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EM 2024: Die Fanzone in Leipzig im Test

Riesige Leinwände, Tischkicker und natürlich Albärt: Zur Fußball-Europameisterschaft hat Leipzig eine Fanzone auf dem Augustusplatz eingerichtet. Was hat die Fanmeile neben Public Viewing zu bieten?

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Nicht nur zum Fußballschauen: Die Fanzone zur Fußball-EM 2024 bietet auf dem Leipziger Augustusplatz mehr als Public Viewing.
Nicht nur zum Fußballschauen: Die Fanzone zur Fußball-EM 2024 bietet auf dem Leipziger Augustusplatz mehr als Public Viewing. © Paul Hildebrand

Von Nora Kneer und Paul Hildebrand

Leipzig. Mehr als 30 Konzerte, zahlreiche Mitmach-Angebote und vor allem zwei riesige Bildschirme für die EM-Spiele gibt es. Zur Fußball-Europameisterschaft hat die Fanzone auf dem Leipziger Augustusplatz gut vier Wochen lang an allen Turniertagen, von 13 bis 24 Uhr, geöffnet.

Gleich zum Auftakt beim EM-Eröffnungsspiel haben rund 15 000 Menschen hier den 5:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Schottland bejubelt. Aber das Areal hat noch mehr zu bieten als Public Viewing. Die LVZ hat die Fanzone getestet.

Der Blick aus dem Riesenrad auf den Augustusplatz: Die Fanzone zur EM 2024 ist beim Auftaktspiel proppenvoll.
Der Blick aus dem Riesenrad auf den Augustusplatz: Die Fanzone zur EM 2024 ist beim Auftaktspiel proppenvoll. © Paul Hildebrand

Freitagabend, kurz nach 18 Uhr. Die Abendsonne strahlt auf den Augustusplatz, über den an diesem Tag keine Straßenbahn fährt. Metallgitter und blaue Stellwände markieren die Fanzone. Um diese Uhrzeit staut sich noch keine Menschentraube vor dem Eingang an der Ostseite, denn der Anpfiff ist erst drei Stunden später.

Wer eine EM-Partie in der Fanzone schauen will, sollte aber früh dran sein. Denn später, kurz vor dem Anstoß und während des Spiels, ist das Gelände so voll, dass kurzzeitig ein Einlassstopp verhängt wird. Dann gilt das Prinzip: eine Person raus, eine rein. Wer in der Halbzeitpause das Areal verlässt, hat keine Garantie dafür, wieder hineinzukommen.

Einlass in die Fanzone: So läuft der Security-Check

Ein Abend in der Fanzone beginnt am Einlass mit einer Taschenkontrolle. Ein Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst mit orangefarbener Warnweste wirft einen prüfenden Blick in jeden Beutel. Taschen, die größer als DIN A4 sind, dürfen nicht mit hinein.

Eintritt kostet die Fanmeile nicht, und auch viele Attraktionen sind gratis. Dafür schlägt die Verpflegung ins Geld. Für sechs Euro plus einen Euro Becherpfand gibt es einen halben Liter Bier. Das Bezahlen funktioniert mit Bargeld sowie EC-Karte. So früh gibt es am Getränkestand kaum Wartezeit – auch das ändert sich im Laufe des Abends.

Der Tischkicker ist eine der beliebtesten Aktivitäten in der Fanzone.
Der Tischkicker ist eine der beliebtesten Aktivitäten in der Fanzone. © Paul Hildebrand

Das Gelände füllt sich in den nächsten Stunden. Die Besucherinnen und Besucher haben verschiedene Aktivitäten zur Auswahl. Auf der Seite des Gewandhauses, wo die kleinere der beiden Leinwände steht, befinden sich Tischtennisplatten. An einer kicken sich vier Männer einen Ball zu. Das Fußball-Tischtennis erfordert eine ganze Menge Feinmotorik und macht sichtlich Spaß. Ein paar Meter weiter, kurz vorm Mendebrunnen, spielen zwei Freunde mit schwarz-rot-goldenen Blumenketten johlend Tischkicker.

Dieser prominente Gast spaziert durch die Fanzone

Ein bekanntes Gesicht dreht währenddessen seine Runden um den Mendebrunnen: Maskottchen Albärt. Der Teddybär posiert mit Fans für Fotos. Der letzte Höhepunkt auf der Gewandhaus-Seite ist das Kunstrasenspielfeld. Sogar eine kleine Tribüne steht davor, auf der Schaulustige das Treiben auf dem Platz beobachten können. Dieser ist eingezäunt, mit hohen Netzen. Hin und wieder fliegt der Ball nach einem besonders hohen Schuss trotzdem darüber hinweg.

Maskottchen Albärt spaziert über den Platz und steht für Fotos zur Verfügung.
Maskottchen Albärt spaziert über den Platz und steht für Fotos zur Verfügung. © Paul Hildebrand

Auf der anderen Seite des Geländes, vor der Oper, ist neben der großen Leinwand die Bühne. Dort treten während der EM verschiedene Künstler und Bands auf – kostenfrei. Zum Auftakt lässt es das elfköpfige Techno-Orchester „Meute“ krachen. Wer die Fanzone aus der Luft betrachten will, kann eine Runde im Riesenrad mitfahren. Kinder unter zehn Jahren zahlen vier Euro, Erwachsene fünf.

Während des Spiels stehen die Menschen auf dem Augustusplatz dicht an dicht. Der Weg zu den Toiletten (auf der Oper-Seite, in Richtung Innenstadt) dauert ein paar Minuten. Dort gibt es neben geschlechtsneutralen, wasserfreien Toiletten auch Container. Die Wartezeiten sind meist kurz.