Twitter. Die Partie wurde um 20.30 Uhr wieder angepfiffen, nach Angaben der Europäischen Fußball-Union auf Wunsch beider Mannschaften. Dänemark verlor das Spiel mit 0:1 (0:0).

21.30 Uhr: Dänemark verliert nach Schock um Eriksen gegen Finnland

Dänemark hat die nach dem Kollaps von Fußball-Star Christian Eriksen für über eineinhalb Stunden unterbrochene EM-Vorrundenpartie gegen Finnland verloren. Die Partie in der Gruppe B am Samstagabend in Kopenhagen endete 0:1 (0:0) aus Sicht der Gastgeber. Der in der abgelaufenen Saison von Bayer Leverkusen an Union Berlin ausgeliehene Joel Pohjanpalo traf in der 60. Minute.

Die Partie wurde um 20.30 Uhr wieder angepfiffen, nach Angaben der Europäischen Fußball-Union Uefa auf Wunsch beider Mannschaften. Eriksen soll via Facetime Kontakt zu seinen Mitspielern gehabt haben und sie dazu aufgefordert haben, weiterzuspielen.

Der Finne Joel Pohjanpalo (vorne) erzielt per Kopfball den Treffer zum 0:1 gegen Torhüter Kasper Schmeichel. Der Treffer und der Sieg Finnlands sind an diesem Tag aber nebensächlich.
Der Finne Joel Pohjanpalo (vorne) erzielt per Kopfball den Treffer zum 0:1 gegen Torhüter Kasper Schmeichel. Der Treffer und der Sieg Finnlands sind an diesem Tag aber nebensächlich. © Getty Pool/AP

21.07 Uhr: Deutsche Nationalmannschaft wünscht Eriksen "gute Besserung"

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat dem dänischen EM-Spieler Christian Eriksen gute Besserung gewünscht. Der DFB veröffentlichte am Samstagabend ein Foto aus dem EM-Quartier, das die Spieler um Kapitän Manuel Neuer, den Trainerstab um Joachim Löw und Team-Direktor Oliver Bierhoff vor einem großen Bildschirm zeigt, auf dem Eriksen noch im spielerischen Einsatz zu sehen ist.

"Lieber @ChrisEriksen8, wir sind in Gedanken bei Dir und wünschen Dir GUTE BESSERUNG", lautete die zugehörige Twitter-Botschaft. Auf dem Bild zeigen alle aus dem DFB-Tross mit dem Daumen nach oben. In der EM-Vorbereitung hatte die deutsche Mannschaft in Innsbruck noch gegen die Dänen ein Testspiel absolviert. Eriksen war beim 1:1 am 2. Juni im Tivoli-Stadion auch mit dabei und kam für Dänemark zum Einsatz.

20.50 Uhr: Dänen-Team hat mit Eriksen gesprochen - "Spielen für Christian"

Der kollabierte Dänemark-Star Christian Eriksen ist nach Angaben des dänischen Fußballverbandes wohlauf. "Wir haben Kontakt mit ihm gehabt, und die Spieler haben auch mit Christian gesprochen. Das ist die erfreuliche Nachricht. Es geht ihm zum Glück gut, und die Spieler spielen die Begegnung für Christian", sagte der Fußball-Direktor des dänischen Verbandes DBU, Peter Møller, am Samstagabend dem Rundfunksender DR.

Eriksens Agent Martin Schoote sagte im niederländischen Radio, er habe kurz mit dem Vater des Inter-Mailand-Profis gesprochen, der ihm gesagt habe, dass Eriksen atmen und sprechen könne. "Das sind die Nachrichten, die ich im Moment habe, und über die wir froh sind."

Die Mannschaft von Dänemark steht zusammen. Nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen wollte sie das Spiel auch auf Eriksen Wunsch fortsetzen.
Die Mannschaft von Dänemark steht zusammen. Nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen wollte sie das Spiel auch auf Eriksen Wunsch fortsetzen. © Getty Pool/AP

20.40 Uhr: ZDF überträgt Belgien-Russland auf zdf.de und auf ZDF-Info

Das EM-Vorrundenspiel zwischen Belgien und Russland wird im Internet auf zdf.de sowie auf ZDF-Info übertragen. Das gab das ZDF soeben über Twitter bekannt. Das Spiel sollte eigentlich im Hauptprogramm des ZDF übertragen werden, aber das 18-Uhr-Spiel zwischen Dänemark und Finnland musste aufgrund eines Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen für eineinhalb Stunden unterbrochen werden.

Eriksen war in der 43. Minute zusammengebrochen und musste auf dem Rasen wiederbelebt werden. Der dänische Verband gab später vorsichtige Entwarnung. Eriksen sei "wach", teilte er über Twitter mit.

20.31 Uhr: Unterbrochenes EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland fortgesetzt - Eriksen soll sich Fortsetzung via Facetime gewünscht haben

Die nach dem Zusammenbruch von Fußball-Star Christian Eriksen für über eineinhalb Stunden unterbrochene EM-Vorrundenpartie zwischen Dänemark und Finnland ist um 20.30 Uhr fortgesetzt worden. Beide Mannschaften waren zuvor unter großem Jubel der Zuschauer im Kopenhagener Parken Stadion auf den Rasen zurückgekehrt, die dänischen Profis hatten teils Tränen in den Augen. Nach Angaben der Europäischen Fußball-Union Uefa erfolgte die Fortsetzung des Spiels auf Wunsch der Spieler.

Eriksen war in der 43. Minute kollabiert und regungslos auf dem Rasen liegen geblieben. Sofort herbeigerufene Helfer hatten lebensrettenden Maßnahmen eingeleitet. Der dänische Verband gab später vorsichtige Entwarnung, nachdem Eriksen nach minutenlanger Behandlung direkt aus dem Stadion gebracht worden war. Eriksen sei "wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus", schrieb der Verband bei Twitter.

Nach unbestätigten Medienberichten zufolge soll Christian Eriksen via Facetime seine Mitspieler dazu aufgefordert haben, weiterzuspielen.

20.25 Uhr: Belgien gegen Russland wird planmäßig um 21.00 Uhr angepfiffen

Das Vorrundenspiel der Fußball-EM zwischen Belgien und Russland wird trotz des Kollaps von Dänemarks Christian Eriksen planmäßig am Samstagabend um 21.00 Uhr angepfiffen. Dies teilte die Europäische Fußball-Union Uefa vor der Begegnung in St. Petersburg am Samstagabend mit. Der dänische Topspieler war zuvor beim Spiel gegen Finnland zusammengebrochen und regungslos auf dem Boden gelegen. Das Spiel wurde daraufhin unterbrochen.

Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettenden Maßnahmen ein, es war zu sehen, wie Sanitäter eine Herzmuskelmassage durchführten. Erst Minuten später wurde Eriksen auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen geschockten Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions gefahren. "Christian Eriksen ist wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus", hieß es vom dänischen Fußballverband. Das Spiel der Dänen gegen Finnland soll um 20.30 Uhr fortgesetzt werden.

20.06 Uhr: Spiel zwischen Dänemark und Finnland wird fortgesetzt

Das EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland wird auf Wunsch beider Mannschaften gegen 20.30 Uhr fortgesetzt. Das gab der Stadion-Sprecher im Parken-Stadion soeben bekannt. Wie der europäische Fußballverband Uefa über Twitter mitteilt, sollen zunächst die letzten vier Minuten der ersten Halbzeit gespielt werden, danach folgt eine fünfminütige Halbzeitpause, ehe die zweite Halbzeit beginnt.

19.55 Uhr: Bundespräsident Steinmeier besorgt über Dänen-Star Eriksen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Dänemark-Besuch mit Betroffenheit auf den Zusammenbruch des dänischen Fußballstars Christian Eriksen (29) beim EM-Spiel gegen Finnland reagiert. Steinmeier sah den Zwischenfall in der ersten Halbzeit am Samstagabend am Fernseher im Hotel in Kolding, unmittelbar bevor er die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zum Abendessen traf.

Die dänische Delegation zeigte sich schockiert von dem Vorfall. Auch Frederiksen äußerte sich besorgt und warb um Verständnis, dass die Delegation sich fortwährend auf dem Laufenden halten werde.

Auch die finnische Regierungschefin Sana Marin hat ihre Solidarität mit dem Dänen zum Ausdruck gebracht. "Unsere Gedanken sind jetzt bei Christian Eriksen", schrieb die Ministerpräsidentin unmittelbar nach dem Vorfall auf Twitter. Dazu stellte sie Emoticons von einem Herz und einer Dänemark-Flagge. Kurz zuvor hatte Marin noch ein Foto von sich im Finnen-Trikot gepostet.

Eriksen war bei dem Spiel kollabiert und wurde ins Krankenhaus gebracht. Das Spiel wurde wegen des "medizinischen Notfalls" unterbrochen, wie die Europäische Fußball-Union Uefa mitteilte. Kurz darauf hieß es vom dänischen Verband, Eriksen sei "wach".

Die dänischen Spieler zeigen nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen Emotionen.
Die dänischen Spieler zeigen nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen Emotionen. © AP Pool

19.40 Uhr: Christian Eriksen ist bei Bewusstsein

Wie der dänische Fußballverband über Twitter mitteilt, ist der dänische Fußballspieler Christian Eriksen wach und für weitere Untersuchungen im Reichskrankenhaus in Kopenhagen. Er war im EM-Vorrundenspiel gegen Finnland plötzlich zusammengebrochen und musste auf dem Platz wiederbelebt werden.

Später wurde Eriksen auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen geschockten Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions in Kopenhagen gefahren.

19.34 Uhr: Eriksen im Krankenhaus - noch keine Entscheidung über Abbruch

Der dänische Fußball-Star Christian Eriksen ist nach seinem Zusammenbruch im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland ins Krankenhaus gebracht worden. Sein Zustand sei "stabilisiert" worden, teilte die Europäische Fußball-Union Uefa mit, ohne genauere Angaben zu dem 29-Jährigen zu machen. Eriksen war kurz vor der Halbzeitpause auf dem Rasen ohne Gegnereinwirkung kollabiert und regungslos liegen geblieben.

Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettenden Maßnahmen ein. Es war zu sehen, wie Sanitäter eine Herzmuskelmassage durchführten. Erst Minuten später wurde Eriksen auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen geschockten Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions gefahren.

Nach Uefa-Angaben soll um 19.45 Uhr über das weitere Vorgehen mit der Partie informiert werden.

19.15 Uhr: ZDF und Magenta-TV unterbrechen Übertragung

Nach dem Zusammenbruch des dänischen Spielers Christian Eriksen haben die TV-Sender ZDF und Magenta-TV ihre Übertragungen unterbrochen. Der Spieler von Inter Mailand kollabierte während der Partie und blieb regungslos liegen. Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettenden Maßnahmen ein - die dänischen Spieler versammelten sich teils den Tränen nahe um ihren Mitspieler, auch Eriksens Freundin eilte auf den Rasen. Das Spiel wurde wegen des "medizinischen Notfalls" unterbrochen, wie die Europäische Fußball-Union Uefa mitteilte.

Es war zu sehen, wie Sanitäter eine Herzmuskelmassage durchführten. Über den genauen Zustand des 29-Jährigen war zunächst nichts bekannt. Das Spiel wurde unterbrochen, Eriksen wurde auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions gefahren.

Die Zuschauer, Trainer, Spieler - viele schlugen die Hände vor das Gesicht. Im Stadion wurde es zeitweise still, nachdem es zuvor beim ersten Auftritt der dänischen Mannschaft in Kopenhagen sehr stimmungsvoll zugegangen war. "Bitte bleiben Sie auf ihren Sitzen, bis es weitere Informationen gibt", sagte der Stadionsprecher durch.

Die Aktion passierte in der 43. Minute ohne gegnerische Einwirkung. Nach gut zehn Minuten verließen die finnischen Spieler den Rasen. «Das ist eine Situation, die ist Wahnsinn ohne Worte. Wir hoffen einfach nur das Beste», sagte Ex-Nationalspieler Christoph Kramer im ZDF. "Ich bin wie in Schockstarre, mir fehlen die Worte und mir fehlen die Worte eigentlich nie. Das sind Szenen, die habe ich noch nie erlebt."

Dänische Spieler bilden einen Sichtschtz um ihren Mannschaftskameraden Christian Eriksen, der von Sanitätern während des Spiels versorgt wird.
Dänische Spieler bilden einen Sichtschtz um ihren Mannschaftskameraden Christian Eriksen, der von Sanitätern während des Spiels versorgt wird. © Getty Pool/AP

19.04 Uhr: Dänemark gegen Finnland ist unterbrochen

Das Spiel zwischen Dänemark und Finnalnd ist unterbrochen. Das gab die Uefa via Twitter bekannt. Grund dafür ist der Zusammenbruch des dänischen Spielers Christian Eriksen, der musste unter dem Sichtschutz seiner Mitspieler wiederbelebt werden. Nach Kicker-Informationen gaben die Ärzte einen "Daumen hoch". Die Zuschauer werden gebeten auf den Plätzen zu bleiben.

18.55 Uhr: Dänemark gegen Finnland vor Abbruch - Eriksen bricht auf dem Feld zusammen

Das EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland steht vor dem Abbruch. Kurz vor der Halbzeitpause ist der dänische Mittelfeldspieler Christian Eriksen auf dem Feld zusammengebrochen und musste anschließend von Rettungskräften wiederbelebt werden. Nähere Informationen zum Gesundheitszustand sind noch nicht bekannt.

Das Spiel zwischen Dänemark und Finnland steht nach einem plötzlichen Zusammenbruch von Christian Eriksen vor dem Abbruch.
Das Spiel zwischen Dänemark und Finnland steht nach einem plötzlichen Zusammenbruch von Christian Eriksen vor dem Abbruch. © Getty Pool/AP

17.00 Uhr: Schweiz vergibt EM-Auftaktsieg

Die Schweiz hat in ihrem ersten Spiel der Fußball-Europameisterschaft einen Sieg verschenkt. Die Eidgenossen kamen trotz Führung am Samstag in Baku nicht über ein 1:1 (0:0) gegen Außenseiter Wales hinaus. Breel Embolo vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hatte die Schweizer in der 49. Minute per Kopf in Führung gebracht. Für Wales sorgte Kieffer Moore (74.) ebenfalls per Kopf für das 1:1 und den Punktgewinn. Durch das Remis bleibt Italien unangefochten Erster der Gruppe A nach dem 3:0 im Auftaktspiel am Vortag gegen die Türkei.

16.05 Uhr: Nutzer klagen über Störung bei Magenta TV

Erstmals wurde am Samstag ein EM-Spiel nicht bei den Öffentlich-Rechtlichen übertragen, sondern bei dem Bezahlsender Magenta TV. Doch die Premiere lief nicht wirklich glatt. Viele Nutzer klagten in den Sozialen Netzwerken am Samstag über Störungen. Sie bekamen eine Fehlermeldung zu sehen - offenbar weil die Server der Telekom-Tochter überlastet waren. Auch auf "allestörungen.de" schnellten die Fehlermeldungen bereits vor Start der Partie zwischen Wales und der Schweiz in die Höhe.

14.10 Uhr: Stadion wohl nicht voll: Wenige Fans vor dem ersten EM-Spiel in Baku

Eigentlich könnten in Baku mehr als 30.000 Fußballfans die EM-Spiele im Stadion verfolgen - die Stadt am Kaspischen Meer zählt zu den Ausrichtern, die vergleichsweise viele Zuschauer zulassen. Beim ersten Spiel in Aserbaidschan bei diesem Turnier am Sonnabend zwischen Wales und der Schweiz (15 Uhr/Magenta-TV) wird das Kontingent aber wohl bei weitem nicht ausgeschöpft werden. Laut dem europäischen Fußballverband Uefa waren am Vortag des Spiels rund 10.000 Tickets verkauft.

Nur wenige Fans der beiden Mannschaften haben die Reise angetreten, die beispielsweise für die Waliser mit einer langen Quarantäne nach der Rückkehr verbunden ist. Die Musikgruppen, die auf dem Weg zum Stadion trommelten, hatten kaum Publikum. Auch in der Stadt waren nicht viele Fans mit walisischen oder Schweizer Trikots unterwegs.

Für viele einheimische Fußballfans sind die Eintrittskarten, die zwischen 60 Manat (rund 29 Euro) und 250 Manat (rund 121 Euro) kosten, zu teuer. Bei den beiden Gruppenspielen der Türkei in Baku, werden aufgrund der Nähe und der Sympathien, die viele Menschen in Aserbaidschan für die Türkei hegen, dagegen deutlich mehr Zuschauer erwartet.

Baku ist als Spielort der Fußball-Europameisterschaft umstritten. Der Uefa ist die Kritik egal. Sie verbeugt sich wieder einmal vor dem Regime in Aserbaidschan.

11.25 Uhr: Partie am Nachmittag nicht bei ARD oder ZDF

Mit drei Spielen nimmt die Fußball-EM nach dem 3:0-Sieg Italiens im Eröffnungsspiel gegen die Türkei an diesem Samstag so richtig Fahrt auf. Gespielt wird nach dem Auftakt am Freitagabend in Rom am zweiten Tag in Baku, Kopenhagen und St. Petersburg. Dort greifen die als Weltranglisten-Erster wieder einmal hoch gehandelten Belgier ins Turnier ein.

Um 15 Uhr tritt im zweiten Spiel in Gruppe A Wales gegen die Schweiz an. Wer das Spiel bei ARD oder ZDF sehen möchte, sucht jedoch vergeblich. Die Partie wird ausschließlich beim Telekom-Portal Magenta TV übertragen. Damit zeigt erstmals in Deutschland ein Bezahlsender exklusiv ein Spiel einer Fußball-Europameisterschaft.

Die Partien am Abend werden neben Magenta TV im ZDF übertragen. Um 18 Uhr spielt Dänemark gegen Finnland und um 21 Uhr Belgien gegen Russland.

Jessy Welmer und Bastian Schweinsteiger, TV-Experte der ARD, moderierten den Auftakt zur EM.
Jessy Welmer und Bastian Schweinsteiger, TV-Experte der ARD, moderierten den Auftakt zur EM. © dpa

11.17 Uhr: Eröffnungsspiel: Weniger TV-Zuschauer als bei EM 2016

Die erste Partie der Fußball-Europameisterschaft hat deutlich weniger TV-Zuschauer erreicht als das Eröffnungsspiel der vorherigen EM. Durchschnittlich 9,83 Millionen sahen am Freitagabend den 3:0-Sieg Italiens gegen die Türkei in der ARD und sorgten nach Angaben des Senders für einen Marktanteil von 36,9 Prozent. Die Übertragung war damit Quotensieger des Tages und die bisher erfolgreichste Sportsendung des Jahres, blieb jedoch deutlich hinter den Werten der EM 2016 in Frankreich. Das Spiel des Gastgebers gegen Rumänien hatten damals durchschnittlich 15,473 Millionen Menschen im ZDF gesehen. Der Marktanteil lag bei 50,0 Prozent.

Die EM-Vorberichterstattung der ARD schauten am Freitag 5,10 Millionen (Marktanteil 22,6 %). Nach dem Eröffnungsspiel schalteten die meisten Zuschauer ab, nur noch 1,71 Millionen (12,9 %) wollten den "Sportschau-Club" sehen.

8.58 Uhr: Auftakt steigert EM-Lust beim DFB-Team

Als sich Kapitän Manuel Neuer und seine Kollegen auf den großen Bildschirmen im EM-Basiscamp in Herzogenaurach bei schönem Sommerabend-Wetter die Eröffnung in Rom und die Drei-Tore-Show der Italiener gegen die Türkei anschauten, dürften viele Gedanken schon Richtung Dienstag gewandert sein. Dann steigt auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich in das Turnier ein. "Bis zum Auftaktspiel müssen wir jetzt noch an ein paar Sachen schrauben", sagte Mittelfeld-Organisator Toni Kroos zu den letzten drei Trainingstagen vor dem Knaller-Start in München.

Am Samstagvormittag geht es mit dem Üben und Verfeinern im Adi-Dassler-Stadion von Herzogenaurach weiter. Dann berichten Marcus Sorg, der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, und Champions-League-Sieger Timo Werner vom FC Chelsea bei der DFB-Pressekonferenz über Neuigkeiten und Befinden im Team. Erwartet werden auch neue Informationen über die Schwere der Knieverletzung beim Gladbacher Jonas Hofmann.

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff sieht die Mannschaft bereit für die Herausforderung. "In den Trainingseinheiten sieht man den Einsatz. Alle Spieler gehen aber kollegial und respektvoll miteinander um. Jeder versucht, seine Akzente im Training zu setzen", berichtete Bierhoff.

Löws erste Elf steht grundsätzlich, für eine Überraschung aber ist der Bundestrainer auch bei seiner letzten DFB-Mission immer gut. "Der Trainer muss die Entscheidungen treffen. Aber es ist schon so, dass er sich Leute mit ins Boot holt", berichtete Rio-Weltmeister Kroos vom Austausch mit Löw. "So versucht er, sich ein Gefühl aus der Mannschaft zu holen und seine Idee zu verfeinern." Viel Zeit dafür bleibt nicht mehr.

Fußball-EM 2021: Das war der Auftakt

22.51 Uhr: Italien gewinnt Auftaktspiel gegen Türkei 3:0

Die italienische Nationalmannschaft hat das Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft klar gewonnen. Der Mit-Gastgeber besiegte die Türkei am Freitagabend in Rom 3:0 (0:0). Nach der Führung durch ein Eigentor von Merih Demiral in der 53. Minute erhöhten der frühere Dortmunder Ciro Immobile (66.) und Lorenzo Insigne (79.).

Die anderen beiden Gruppengegner Wales und Schweiz treffen an diesem Sonnabend in Baku aufeinander. Die deutsche Auswahl startet am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich in die paneuropäische EM.

Bitterer Moment für die Türkei: Merih Demiral (r) erzielt das Eigentor zum 0:1.
Bitterer Moment für die Türkei: Merih Demiral (r) erzielt das Eigentor zum 0:1. © LaPresse/AP

21.04 Uhr: Erste paneuropäische Fußball-EM mit Show eröffnet

Nach der Eröffnungsfeier in Rom rollt nun bei der ersten paneuropäischen Fußball-Europameisterschaft der Ball. Auftritten von Andrea Bocelli sowie U2-Sänger Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix folgte am Freitagabend im Olympiastadion der Anpfiff des ersten Vorrundenspiels zwischen Italien und der Türkei. Noch steht es 0:0.

Nach klassischen Klängen von Tenor Bocelli, der viel Applaus bekam, präsentierten Bono, sein langjähriger Weggefährte The Edge und Martin Garrix den offiziellen EM-Song „We Are The People“. Wie schon zuletzt im Finale der Champions League in Porto verwandelte sich das Stadion, durch das noch Rauchschwaden des vorangegangenen Feuerwerks zogen, zumindest für die TV-Zuschauer digital in blau und weiß, dargestellt wurde dabei unter anderem der Siegerpokal für den Europameister. Zuvor erinnerten 24 überdimensionale Bälle in den entsprechenden Landesfarben an die 24 teilnehmenden Nationen.

Nach Auftritten von Andrea Bocelli sowie U2-Sänger Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix spielt am Freitagabend im Olympiastadion Italien und die Türkei.
Nach Auftritten von Andrea Bocelli sowie U2-Sänger Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix spielt am Freitagabend im Olympiastadion Italien und die Türkei. © dpa/Matthias Balk

Als EM-Botschafter begrüßten die einst in Rom aktiven Ex-Nationalspieler Francesco Totti und Alessandro Nesta die Zuschauer. Insgesamt 25 Prozent der Plätze im Olympiastadion durften bei der ersten Partie besetzt sein, 15.948 Zuschauer waren erlaubt. Erwartet wurden rund 7.000 italienische Fans und etwa 3.000 Unterstützer der türkischen Mannschaft aus ganz Europa.

Schon Stunden vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels hatten sich Hunderte Fans ins historische Zentrum Roms aufgemacht. An den beliebten Plätzen und Touristenattraktionen der Stadt waren am Nachmittag zahlreiche rotgekleidete Türkei-Fans zu sehen, die dort Fotos machten und ihre Landesfahne hoch hielten. Auch vor den Stadion versammelten sich am Abend schon lange vor Spielbeginn zahlreiche Fans beider Mannschaften. Die Stimmung war friedlich und ausgelassen.

Vor dem Olympiastadion in Rom feiern vor allem türkische Fans. In einer Stunde wird das Auftaktspiel zwischen der Türkei und Italien angepfiffen.
Vor dem Olympiastadion in Rom feiern vor allem türkische Fans. In einer Stunde wird das Auftaktspiel zwischen der Türkei und Italien angepfiffen. © dpa/Cecilia Fabiano

Vor allem die von weiter weg angereisten Fans genossen bereits den Tag über die Stimmung und das gute Wetter in der italienischen Hauptstadt. Bei fast 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein stiegen einige die berühmte Spanische Treppe hoch, posierten vor dem Trevi-Brunnen oder kickten bereits auf der berühmten Piazza del Popolo.

In Rom sind insgesamt vier Spiele geplant, davon ein Viertelfinale. Die Stadt hat im historischen Zentrum an mehreren Plätzen Leinwände aufgebaut, auf denen Spiele übertragen werden. An der Piazza del Popolo, dem nördlichen Ende der Flanier- und Shoppingmeile Via del Corso, ist das zentrale Fanfest geplant.

20.20 Uhr: Bierhoff: Kein deutscher Spieler zweimal geimpft

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich insgesamt zufrieden mit dem Stand der Corona-Impfungen rings um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Start geäußert. Von den Spielern ist allerdings bislang noch keiner zweimal geimpft, wie Bierhoff am Freitagabend bei Magenta-TV sagte.

Teilweise seien die Spieler einmal geimpft, bei einigen Genesenen sei keine Impfung mehr notwendig. Viele Betreuer seien zweimal geimpft worden. Die DFB-Auswahl startet am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich in das paneuropäische Turnier.

20.00 Uhr: Italien und Türkei ohne große Überraschungen ins EM-Eröffnungsspiel

Die Türkei und Italien vertrauen im Eröffnungsspiel der Fußball-EM auf bewährte Anfangsformationen. Sowohl Italiens Coach Roberto Mancini als auch sein türkischer Kollege Senol Günes verzichten in der Partie am Freitagabend (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) im Olympiastadion Rom auf große Überraschungen. Mancini bietet die Startformation auf, die im letzten EM-Testspiel mit 4:0 gegen Tschechien gewonnen hatte. Auch Günes vertraut seiner zuletzt eingespielten Startformation um Sturm-Routinier Burak Yilmaz.

Die Türkei geht zudem mit den Ex-Bundesligaprofis Caglar Söyüncü und Hakan Calhanoglu in die Partie. Kenan Karaman von Fortuna Düsseldorf läuft im Auftaktspiel des Turniers ebenfalls von Beginn an auf. Bei den Italienern fehlt wie erwartet noch Mittelfeld-Regisseur Marco Verratti nach seiner Knieverletzung. Er wird im linken Mittelfeld von Manuel Locatelli vertreten. In der Innenverteidigung setzt Mancini auf die Routiniers Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci, im Angriff erhält der Ex-Dortmunder Ciro Immobile das Vertrauen.

17.14 Uhr: Viele Fans im Zentrum Roms vor EM-Anpfiff

Vor dem Eröffnungsspiel der Europameisterschaft zwischen der Türkei und Italien haben sich hunderte Fans ins historische Zentrum Roms aufgemacht. An den beliebten Plätzen und Touristenattraktionen der Stadt waren am Freitagnachmittag zahlreiche rotgekleidete Türkei-Fans zu sehen, die dort Fotos machten und ihre Landesfahne hoch hielten.

„Von den Italien-Anhängern ist noch nicht so viel zu sehen“, sagte ein Türkei-Fan der Deutschen Presse-Agentur. Er und seine Freunde hätten türkische Fans aus Frankreich und Österreich getroffen, sie selbst kämen aus Berlin.

Bei fast 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein stiegen einige die berühmte Spanische Treppe hoch, posierten vor dem Trevi-Brunnen oder kickten bereits auf der berühmten Piazza del Popolo. Bis zum Nachmittag war die Lage in der Stadt in Bezug auf die Fußballfans friedlich geblieben, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte. Die Lage sei ruhig, es habe keine relevanten Einsätze gegeben.

17.04 Uhr: Dänemarks Nationalmannschaft singt eigenen EM-Song

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft hat gemeinsam mit der Band Alphabeat einen eigenen EM-Song herausgebracht. Er spielt mit der Nostalgie der Fußballfans: Der Slogan vom „Danish Dynamite“ erinnert an den Titel-Gewinn 1992 und damit an die glorreichsten Tagen des dänischen Fußballs.

Früher warfen sportliche Großereignisse lediglich ihre Schatten voraus, irgendwann wurden sie begleitet von jeder Menge Songs, vor allem, wenn es sich um Fußball-Welt- und Europameisterschaften handelt. Über zwei Dekaden existierte sogar ein musikhistorisches Phänomen: die singende Nationalmannschaft. Diese Darbietungsform von Fußballliedern erfreute sich vor etlichen World Cup-Turnieren einer gewissen Popularität. Aber wie klingt der Fußball heute? Eine Betrachtung kurz vorm Anpfiff.

16.43 Uhr: Deutscher Schiedsrichter leitet EM-Partie Niederlande gegen Ukraine

Schiedsrichter Felix Brych bekommt schon am Auftakt-Wochenende seinen ersten Einsatz bei der Fußball-Europameisterschaft. Die UEFA hat den 45 Jahre alten Münchner mit der Leitung der Vorrundenpartie Niederlande gegen Ukraine am Sonntag (21.00 Uhr/ARD) in Amsterdam betraut. Für Brych ist es die zweite EM-Teilnahme nach 2016. Zweiter deutscher Referee bei der Euro ist Neuling Daniel Siebert.

16.30 Uhr: UEFA entschädigt Bilbao mit Finals und 1,3 Millionen

Die von der UEFA als EM-Spielort gestrichene spanische Stadt Bilbao erhält von der Europäischen Fußball-Union nach eigenen Angaben als Entschädigung für diese Maßnahme zwei Endspiele und 1,3 Millionen Euro.

Die baskische Metropole werde in den nächsten Jahren Schauplatz eines Europa-League-Finales sowie auch eines Endspiels der Champions League der Frauen sein, teilte Bürgermeister Juan Mari Aburto am Freitag auf Twitter mit. Nach Angaben der Stadt soll es sich jeweils um die Endspiele der Jahre 2024 sowie 2025 handeln. Die UEFA war für eine Stellungnahme angefragt.

Die 1,3 Millionen Euro entsprechen unterdessen nach Angaben des Politikers dem Betrag, der von Bilbao ausgegeben wurde, um die Europameisterschaft vorzubereiten. Die baskische Stadt, in der vier Spiele stattfinden sollten, war ebenso wie Dublin vor etwa sechs Wochen als EM-Spielort gestrichen worden, weil sich beide Städte im Gegensatz zu anderen Gastgeber-Orten wegen der Pandemie nicht dazu verpflichten wollten, Zuschauer in den Stadien zuzulassen. Für das Stadion San Mames sprang in Spanien die andalusische Hauptstadt Sevilla ein.

16.23 Uhr: Kniefall-Debatte: Schottlands Team solidarisiert sich mit Englands

Nach einer kontroversen Debatte um den Protest von Fußballspielern gegen Rassismus will sich Schottlands Nationalteam mit der Auswahl Englands solidarisieren. Im Gruppenspiel am 18. Juni im Londoner Wembley-Stadion werde man gegen Ignoranz und in Solidarität auf die Knie gehen, teilten Kapitän Andy Robertson und Trainer Steve Clarke am Freitag mit. Schottlands Verband hatte am Vortag mitgeteilt, dass der gesamte Kader und der Stab bei der EM gemeinsam stehend ein Zeichen gegen Rassismus setzen würden.

Diese Entscheidung wurde nun für das England-Spiel relativiert. Nachdem das abgesteckte Vorgehen politisiert worden und missinterpretiert worden sei, habe man noch einmal als Gruppe überlegt, wie man damit umgehe, erklärte Clarke. Man verurteile die Fehlinterpretationen.

Angesichts der Ereignisse rund um die englische Nationalmannschaft werde man aber vor dem Spiel in die Knie gehen, um Solidarität mit dem englischen Team zu zeigen, sagte der 57 Jahre alte Trainer. Zumal einige Akteure beider Seiten in denselben Vereinen spielen würden. "Das schottische Team steht gegen Rassismus, aber wir werden am 18. Juni gegen Unwissenheit und in Solidarität niederknien", sagte Liverpool-Profi Robertson.

Der englische Nationaltrainer Gareth Southgate hatte angekündigt, dass seine Spieler weiterhin in Unterstützung der „Black lives Matter“-Bewegung auf die Knie gehen würden. Einige Fans hatten zuletzt bei EM-Testspielen der Three Lions mit Buhrufen reagiert.

16.20 Uhr: Zuschauerzahl in Kopenhagen soll steigen

Für den Auftakt gegen Finnland war die Zeit zu knapp, aber gegen Belgien und Russland wird das dänische Nationalteam im Stadion in Kopenhagen vor bis zu 25.000 Zuschauern spielen. Wie der dänische Fußballverband DBU am Freitag mitteilte, gehen bis zu 9.100 zusätzliche Tickets für die beiden EM-Vorrundenbegegnungen gegen Belgien (17. Juni) und Russland (21. Juni) sowie für das ebenfalls in Kopenhagen angesetzte Achtelfinale (28. Juni) in den Verkauf.

Sie sollen zunächst denjenigen angeboten werden, deren Eintrittskarten zuvor annulliert worden waren, danach dann an die treuesten Fans der Landesauswahl um Leipzigs Yussuf Poulsen und BVB-Profi Thomas Delaney.

Ins Parken-Stadion in Kopenhagen sind zunächst nur 15.900 Zuschauer zugelassen. Im zweiten Spiel der dänischen Auswahl könnten es schon 25.000 sein.
Ins Parken-Stadion in Kopenhagen sind zunächst nur 15.900 Zuschauer zugelassen. Im zweiten Spiel der dänischen Auswahl könnten es schon 25.000 sein. © dpa/Liselotte Sabroe

Die dänische Regierung hatte sich in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien darauf verständigt, dass pro Spiel 25.000 statt wie bisher vorgesehen 15.900 Zuschauer ins Kopenhagener Stadion Parken gelassen werden dürfen. Für die Auftaktpartie gegen Finnland kam diese Nachricht zu kurzfristig. Im Parken finden in beschränkungsfreien Zeiten rund 38.000 Zuschauer Platz.

16.11 Uhr: Lauterbach erwartet keine weitere Infektionswelle durch EM

Die Fußball-EM wird nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach keine neue Infektionswelle auslösen. Superspreader in den Stadien hätten kaum eine Chance, andere Fans mit Viren anzustecken, weil in den Arenen genügend Luftzirkulation herrsche, sagte er dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Wenn dort nur etwa jeder fünfte Platz besetzt sei, könnten Infizierte vielleicht noch einige wenige anstecken, meinte Lauterbach, „aber eine Kettenreaktion ist unwahrscheinlich, es wird dadurch keine neue Welle geben“. Lauterbach schlägt vor, die Sperrstunde der Kneipen und Restaurant zu verlängern. Anwohner sollten Verständnis für längere Öffnungszeiten aufzubringen: „Das hilft uns allen.“

Problematisch sieht Lauterbach allerdings, dass die Europäische Fußball-Union Uefa das Wembley-Stadion in London nicht als Spielort gestrichen habe. England sei Coronavirus-Variantengebiet. „Dort dürfte man derzeit keine Spiele ansetzen“, äußerte Lauterbach, „das hätte man komplett abschalten müssen.“ Auch Fan-Reisen von der Insel ins Ausland seien risikoreich.

15.43 Uhr: Knien gegen Rassismus: Britischer Premier Boris Johnson stärkt Spieler

Nach einer kontroversen Debatte um den Protest von Fußballspielern gegen Rassismus hat der britische Premier Boris Johnson dem englischen EM-Team Unterstützung zugesprochen. „Der Premierminister respektiert das Recht aller Menschen, friedlich zu protestieren und ihren Gefühlen über Ungerechtigkeiten Ausdruck zu verleihen“, sagte ein Regierungssprecher am Freitag der Nachrichtenagentur PA zufolge. „Der Premierminister möchte, dass alle sich hinter das Team stellen, um sie anzufeuern, nicht um sie auszubuhen.“

Zuvor hatte der Kniefall, den einige Spieler als Zeichen gegen Rassismus kurz vor dem Anpfiff praktizieren, für Kritik gesorgt. Bei einigen Freundschaftsspielen hatten Teile des Publikums die Spieler des englischen Teams nach der Aktion ausgebuht. Außerdem hatten Mitglieder aus Johnsons konservativer Tory-Partei die Tradition als spaltend und belehrend kritisiert. Am Sonntag startet England gegen Kroatien im Londoner Wembley-Stadion in die EM.

15.03 Uhr: EM schauen in der Schule - Schottische Schülern setzt sich ein

Schottlands Mittelfeldstar John McGinn hat eine junge Schülerin für einen „tollen“ Brief an deren Lehrerin gelobt. Die laut britischen Medien zehn Jahre alte Poppy Lord hatte sich in dem Schreiben dafür stark gemacht, dass die ganze Schule die EM schauen dürfe. Dort starten die Schotten am Montag (15.00 Uhr) gegen Tschechien in das Turnier. Es ist die erste EM-Endrunde für sie seit dem Jahr 1996.

Es sei mehr als nur ein Fußballspiel, schrieb die Schülerin. Es könne viele Kinder inspirieren, dass sie immer ihren Träumen folgen sollten. Außerdem sei es Teil der Kultur für sie alle als „wahre Schotten“. „Man Vater hat gesagt, dass er 1998 die WM in der Schule sehen durfte - warum sollten wir nun denn nicht?“, fragte sie. Man stelle sich nur die strahlenden Gesichter vor, wenn Schottland auch noch ein Tor schieße.

Für den 26-jährigen McGinn von Aston Villa ist die Sache klar. „Ich glaube, dass der Brief Wirkung hat und dass sie alle das Spiel am Montag sehen werden", sagte er in einer Video-Botschaft. "Ein großes Kompliment für Poppy.“

12.10 Uhr: DFB-Team: Gladbacher Hofmann fehlt im Mannschaftstraining

Ohne den Mönchengladbacher Jonas Hofmann hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Vorbereitung auf den EM-Start gegen Frankreich fortgesetzt. Der Mittelfeldspieler konnte am Freitag die Übungseinheit im Adi-Dassler-Stadion in Herzogenaurach wegen einer Verletzung nicht mitmachen. Eine genaue Diagnose der Probleme des 28-Jährigen gab es vom DFB vorerst nicht. Beim Termin für das offizielle Mannschaftsfoto hatte Hofmann zuvor noch mit seinen 25 Teamkollegen dabei sein können.

Vor dem Training begrüßte Bundestrainer Joachim Löw Kai Havertz an dessen 22. Geburtstag mit einer Umarmung und einem Schulterklopfer. Von den Mitspielern bekam der Offensivakteur des FC Chelsea anschließend freundlichen Applaus an seinem Ehrentag. Die Einheit am Freitag ist das zweite Training nach dem Einzug ins EM-Base-Camp. Am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) steht für die DFB-Auswahl der Turnierauftakt in München gegen Weltmeister Frankreich an.

26 Spieler und ein Ziel: Europameister. Am Freitagvormittag stellte sich die Mannschaft zum Mannschaftsfoto auf.
26 Spieler und ein Ziel: Europameister. Am Freitagvormittag stellte sich die Mannschaft zum Mannschaftsfoto auf. © dpa

12.05 Uhr: Corona-Fall in russischer Mannschaft

Die russische Nationalmannschaft beklagt unmittelbar vor ihrem EM-Start einen Corona-Fall. Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi (23) von Zenit St. Petersburg sei positiv getestet worden, teilten die Russen am Freitag mit, einen Tag vor dem Duell mit Belgien am Samstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV).

Mostowoi wird das Turnier somit verpassen, er wurde umgehend aus dem Kader gestrichen. Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow, früher Bundesliga-Torhüter bei Dynamo Dresden, nominierte Abwehrspieler Roman Jewgenijew (22) von Dinamo Moskau nach. Inwiefern der Corona-Fall Mostowoi weitere Auswirkungen hat, ist zunächst nicht bekannt.

11.52 Uhr: Russland verweigert ARD-Reporter Akkreditierung

Russische Behörden haben den ARD-Sportjournalisten Robert Kempe von den Spielen der Fußball-EM in ihrem Land ausgeschlossen. Der europäische Fußballverband Uefa habe Kempe Ende Mai mitgeteilt, dass ein Land ihm nach einem „Hintergrund-Screening“ die Akkreditierung verweigere, teilte der WDR am Freitag in Köln mit.

Auf ARD-Nachfrage habe die Uefa erklärt, es handele sich dabei um Russland. Kempe hatte in einem TV-Beitrag und in einem Podcast über den russischen Staatskonzern Gazprom und dessen Verflechtungen in den europäischen Fußball berichtet. Die russische Stadt St. Petersburg ist einer von elf Spielorten der paneuropäischen Fußball-EM, die an diesem Freitag beginnt.

„Wir sehen darin eine Einschränkung der Pressefreiheit, die für uns nicht akzeptabel ist“, sagte WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni zu der Entscheidung der russischen Behörden. Eine Akkreditierung für die Fußball-EM ermögliche auch ein vereinfachtes Visum-Verfahren. Der WDR bemühe sich nun um eine „alternative Einreisemöglichkeit“, hieß es.

Kempe ist seit mehr als zehn Jahren für den WDR und die ARD tätig und berichtet über die Zusammenhänge von Sport und Politik. Der Konzern Gazprom ist einer der Sponsoren der EM 2020, die wegen der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verzögerung stattfindet.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) protestierte gegen den Ausschluss des Sportberichterstatters. Der Vorgang zeige ein weiteres Mal, „dass kritische Berichterstattung in Russland nicht nur unerwünscht ist, sondern auch Konsequenzen für die Journalisten hat“, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall in Berlin. Die Uefa müsse nun Druck auf die örtlichen Behörden ausüben.

11.32 Uhr: Ballack ermahnt Löw-Team: „Reputation steht auf dem Spiel“

Der frühere DFB-Kapitän Michael Ballack sieht die Nationalmannschaft bei der Fußball-EM enorm unter Druck. „Wir haben zuletzt enttäuscht. Die Reputation steht auf dem Spiel“, sagte der 44-Jährige dem Sportbuzzer. Ballack verwies auf das Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft 2018 und die durchwachsenen Auftritte in den Länderspielen danach. Als „Aushängeschild des deutschen Fußballs“ müsse die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw Wiedergutmachung betreiben. „Man ist immer zu einem Turnier gefahren, um mindestens das Halbfinale zu erreichen - da müssen wir wieder hinkommen“, sagte Ballack.

Die deutsche Mannschaft sei qualitativ gut aufgestellt, habe aber auch noch einige Baustellen. „Um gegen die Topnationen zu bestehen, muss sich einiges verbessern“, urteilte der frühere Mittelfeldspieler, der die EM als Experte bei Magenta-TV begleitet.

Die seit längerem anhaltenden Querelen im Deutschen Fußball-Bund haben nach Ansicht von Ballack keinen Einfluss auf die Mannschaft. „So viele Berührungspunkte gibt es nicht“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi. Den Verband kritisierte Ballack scharf: „Die Außendarstellung war natürlich katastrophal. Es ging um persönliche Befindlichkeiten und Eitelkeiten.“

Zuletzt hatten DFB-Präsident Fritz Keller und Geschäftsführer Friedrich Curtius wegen des Dauerstreits ihre Posten geräumt. Ballack verwies auf den anhaltenden „Interessenkonflikt zwischen Amateuren und Profis“ beim DFB und mahnte einen respektvollen Umgang an. „Jeder muss merken, dass das eine ohne das andere nicht geht und beide Seiten auch gewisse Verpflichtungen haben“, sagte Ballack.

11.23 Uhr: Ex-Bundestrainer Klinsmann vergleicht vor EM DFB-Team mit Sensations-Europameister

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat die deutsche Mannschaft vor Beginn der Fußball-EM mit dem einstigen Sensations-Europameister Griechenland vergleichen. „Die deutsche Mannschaft ist nicht der Top-Favorit. Aber Griechenland war 2004 von der Favoritenrolle viel weiter weg als Deutschland 2021 - und hat am Ende doch das Turnier gewonnen“, sagte der frühere Nationalspieler im Interview den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Griechenland hatte als krasser Außenseiter unter dem deutschen Trainer Otto Rehhagel 2004 durch ein 1:0 gegen Gastgeber Portugal den Titel gewonnen.

Für Klinsmann steht es außer Frage, dass die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Titelgewinn als Ziel haben muss. „Wohl wissend, dass dies nicht immer klappt. Aber man trainiert doch nicht zwei, drei Wochen für ein Turnier und sagt dann: Ich bin mit dem Halbfinale zufrieden“, sagte der 56-Jährige.

10.48 Uhr: Kritik gegen Video-Schalte mit der Kanzlerin

Biathlet Erik Lesser hat die Video-Schalte der deutschen Nationalmannschaft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Der zweimalige Weltmeister äußerte sich in einem Beitrag auf Instagram und Facebook sarkastisch, dass die Video-Schalte vor den Olympischen Spielen 2014 und 2018 der Hammer war „oder habe ich das geträumt“, schrieb der 33-Jährige.

Konkret erklärte er unter dem Hashtag #königfussball: „Ich kann mich noch daran erinnern, als wir (Team Deutschland, Anm. d. Red.) 2014 und 2018 zu den Olympischen Spielen gereist sind. Die Video-Schalte zur Kanzlerin war der Hammer. Oder habe ich das geträumt?“

Der Olympia-Zweite von 2014 fügte noch hinzu: „Aber hey, für eines der größten Sportevents… eine EM!!! kann man das schon mal machen.“ Lesser endete seinen Post mit den Hashtags #peaceout #kein #neid.

10.00 Uhr: Video-Schalte mit der Kanzlerin: Merkel wünscht DFB-Team Glück

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bundestrainer Joachim Löw und der Fußball-Nationalmannschaft in einer Video-Schalte für die Europameisterschaft viel Glück gewünscht. „Ich freue mich auf Ihre Spiele. Es geht gleich schwierig los; ich drücke die Daumen, dass Sie ganz weit kommen“, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert im Namen der Kanzlerin am Donnerstagabend nach dem Online-Gedankenaustausch.

Im Teamquartier in Herzogenaurach posierten die DFB-Stars mit Löw und dessen Trainerteam vor einer großen Leinwand, auf der die Kanzlerin freundlich lächelte. Team-Routinier Toni Kroos hielt ein von den Spielern unterschriebenes Trikot mit der Nummer zehn und Merkels Namen in die Kamera. Der mittlerweile klassische Austausch zwischen Spitzenpolitikerin und DFB-Elf hatte wegen der Corona-Pandemie diesmal digital abgehalten werden müssen. „Vielen Dank für Ihre Unterstützung und die guten Wünsche, liebe Frau Bundeskanzlerin“, antwortete die DFB-Auswahl ebenfalls bei Twitter.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte schon vor dem Video-Meeting die Bedeutung der Unterstützung aus dem Kanzleramt für das EM-Turnier betont. „Es ist Jogis letztes Turnier, es ist auch ihr letztes Turnier mit der Nationalmannschaft. Das hat auch Tradition, wenn die Bundeskanzlerin der Mannschaft nochmal viel Glück wünscht, das ist natürlich eine riesige Wertschätzung“, sagte Bierhoff.

Bierhoff lobte die Gesprächsatmosphäre mit der Bundeskanzlerin bei vielen Treffen vor und während vieler Turniere seit der Heim-WM 2006. „Sie interessiert sich sehr, ist sehr intelligent, hat immer Fragen gestellt ohne den Eindruck vermitteln zu wollen, fußballerisches Fachwissen zu haben. Sie ist immer interessiert an den Menschen“, sagte der DFB-Direktor. Ob Merkel auch bei einem der EM-Spiele im Stadion zu Gast sein wird, ist noch nicht geklärt.

Das passierte am Donnerstag, dem 10. Juni:

20.32 Uhr: Behörden erlauben Impfung von Spaniens EM-Team

Spaniens EM-Team wird kurz vor dem Start des Turniers noch gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfungen sollen am Freitag ab 10.00 Uhr im Teamquartier von Las Rozas durch das Militär vorgenommen werden, teilte der spanische Fußballverband mit.

Zuvor hatte es wegen der positiven Corona-Tests bei Kapitän Sergio Busquets und Diego Llorente eine heftige Debatte um Impfungen für die Mannschaft gegeben. Nationaltrainer Luis Enrique drängte auf eine schnelle Lösung, am Donnerstagnachmittag gab es schließlich Grünes Licht von den Behörden.

Mit dem Schritt solle die Sicherheit für das spanische Team bei der Europameisterschaft erhöht werden, zumal andere Mannschaften bereits geimpft seien, hieß es. Der Verband dankte der Regierung für die Zustimmung. Unklar blieb, wie viele Spieler geimpft werden. Einige Profis hatten bereits bei ihren Vereinen ein Vakzin gegen Corona erhalten oder sind von einer Infektion genesen. Der Mitteilung zufolge soll je nach Spieler individuell entschieden werden, welchen Impfstoff er erhält.

Am Sonntag reist die spanische Delegation vom EM-Quartier Las Rozas de Madrid nach Sevilla zum Abschlusstraining im EM-Stadion, am Montag steht das Auftaktspiel gegen Schweden an.

20.10 Uhr: Berechnung: Favoriten schon im Viertelfinale unter sich

Belgien holt den Titel, Deutschland braucht im Halbfinale gegen die Niederlande Glück: Geht es nach der Wissenschaft, wird es bei der EM nur wenige große Überraschungen, dafür aber rasante Spiele geben. Nach Berechnungen der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Köln und der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) in Essen sind die Favoriten bereits im Viertelfinale unter sich.

Die stärksten acht Teams sind in abfallender Reihenfolge Belgien, Frankreich, Niederlande, Portugal, Deutschland, Kroatien, Spanien und Dänemark. Grundlage der Berechnungen ist ein bei großen Turnieren bewährtes Modell, bei dem auch der Faktor Zufall eine Rolle spielt. „Der Fußball wäre nicht so spannend, wenn es nur Favoritensiege geben würde. Wir gehen davon aus, dass bei circa 15 Prozent der Spiele die weniger stark eingeschätzten Mannschaften gewinnen“, sagt Michael Groll von der FHM.

19.30 Uhr: Europameister kassiert bis zu 28 Millionen Euro

Die Uefa hat vor dem Start der EM die Preisgelder gesenkt. Statt wie eigentlich beschlossen 371 Millionen sollen nun 40 Millionen Euro weniger ausgeschüttet werden. Dennoch ist diese Summe ein Rekord. Vor fünf Jahren beim Turnier in Frankreich, bei dem erstmals mit 24 Teilnehmern gespielt wurde, hatte der europäische Verband 301 Millionen Euro ausgezahlt. Damals lag die mögliche Maximalsumme für den Europameister bei 27 Millionen.

Diesmal könnte der Titelgewinner sogar 28,25 Millionen Euro kassieren, wenn er auch jedes seiner Vorrundenspiele gewinnt. Jede Mannschaft erhält 9,25 Millionen Euro als Startgeld. Für einen Sieg in der Gruppenphase gibt es eine Million Euro, für ein Remis die Hälfte. Der Einzug ins Achtelfinale bringt 1,5 Millionen, ins Viertelfinale 2,5 Millionen, ins Halbfinale vier Millionen. Der Endspiel-Sieger bekommt acht Millionen, der Verlierer fünf.

17.55 Uhr: Leon Goretzka fällt gegen Frankreich aus

Nach seinem Muskelfaserriss ist Leon Goretzka am Donnerstag wieder ins Training der deutschen Nationalmannschaft eingestiegen. Das erste Spiel gegen Weltmeister Frankreich am kommenden Dienstag wird der Profi von Rekordmeister Bayern München aber verpassen. „Für das erste Spiel kommt er nicht infrage. Das wird zu knapp“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff im EM-Quartier in Herzogenaurach. Bundestrainer Joachim Löw muss sich so alternative Mittelfeld-Lösungen gegen die Équipe Tricolore einfallen lassen.

Am Donnerstag ist Leon Goretzka wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Das deutsche Auftaktspiel gegen Frankreich kommt aber noch zu früh.
Am Donnerstag ist Leon Goretzka wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Das deutsche Auftaktspiel gegen Frankreich kommt aber noch zu früh. © dpa

Ob Goretzka im zweiten Gruppenspiel gegen Portugal auflaufen kann, ist noch unklar. Oliver Bierhoff sei überzeugt, „dass er noch eine wichtige Rolle bei diesem Turnier für uns spielen wird“. Man werde die Belastung aber erst einmal dosieren. Goretzka hatte nach seiner verspäteten Anreise ins Trainingslager in Seefeld nur individuell trainiert. Die Testspiele gegen Dänemark (1:1) und Lettland (7:1) hatte der Mittelfeldspieler verpasst.

17.04 Uhr: Public Viewing in Dresden und im Rödertal zur EM 2021

Durch die sinkenden Infektionszahlen ist gemeinsamen Fußballschauen wieder möglich. Doch eine Atmosphäre wie bei vorherigen Turnieren wird wahrscheinlich nicht entstehen. Veranstalter und Fans haben einige Regel zu beachten.

In Sachsen ist keine Testpflicht nötig, wenn der notwendige Abstand eingehalten werden kann. Wo das nicht möglich ist, muss ein negativer Test vorgezeigt werden. Die Obergrenze ist bei 999 Personen festgelegt“, erklärte Sozialministerin Petra Köpping am Dienstag. Was drüber hinaus geht, müsse als Großveranstaltung angemeldet werden. Für jede Veranstaltung muss beim Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vorgelegt werden. In Dresden werden trotz dieser Auflagen einige Gastronomen Public Viewing anbieten. Auch Gastwirte in Radeberg und der Umgebung übertragen die wichtigsten Spiele.

16.43 Uhr: Löw verzichtet auf Nominierung von Corona-Reservekader

Joachim Löw verzichtet anders als etwa seine Trainerkollegen aus Spanien und Schweden auf die Nominierung eines EM-Reservekaders für den Fall von Corona-Ausfällen. „Nein“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff am Donnerstag auf die Frage, ob auch der Deutsche Fußball-Bund diese Möglichkeit verfolge. „Wir hatten im Vorfeld darüber diskutiert, ob wir eine erweiterte Liste abgeben“, berichtete Bierhoff. Darauf hätten die Trainer dann aber verzichtet.

Joachim Löw wird keinen EM-Reservekaders für den Fall von Corona-Ausfällen berufen. Der jetzige 26-Mann-Kader sei groß genug, meinte der Bundestrainer.
Joachim Löw wird keinen EM-Reservekaders für den Fall von Corona-Ausfällen berufen. Der jetzige 26-Mann-Kader sei groß genug, meinte der Bundestrainer. © dpa

Bundestrainer Löw hatte zuvor schon darauf hingewiesen, dass er auf 26 Spieler erweiterten Kader für groß genug halte, um auch auf Ausfälle reagieren zu können. Spanien und Schweden dagegen haben sich nach positiven Corona-Tests in ihren Aufgeboten entschieden, eine „Reserveblase“ aufzubauen, also Ersatzspieler zusätzlich zum offiziellen Aufgebot zu isolieren.

Löw nannte lediglich den Bielefelder Torhüter Stefan Ortega und den Dortmunder Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud als erste Nachrücker für den Notfall. Beide Profis sollen sich individuell fit halten, konnten aber auch in den Urlaub fahren.

15.33 Uhr: Erstes EM-Polizeizentrum bei Europol: Hooligans schwer einzuschätzen

Internationale Ermittler erwarten bei der Fußball-Europameisterschaft zwar weniger Hooligans als bei früheren Turnieren, doch sie seien weitaus schwieriger zu beobachten. Fans würden viel mehr reisen und auch mehr mit Autos. „Die Reise-Bewegungen von Hooligans sind viel schwieriger zu verfolgen“, sagte der Leiter des internationalen EM-Polizeizentrums, Max Daniel, am Donnerstag in Den Haag.

Das Zentrum wurde am Hauptsitz von Europol eingerichtet und nahm am Donnerstag den Betrieb auf. Hier sollen alle Informationen über mögliche Bedrohungen zusammenkommen und koordiniert werden. Bisher gebe es aber keinerlei konkrete Bedrohungen, sagte Daniel. „Jetzt ist es noch ruhig.“

Durch die Corona-Maßnahmen werden in den meisten Stadien weitaus weniger Fans zugelassen. Außerdem verteilen sich die Besucher nun auf elf Städte über die Kontinent verteilt. Dadurch reduziert sich die Zahl der Besucher, sagte Julia Vietman von Europol. Kriminalität wie etwa Taschendiebstähle würden daher wahrscheinlich weniger häufig vorkommen. Die Europol-Expertin rechnet jedoch mit einer Zunahme von Cyber-Crime und Betrug, wie etwa durch gefälschte Impfzertifikate oder Corona-Tests.

Da die EM erstmals in mehreren Ländern ausgetragen wird, musste auch erstmals ein internationales Sicherheitszentrum eingerichtet werden. Alle 24 teilnehmenden Nationen haben jeweils einen Vertreter in dem Zentrum, der den Kontakt zu den Ermittlungsbehörden seines Landes hält. Von Den Haag aus werden dann Informationen weiter geleitet und der Datenaustausch koordiniert. Europol ist mit Experten zu Cybercrime, Matchfixing, Betrug und Terrorismus dabei. Auch Interpol und die Europäische Fußball-Union Uefa sind vertreten.

14.45 Uhr: Papst trifft Uefa-Präsident vor Fußball-EM

Papst Franziskus hat am Vortag des Eröffnungsspiels der Fußball-Europameisterschaft den Uefa-Präsidenten Aleksander Ceferin getroffen. Franziskus, seit seiner Jugend leidenschaftliche Fußballfan, empfing den Verbandschef am Donnerstag nach Angaben des Vatikans zufolge gemeinsam mit dem Präsidenten des italienischen Fußballverbands (FIGC), Gabriele Gravina, in Audienz. Über den Inhalt des Gesprächs im Apostolischen Palast unweit des Stadions am Tiber, in dem am Freitag die EM mit demSpiel zwischen Italien und der Türkei eröffnet wird, gab der Vatikan keine Einzelheiten bekannt.

Franziskus ist seit seiner Kindheit Fan des Club Atlético San Lorenzo de Almagro aus Buenos Aires. Mittlerweile ist der 84-Jährige Ehrenmitglied des Fußballclubs seiner Heimatstadt. Wiederholt betonte das katholische Kirchenoberhaupt, Sport förderte Gemeinschaftssinn und fairen Umgang mit Gegnern

14.06 Uhr: Streit um EM-Trikots der Ukraine

Die Europäische Fußball-Union Uefa hat das in Russland umstrittene EM-Trikot der Ukraine weitgehend genehmigt und eine Änderung gefordert. Auf den gelb-blauen Hemden ist eine Silhouette des Landes gedruckt worden mit der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Beide Länder befinden sich auch deshalb seit 2014 in einem Konflikt.

Von der Uefa hieß es dazu am Donnerstag: „In Anbetracht der Tatsache, dass die Resolution 68/262 der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die von den Mitgliedsstaaten weitgehend angenommen wurde, die territorialen Grenzen als grob durch das Design dargestellt anerkennt, verlangt die Uefa keine Änderungen dieses Designelements.“

Das Trikot der ukrainischen Nationalmannschaft stößt beim Nachbarn Russland auf Protest. Auf den gelb-blauen Hemden ist eine Silhouette des Landes gedruckt worden mit der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim.
Das Trikot der ukrainischen Nationalmannschaft stößt beim Nachbarn Russland auf Protest. Auf den gelb-blauen Hemden ist eine Silhouette des Landes gedruckt worden mit der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim. © President of Ukrainian Associati

Die neuen Trikots mit dem Schlachtruf „Ruhm der Ukraine!“ waren am Sonntag bei Facebook vorgestellt worden. Auch dieser Ausspruch darf nach Uefa-Angaben weiter auf dem Trikot stehen. Der Slogan könne „als allgemeiner und unpolitischer Ausdruck von allgemeiner nationaler Bedeutung angesehen werden“, begründete der Dachverband.

Anders sieht es beim am Kragen angebrachten Slogan „Ehre unseren Helden“ aus. Dieser wurde von der Uefa nach einer Prüfung als politisch eingestuft. Darum sei der Schriftzug für die bevorstehenden EM-Spiele zu entfernen. Ukraine-Trainer Andrej Schewtschenko hatte das Thema bereits am Mittwoch relativiert: „Das Aussehen des Trikots wurde von der Uefa genehmigt. Ich sehe hier keine Meinungsverschiedenheiten.“

Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte von einer „verzweifelten Kunstaktion“ gesprochen, die den Spielern Kraft geben solle. Der Staatsduma-Abgeordnete Witali Milonow forderte von der Uefa ein Verbot des Motivs. „Das ist ein politischer Slogan, der nicht auf den Trikots stehen darf“, sagte er dem Portal Sport-Express. Das sei ein Verstoß gegen internationale Regeln. Sport sollte nicht mit Politik vermischt werden.

12.32 Uhr: Weltgesundheitsorganisation mit Corona-Warnung vor Fußball-EM

Vor der Fußball-Europameisterschaft hat die Weltgesundheitsorganisation WHO vor Nachlässigkeit im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gewarnt. „Wir sind keineswegs außer Gefahr“, sagte der Leiter des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Zusammenkünfte, größerer Mobilität sowie großen Festivals und Sportturnieren in den kommenden Tagen und Wochen mahne die WHO Europa zur Vorsicht.

Letztlich müsse man aus den Erfahrungen des vergangenen Sommers lernen, sagte Kluge. Damals seien die Fallzahlen erst in jüngeren Altersgruppen gestiegen, dann hätten sie sich auf Ältere ausgebreitet, was im Herbst und Winter zu einem verheerenden Wiedererstarken des Virus, zu Lockdowns und Todesfällen beigetragen habe. „Lassen Sie uns diesen Fehler nicht noch einmal machen.“

12.04 Uhr: Nike führt List der EM-Ausrüster knapp vor Adidas an

Nicht nur sportlich geht es bei der EM zur Sache. Das Turnier ist zugleich das große Kräftemessen der Ausrüster. Dabei hat Nike gegenüber dem deutschen Rivalen Adidas quantitativ die Nase vorn. Das US-amerikanische Unternehmen rüstet neun der 24 EM-Teilnehmer aus, das Adidas-Logo prangt auf der Brust von acht Teams.

Die Outfits der Schiedsrichter kommen vom italienischen Ausrüster Macron, der Spielball „Uniforia“ wiederum von adidas.

11.14 Uhr: Spaniens Nationalspieler sollen mit Biontech geimpft werden

Die spanischen Fußball-Nationalspieler sollen Medienberichten zufolge mit Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft werden. Das soll Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Dias unter anderem laut "El Pais" (Donnerstag) bestätigt haben. Zunächst war immer angenommen worden, dass die Spanier im Falle einer Impfung das Vakzin von Johnson und Johnson bekommen würden. Dabei wäre nur eine Impfung nötig gewesen. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech muss zweimal gespritzt werden. Laut der Zeitung würde die zweite Dosis am 30. Juni verabreicht.

Das würde auch bedeuten, dass die Vorbereitung der Spanier erheblich beeinträchtigt werden könnte, sollten sich die Spieler, die noch nicht geimpft wurden oder eine Infektion überstanden haben, kurz vor dem ersten Gruppenspiel am Montag in Sevilla gegen Schweden impfen lassen.

Nach der Impfung mit mRNA-Impfstoffen, zu denen das Vakzin von Pfizer/Biontech zählt, können nach Angaben des Robert Koch Instituts Lokal- und Allgemeinreaktionen auftreten, meist innerhalb von zwei Tagen nach der Impfung. Sie würden nicht länger als drei Tage anhalten. Zu den demnach am häufigsten berichteten Impfreaktionen zählen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Gelenkschmerzen.

10.43 Uhr: Dänemark erlaubt mehr Stadionzuschauer bei EM-Spielen

Bei den EM-Spielen in Kopenhagen werden mehr Fans live im Stadion dabei sein können als ursprünglich vereinbart. Die dänische Regierung einigte sich in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien darauf, dass pro Spiel nun 25.000 Zuschauer ins Stadion Parken gelassen werden dürfen. Für die ersten EM-Begegnungen auf dänischem Boden überhaupt waren bislang 15.900 Stadionzuschauer vorgesehen gewesen. In den Parken finden in beschränkungsfreien Zeiten rund 38.000 Fußballzuschauer Platz.

10.00 Uhr: EM-Eröffnung mit virtuellem Auftritt von U2-Duo und Martin Garrix

Zur Eröffnung der Fußball-EM werden DJ Martin Garrix und die U2-Stars Bono und The Edge mit einem virtuellen Auftritt ihren offiziellen Turniersong präsentieren. Dafür sei der Auftaktspielort, das Stadio Olimpico in Rom, noch einmal digital erschaffen worden, teilte die Europäische Fußball-Union UEFA am Mittwoch mit.

Zu den Klängen von „We Are The People“ werde das Spielfeld in eine weißblaue Flamme verwandelt, aus Millionen Lichtern werde ein Energiefeld erzeugt, hieß es. Sänger Bono werde auf die Bühne projiziert.

Gefilmt worden sei der Auftritt in 3D im Römer Stadion und in einem Londoner Filmstudio. „Die Eröffnungsfeier im Olimpico von Rom wird ein passendes Vorspiel für das Turnier“, versicherte UEFA-Marketingchef Guy-Laurent Epstein.

Musikproduzent Martin Garrix hatte das temporeiche Lied, in dem es um Einheit und Verständigung geht, bereits vor drei Jahren geschrieben. Durch die coronabedingte Verschiebung der Europameisterschaft musste er das gemeinsame Projekt mit der irischen Erfolgsband U2 über ein Jahr lang geheimhalten.

Das passierte am Mittwoch, dem 9. Juni:

22.42 Uhr: Bayerischer Ministerpräsident verteidigt EM-Konzept mit 14.000 Zuschauern

Kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Zulassung von 14.000 Zuschauern im Stadion in München verteidigt. Zum einen erlaube es die pandemische Lage mit einer niedrigen Inzidenz und einer hohen Zahl an Geimpften, zum anderen gebe es ein „extrem hohes Sicherheitskonzept“, sagte der CSU-Chef am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“.

Das Sicherheitskonzept umfasse Testkapazitäten, Masken und ein innovatives Zu- und Abgangskonzept für die Zuschauer. Letztes sei von besonderer Bedeutung, da hier wohl die größten Ansteckungsprobleme lägen. „Das eigentliche Problem im Stadion ist ja nicht das Sitzen im Stadion“, sagte Söder.

Er betonte, dass die Zulassung von 14.000 Zuschauern bei den EM-Spielen in München auch ein Stück weit eine Rückgewinnung Freiheit und Lebensfreude sei. Sollte das Konzept zudem funktionieren, sei es auch ein Probelauf für andere Kulturveranstaltungen mit Zuschauern.

18.40 Uhr: Corona bei der EM: Dänemarks Trainer hat „verdammt große Sorgen“

Dänemarks Nationaltrainer Kasper Hjulmand macht sich kurz vor dem Beginn der Fußball-EM "verdammt große Sorgen" um die beiden Teams von Spanien und Schweden, bei denen zuletzt je zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

„Ich mache mir Sorgen, dass es bei den Spaniern und Schweden weitere Infektionsfälle geben wird“, sagte der frühere Bundesliga-Coach von Mainz 05 am Mittwoch im EM-Quartier der dänischen Mannschaft in Helsingör. Die Coronafälle bei diesen beiden Teams seien "eine Erinnerung daran, dass es noch nicht vorbei ist und wie zerbrechlich die Dinge sind".

Der 49 Jahre alte Hjulmand hatte den europäischen Dachverband UEFA schon vor mehreren Wochen dafür kritisiert, dass nicht alle EM-Teilnehmer rechtzeitig vor Turnierbeginn mit Impfstoff versorgt wurden.

„Es gibt einige Spieler, die geimpft sind: Die müssen sich weniger Sorgen machen. Ich mache mir aber verdammt große Sorgen um die Mannschaften, bei denen es mit neuen Fällen losgehen kann oder schon passiert ist“, sagte Hjulmand. „Es ist ein Wettbewerbselement bei dieser Endrunde, ob man von dem Virus getroffen wird oder nicht.“

18.21 Uhr: Neuer in EM-Wohngemeinschaft mit Musiala

Team-Senior Manuel Neuer (35) bildet im EM-Quartier der Nationalmannschaft der Bild zufolge eine Wohngemeinschaft mit dem jüngsten Kadermitglied Jamal Musiala (18). Zudem sind der Gladbacher Jonas Hofmann und Lukas Klostermann von RB Leipzig in die WG mit den beiden Profis des FC Bayern gezogen. Im neu erbauten Camp auf dem Adidas-Gelände in Herzogenaurach stehen der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw und seinem Stab insgesamt 15 Wohneinheiten zur Verfügung.

Wie Bild und Sportbuzzer am Mittwoch berichteten, teilen sich die Münchner Profis Joshua Kimmich und Leroy Sané eine Holzhütte mit dem frischgebackenen Champions-League-Sieger Kai Havertz vom FC Chelsea und Ersatztorwart Bernd Leno vom FC Arsenal. Rückkehrer Thomas Müller hat demnach mit Bayern-Kollege Leon Goretzka, Robin Gosens von Atalanta Bergamo und Keeper Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt Quartier bezogen.

Spielmacher Toni Kroos von Real Madrid hat die Gladbacher Matthias Ginter und Florian Neuhaus sowie den Freiburger Christian Günter in seiner Hausgemeinschaft. Die Premier-League-Profis Timo Werner, Antonio Rüdiger (beide FC Chelsea) und Robin Koch (Leeds United) bilden eine Dreier-WG.

Zudem teilen sich der Leipziger Marcel Halstenberg, Bayern-Torjäger Serge Gnabry, Emre Can von Borussia Dortmund und Ilkay Gündogan von Manchester City ein Haus. BVB-Star Mats Hummels wohnt mit Niklas Süle vom FC Bayern und Kevin Volland (AS Monaco) zusammen.

Die DFB-Auswahl hatte die EM-Unterkunft in Franken am Dienstagabend bezogen. Als Vorbild für den "Home Ground" gilt das Campo Bahia in Brasilien, das seit dem WM-Titelgewinn 2014 legendären Status hat.

18.11 Uhr: Alle Corona-Tests bei Portugal vor EM-Generalprobe negativ

Die Corona-Tests der Portugiesen vor ihrer EM-Generalprobe gegen Israel am heutigen Mittwochabend (20.45 Uhr) in Lissabon sind alle negativ ausgefallen. Dies berichtete der nationale Fußball-Verband FPF wenige Stunden vor dem Anstoß der Partie. Die Proben seien tags zuvor entnommen worden. Alle Tests bei Spielern, Trainern und sonstigen Delegationsmitgliedern seien negativ ausgefallen.

Rund um die Mannschaft von Superstar Cristiano Ronaldo hatte es zuvor Unruhe gegeben, nachdem zunächst bei Spaniens Nationalmannschaftskapitän Sergio Busquets ein positiver Corona-Befund festgestellt worden war. Der deutsche EM-Gruppengegner Portugal hatte sich am Freitag in einem Testspiel in Madrid 0:0 von den Iberern getrennt.

16.03 Uhr: Spanisches Team wird vor EM geimpft

Nach den positiven Corona-Tests bei Sergio Busquets und Diego Llorente soll die spanische Fußball-Nationalmannschaft noch vor Beginn der Fußball-EM geimpft werden. Das kündigte das spanische Gesundheitsministerium laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders RTE am Mittwoch an.

Zuvor war Kritik an der Entscheidung aufgekommen, das spanische Olympia-Team für Tokio zu impfen, die Fußball-Nationalmannschaft aber nicht. Spanien startet am Montag in Sevilla gegen Schweden in die EM.

Wegen der Corona-Fälle in der Mannschaft haben die Spanier einen "B-Kader" mit 17 Spielern gebildet, der sich in einer eigenen Blase aufhält und im Fall einer Team-Quarantäne gegen Schweden zum Einsatz kommen könnte.

15.29 Uhr: Merkel-Besuch bei der Fußball-EM noch unklar

Die Bundeskanzlerin ist bekennender Fußballfan - doch ob sie die deutsche Nationalmannschaft bei der bevorstehenden Europameisterschaft auch im Stadion anfeuern wird, ist noch offen. „Was mögliche Stadionbesuche betrifft - da kann ich ihnen heute nichts sagen“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Sicher ist bislang nur, dass es am morgigen Donnerstag - einen Tag vor Turnierbeginn - eine Videoschalte der Kanzlerin mit den Spielern, Trainern und Betreuern des DFB-Teams geben wird.

12.42 Uhr: Niederländer Makkelie pfeift Eröffnungsspiel - Französin Frappart im Team

Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie (38) pfeift das Eröffnungsspiel der Fußball-EM an diesem Freitag (21.00 Uhr) in Rom. Im Stadio Olimpico treffen zum Start des Turniers Italien und die Türkei aufeinander.

Wie aus der offiziellen Ansetzung der Partie hervorgeht, kommt die Französin Stéphanie Frappart (37), die als erste Schiedsrichterin für eine Männer-EM nominiert worden war, als Vierte Offizielle zu ihrem ersten Einsatz.

Als Videoassistent wird der Niederländer Kevin Blom eingesetzt, einer seiner beiden ersten Assistenten ist der deutsche Unparteiische Christian Gittelmann. Der dritte Assistent ist Bastian Dankert. Ins EM-Team der Video Assistant Referees (VAR) waren auch Christian Dingert und Marco Fritz berufen worden. Als erste Schiedsrichter sollen bei der EM Felix Brych und Daniel Siebert zum Einsatz kommen.

Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie zeigt den Daumen nach oben. Er wird Eröffnungsspiel zwischen Italien und Türkei pfeifen.
Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie zeigt den Daumen nach oben. Er wird Eröffnungsspiel zwischen Italien und Türkei pfeifen. © AP

11.55 Uhr: Spanien baut nach Corona-Fälle Parallel-Kader auf

Spaniens Fußball-Nationalmannschaft bereitet sich auf neue positive Corona-Tests vor. Der Verband bestätigte am Mittwoch, dass elf weitere Spieler in die sogenannte Reserve-Blase berufen wurden, die parallel zum eigentlichen Kader trainiert. Dieser wiederum kann nach den positiven Befunden von Kapitän Sergio Busquets und Diego Llorente nur individuell und damit in der finalen Vorbereitungsphase vor der EM eingeschränkt arbeiten.

Der Parallelkader wird nach Angaben des Verbandes außerhalb der mittlerweile nur noch 22-köpfigen EM-Kader-Blase in Las Rozas de Madrid arbeiten. Die 17 Spieler werden demnach täglich dorthin gebracht, nachdem sie vorher getestet wurden. Auch bei der Ankunft sollen sie sich noch mal auf das Coronavirus getestet werden. Die erste gemeinsame Einheit sollten die Spieler am Mittwoch absolvieren.

Bis zum Auftaktspiel der Spanier am kommenden Montag ist es nicht mehr lange, Gegner Schweden hat allerdings auch zwei Corona-Fälle zu beklagen. Um spielen zu können, braucht eine Mannschaft bei dieser EM 13 Spieler, darunter ein Torwart, die negativ getestet sind. Sind es Profis, die neu zum Kader hinzukommen, muss die gleiche Anzahl aus dem ursprünglichen Aufgebot gestrichen werden. Weitere Gegner der Spanier in der Gruppenphase sind Polen am 19. Juni und die Slowakei am 23. Juni.

Das passierte am Dienstag, dem 8. Juni

23.08 Uhr: Deutsche Gegner im letzten Test: Frankreich siegt ohne Glanz, Ungarn nur 0:0

Keine Gegentore, aber auch wenig Highlights: Deutschlands EM-Gruppengegner Frankreich und Ungarn haben bei ihren Generalproben am Dienstag nicht geglänzt. Weltmeister Frankreich hatte beim 3:0 (0:0) gegen Bulgarien mit drei Bayern-Profis in der Startelf zwar ein spektakuläres Fallrückzieher-Tor von Antoine Griezmann (29.) zu bieten, kam aber erst spät durch Olivier Giroud (83./89.) gegen müde Bulgaren zum standesgemäßen Sieg.

Zudem schied der nach sechs Jahren zurückgeholte Stürmer Karim Benzema mit einer Knieblessur aus. Die Ungarn spielten gegen die wie Bulgarien nicht für die EM qualifizierten Iren 0:0.

Die Franzosen treffen am kommenden Dienstag in München auf Deutschland. Die Ungarn starten am selben Tag gegen Europameister Portugal und sind zum Gruppen-Abschluss am 23. Juni Gegner der deutschen Mannschaft.

20.59 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Schweden

Schwedens Fußball-Nationalmannschaft hat nicht mal eine Woche vor dem Auftaktspiel gegen Spanien gleich zwei Corona-Fälle. Der Verband teilte am Dienstag mit, dass Dejan Kulusevski am gleichen Tag positiv getestet wurde. Er hatte zuvor über Erkältungssymptome geklagt. Er reiste daher nicht mit zur finalen Vorbereitung in Göteborg, sondern blieb in Stockholm und hält sich den Hygienemaßnahmen entsprechend dort isoliert auf.

Nach dem Auftakttraining in Göteborg stellte sich heraus, dass auch der Test von Mittelfeldspieler Mattias Svanberg vom FC Bologna positiv auf Corona ausgefallen war. Svanberg wurde daraufhin im Teamhotel isoliert.

Der Gegner aus Südeuropa hatte am Sonntag einen Corona-Fall vermeldet. Kapitän Sergio Busquets war positiv auf das Virus getestet worden und hatte daraufhin umgehend das EM-Camp der Spanier in Las Rozas de Madrid verlassen müssen. Er befindet sich derzeit in Quarantäne in Barcelona.

18.32 Uhr: Münchner Fußball-Arena bereits im EM-Design

Aus Allianz Arena wird Fußball-Arena München: Eine Woche vor dem Klassiker zwischen Deutschland und Frankreich ist die Heimspielstätte des FC Bayern München für die EM hergerichtet worden. Der Schriftzug Allianz wurde auf der Luftkissenfassade bereits abmontiert, und auch sonst sind bereits zahlreiche EM-Banner zu sehen.

In München werden die drei Gruppenspiele der deutschen Mannschaft gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgetragen. Rund 20 Prozent der 70 000 Plätze dürfen bei den Spielen im Zuge der Corona-Lockerungen genutzt werden.

Die Münchner Allianz Arena wurde nun zum EM-Stadion. Normalerweise steht hier ein Schriftzug des deutschen Rekordmeisters Bayern München.
Die Münchner Allianz Arena wurde nun zum EM-Stadion. Normalerweise steht hier ein Schriftzug des deutschen Rekordmeisters Bayern München. © dpa

18.20 Uhr: Deutschland im EM-Quartier in Herzogenaurach angekommen

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist am Dienstag im EM-Quartier in Herzogenaurach eingetroffen. Hier wird Bundestrainer Joachim Löw seinem EM-Kader den letzten Feinschliff bis zum schweren Turnierstart in einer Woche in München gegen Weltmeister Frankreich geben.

Die Mannschaft wohnt und trainiert vor und während der Europameisterschaft bei Partner Adidas im Basis-Quartier Home Ground, das nach den Vorstellungen des Trainerstabs und der Spieler eingerichtet wurde. Die klein gehaltenen Wohnhäuser für jeweils vier Spieler liegen in einem Waldgebiet, das zum Gelände des Sportartikel-Konzerns in Herzogenaurach gehört. Sie sind eingegrenzt von großen grünen Tarnnetzen und weißen Sichtschutz-Planen. Trainiert wird im Adi-Dassler-Stadion, das sich ebenfalls auf dem Campus des Sponsors befindet.

Das deutsche EM-Quartier in Herzogenaurach aus der Luft. In den Häusern kommen je vier Nationalspieler unter.
Das deutsche EM-Quartier in Herzogenaurach aus der Luft. In den Häusern kommen je vier Nationalspieler unter. © Adidas/DFB/dpa

17.15 Uhr: EM-Aus für niederländischen Leistungsträger Donny van de Beek

Die Niederlande müssen bei der Fußball-EM auf Donny van de Beek verzichten. Der Mittelfeldspieler von Manchester United fällt wegen einer Verletzung aus, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Um welche Art von Verletzung es sich handelt, machte der KNVB nicht bekannt. Nach Informationen der Zeitung „De Telegraaf“ hat de Beek eine Leistenverletzung.

Bondscoach Frank de Boer wird keinen Ersatz für den 24-Jährigen berufen. Damit gehen die Niederländer nur mit 25 Spielern in die Europameisterschaft. „Zu diesem Zeitpunkt noch neu zur Mannschaft zu stoßen, ist nicht ideal“, begründete de Boer seine Entscheidung, keinen Spieler für de Beek nachzunominieren.

Für das Oranje-Team ist es bereits der zweite personelle Rückschlag. In der vergangenen Woche hatte de Boer Stammtorwart Jasper Cillessen aus dem Kader gestrichen, weil der Torwart vom FC Valencia positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Immerhin konnte Verteidiger Matthijs de Ligt am Dienstag wieder mit der Mannschaft trainieren.

Die Niederlande starten am Sonntag (21.00 Uhr) in Amsterdam gegen die Ukraine in das paneuropäische Turnier. Weitere Gegner in der Gruppe C sind Österreich und Nord-Mazedonien.

16.09 Uhr: Deutscher EM-Gegner Portugal ohne Corona-Sorgen: „Fast alle geimpft“

Der EM-Titelverteidiger und deutsche Gruppengegner Portugal ist nach einem Infektionsfall bei Testrivale Spanien entgegen Medienberichten frei von Corona-Sorgen. Fast alle Spieler der Seleção seien vollständig geimpft und damit immunisiert, berichtete am Dienstag die Zeitung «Público» unter Berufung auf den Fußball-Verband (FPF). Zudem sei bei neuen Tests am Montag kein einziger positiver Fall registriert worden, weder bei den Spielern um Stürmerstar Cristiano Ronaldo noch beim Trainerstab, hieß es.

«Fast die ganze Gruppe wurde rechtzeitig geimpft. Bei manchen sind keine sechs Monate nach einem positiven Test vergangen, so dass es für diese noch keine Indikation für die Impfung gibt», teilte der FPF «Público» mit. Auf die Frage, ob nach der Infektion von Sergio Busquets, der am vergangenen Freitag mit Spanien gegen Portugal gespielt hatte, trotzdem neue, besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, gab der Verband dem Blatt derweil keine Antwort.

In der EM-Gruppe F trifft die Mannschaft um die Stars Ronaldo, Bruno Fernandes (Manchester United), Ruben Dias (Manchester City) und Joao Félix (Atlético Madrid) und den Frankfurter Torjäger André Silva zunächst am 15. Juni in Budapest auf Ungarn. Danach folgen die Duelle gegen die Mitfavoriten Deutschland (19. Juni in München) und Frankreich (23. Juni in Budapest).

14.50 Uhr: Diese Regeln gelten beim Public Viewing

Für das Public Viewing zur am Freitag beginnenden Fußball-Europameisterschaft gelten die gleichen Regeln wie für Kulturveranstaltungen. Kann der notwendige Abstand eingehalten werden, braucht es keine Testpflicht. Wird der Abstand nicht eingehalten, ist eine Testpflicht nötig. „Die Obergrenze ist bei 999 Personen festgelegt“, so Sozialministerin Petra Köpping. Was drüber hinausgeht, müsse als Großveranstaltung angemeldet werden. Für jede Veranstaltung muss beim Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vorgelegt werden.

14.38 Uhr: Seehofer legt Ausnahmeregel für Fußball-EM vor - keine Quarantäne

Das Bundeskabinett will am Mittwoch die Details der bereits angekündigten Ausnahmen von der Corona-Quarantänepflicht für die Fußball-EM beschließen. Von dieser bis zum 28. Juli befristeten Ausnahme-Regelung für die Europameisterschaft sei jeder erfasst, der zur Teilnahme, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert worden sei, hieß es am Dienstag aus dem Bundesinnenministerium.

Von der Pflicht zur Anmeldung und Absonderung nach Einreise aus einem sogenannten Virusvariantengebiet sollen also nicht nur Fußballer ausgenommen sein, sondern beispielsweise auch Journalisten, die von den Spielen berichten. Auch das für solche Gebiete eigentlich verhängte Beförderungsverbot gelte für diese Fälle nicht, teilte das Ministerium mit. Es müsse jedoch rund um die Veranstaltung ein "strenges Schutz- und Hygienekonzept" eingehalten werden. Dazu zähle auch ein täglicher Corona-Test. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Ausnahme-Regelung bereits in vergangene Woche angekündigt und mit der Bedeutung dieses sportlichen Großereignisses begründet.

13.00 Uhr: Wolff Fuss kommentiert alle deutschen EM-Spiele bei der Telekom

Wolff Fuss wird für die Telekom alle Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft kommentieren. Der sonst für Sky arbeitende Journalist wird auch beim Eröffnungsspiel und beim Finale der Reporter für das Telekom-Angebot MagentaTV sein, wie ein Sprecher der dpa bestätigte. Fuss arbeitet in der kommenden Saison auch für Sat.1.

Marco Hagemann, der bei RTL Spiele der DFB-Auswahl kommentiert und ebenfalls von der Telekom für die EM verpflichtet worden ist, soll während der EM bei Toppartien ohne deutsche Beteiligung der Mann hinter dem Mikrofon sein. Die Telekom zeigt auf MagentaTV als einziger deutscher Sender alle 51 Spiele live und hat dafür insgesamt sechs Kommentatoren im Einsatz.

Sie arbeiten nicht in den Stadien, sondern kommentieren wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie aus dem Studio in Ismaning bei München. Neben der regulären Kommentierung durch Sportreporter soll es sogenannte Promi-Feeds geben, darunter mit den Comedians Oliver Pocher und Serdar Somuncu.

MagentaTV verspricht neben den Experten Michael Ballack und Fredi Bobic auch „nahezu täglich prominente Gäste“. Dazu zählen nach eigenen Angaben Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß, Gladbach-Kapitän Lars Stindl und zahlreiche Ex-Profis wie Martin Harnik und Jürgen Kohler.

Das passierte am Montag, dem 7. Juni:

22.39 Uhr: DFB-Auswahl stimmt sich mit Kantersieg auf die EM ein

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich mit einer starken Leistung im letzten Test gegen Lettland auf die Fußball-EM eingestimmt. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw gewann am Montagabend in Düsseldorf mit 7:1 (5:0), Nationaltorwart und Kapitän Manuel Neuer musste in seinem 100. Länderspiel allerdings ein Gegentor hinnehmen. Ernst wird es für die DFB-Auswahl im ersten EM-Gruppenspiel am 15. Juni in München gegen Weltmeister Frankreich.

Robin Gosens (19.), Ilkay Gündogan (21.), Thomas Müller (27.), Serge Gnabry (45.), Timo Werner (50.) und Leroy Sané (76.) trafen vor erstmals wieder zugelassenen 1000 Zuschauern für den dreimaligen Europameister. Der Treffer des starken Kai Havertz wurde als Eigentor von Lettlands Torwart Roberts Ozols gewertet (39.). Aleksejs Saveljevs (75.) erzielte den Ehrentreffer für die Gäste.

Torhüter und Kapitän Manuel Neuer bestritt gegen Lettland sein 100. Länderspiel. Vor der Partie klatschte er sich mit Bayern-Kollege Joshua Kimmich ab.
Torhüter und Kapitän Manuel Neuer bestritt gegen Lettland sein 100. Länderspiel. Vor der Partie klatschte er sich mit Bayern-Kollege Joshua Kimmich ab. © dpa

17.19 Uhr: EU-Staaten warnen vor Sicherheitsrisiken

Vor der Fußball-EM schlagen die EU-Staaten wegen Sicherheitsrisiken Alarm. Die in elf Städten gleichzeitig ausgetragene Europameisterschaft sei eine "einzigartige Herausforderung", heißt es in einer Erklärung des Rats der EU-Staaten vom Montag. Zum einen seien die Veranstalter gefordert, Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchzusetzen. Zum anderen seien aber auch internationale Polizeizusammenarbeit und Informationsaustausch nötig, um einen sicheren Wettbewerb zu garantieren.

Die Bewegung von Fans, die als Risiko gelten, müsse beobachtet werden. Dazu sollten spezialisierte Polizeikräfte und Verbindungsoffiziere eingesetzt werden. Neben Sportstätten müsse man auch öffentlichen Nahverkehr, Hotels, Trainingsstätten, Vergnügungsviertel und andere öffentliche Orte im Auge behalten.

Nötig seien maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte und Überwachungssysteme unter Nutzung künstlicher Intelligenz, heißt es in der Erklärung weiter. Die EU-Staaten müssten zudem online Aufrufe zu Gewalt, Extremismus, Radikalisierung und Fremdenfeindlichkeit im Blick behalten.

17.03 Uhr: Niederlandes Topstars setzen mit Training aus

Ohne die beiden Leistungsträger Matthijs de Ligt und Donny van de Beek sind die Niederlande in die letzte Trainingswoche vor Beginn der Fußball-EM gestartet. Abwehrspieler de Ligt von Juventus Turin absolvierte am Montag in Zeist wegen Leistenbeschwerden ebenso eine individuelle Einheit wie Mittelfeldspieler van de Beek von Manchester United.

Beide Profis hatten auch schon die Generalprobe am Sonntag gegen Georgien verpasst, die das Oranje-Team mit 3:0 gewonnen hatte. Die Mannschaft von Bondscoach Frank de Boer startet am Sonntag (21.00 Uhr) in Amsterdam gegen die Ukraine in die Europameisterschaft. Weitere Gegner in der Gruppe C sind Österreich und Nord-Mazedonien.

15.32 Uhr: Corona-Fall bei Deutschlands Testspiel-Gegner Lettland

Ein Corona-Fall bei Gegner Lettland hat vor dem letzten EM-Test der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für kurze Aufregung gesorgt. Der Deutsche Fußball-Bund rechnete allerdings nicht mit einer Absage der Partie am Montagabend (20.45 Uhr/RTL). „So lange das Gesundheitsamt keine weiteren Maßnahmen einleitet, gehen wir davon aus, dass das Spiel wie geplant stattfindet“, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Der lettische Verband hat auf Twitter mitgeteilt, dass der Corona-Test eines Nationalspielers positiv ausgefallen sei. „Alle vorherigen Tests in diesem Trainingslager waren sowohl für diesen Spieler als auch für den Rest der Nationalmannschaft negativ“, hieß es. „Es wurden alle notwendigen Schritte unternommen, um den Spieler vom Rest der Mannschaft zu isolieren, die engsten Kontaktpersonen zu identifizieren und zu isolieren, den Sachverhalt aufzuklären und Informationen zu sammeln.“

9.11 Uhr: Deutscher EM-Gruppengegner Portugal muss vorerst in Quarantäne

Nach dem positiven Corona-Befund bei Spaniens Nationalmannschaftskapitän Sergio Busquets muss sich einem Bericht der "As" zufolge auch die portugiesische Auswahl vorerst in Quarantäne begeben. Die Dauer soll dem spanischen Sportblatt zufolge bis zu zwölf Tage betragen. Eine offizielle Bestätigung vonseiten des portugiesischen Fußballverbandes oder der Uefa gab es dafür am Montag zunächst nicht. Titelverteidiger Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo hatte am Freitag vergangener Woche ein Testspiel in Madrid gegen die Spanier bestritten (0:0). Busquets war dann am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Tests aller anderen Spieler seien negativ ausgefallen, hatte der Verband mitgeteilt. Busquets (32) musste das Trainingslager in Las Rozas in einem medizinischen Fahrzeug verlassen.

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