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Maradona nach Gehirn-OP wohlauf

Ein Land und Fußballfans in aller Welt atmen auf: Argentiniens Fußballheld Diego Maradona geht es nach einem Eingriff am Gehirn gut.

Argentiniens Fußballlegende Diego Armando Maradona ist vor kurzem 60 Jahre alt geworden.
Argentiniens Fußballlegende Diego Armando Maradona ist vor kurzem 60 Jahre alt geworden. © Alessandro Di Meo/ANSA/epa/dpa

Olivos. Argentiniens Fußball-Legende Diego Armando Maradona geht es nach einer Operation wegen einer Gehirnblutung schon wieder besser. Der frühere Nationalspieler ist nach dem Eingriff wenige Tage nach seinem 60. Geburtstag nach Angaben seiner Ärzte auf dem Weg der Besserung. „Diego hat den Eingriff sehr gut vertragen. Er ist wach. Es ist alles sehr gut“, sagte Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque am späten Dienstagabend (Ortszeit) in einer Klinik bei Buenos Aires.

Der 60-Jährige sei erfolgreich an einem subduralen Hämatom operiert worden. Dabei handelt es sich um eine Blutung zwischen harter Hirnhaut und Gehirn. Auch Maradonas Sprecher Sebastián Sanchi gab Entwarnung: „Alles lief wie geplant“, schrieb er auf Instagram:

Die Operation, an der mehrere Ärzte beteiligt gewesen seien, habe etwa eine Stunde und 20 Minuten gedauert, fügte der Mediziner Luque hinzu. Sie sei zwar nicht besonders kompliziert gewesen. „Aber es bleibt ein neurochirurgischer Eingriff.“ Maradona befinde sich nun unter Beobachtung auf seinem Zimmer und erhole sich. Wann der Weltmeister von 1986 entlassen werden kann, könne er noch nicht sagen. Dies hänge vom weiteren Verlauf ab. Zunächst solle die angelegte Drainage entfernt werden, erläuterte Neurochirurg Luque.

Seine Worte wurden begleitet von Applaus und Jubel Dutzender Fans, die stundenlang vor der Klinik ausharrten und um das Wohl ihres Idols bangten, wie TV-Bilder zeigten. „Ich liebe dich, Diego“, schrie einer. Viele trugen Trikots der argentinischen Nationalmannschaft mit Maradonas Rückennummer 10 oder von dessen Heimatvereins Boca Juniors. Andere hielten Fahnen mit dem Konterfei des „Pibe de Oro“ (Goldjungen) hoch, der in seiner Heimat als Nationalheld verehrt wird. „Diego, wenn es dir gut geht, geht es uns gut“, war auf einem Transparent nebst der Aufschrift „D10S“ (was sich ähnlich wie „Dios“ - Gott - schreibt) zu lesen.

Bei Tests wurde die Blutung entdeckt

„#FuerzaDiego“ (etwa: Diego, sei stark) twitterte die Nationalelf. Auch Real Madrids Trainer Zinedine Zidane wünschte Maradona alles Gute. „Er ist gerade 60 Jahre alt geworden. Viele Leute haben ihm etwas gewidmet und ich auch. Ich hoffe und bitte, dass alles gut geht, denn das ist es, was wir für ihn und seine Familie wollen“, sagte Zidane nach dem Sieg in der Champions League gegen Inter Mailand laut der Vereinshomepage des spanischen Rekordmeisters.

Maradona war am Montag in ein Krankenhaus in La Plata südwestlich von Buenos Aires gebracht worden. Zunächst war lediglich von emotionalem Stress, Blutarmut und Dehydrierung die Rede. Bei den Tests wurde dann die Blutung entdeckt. An seinem 60. Geburtstag hatte das Idol am Freitag bereits einen angeschlagenen Eindruck gemacht.

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Vor dem ersten Spiel seines Vereins Gimnasia y Esgrima La Plata nach der Corona-Pause kam er zwar kurz ins Stadion, um Glückwünsche und Geschenke entgegenzunehmen. Allerdings musste er von zwei Begleitern beim Gehen gestützt werden. Die Partie selbst verfolgte Maradona auf Anraten seines Arztes von zu Hause aus. Argentiniens Fußball-Held hat immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt. 2000 diagnostizierten Ärzte ein Herzleiden, verursacht durch Kokainkonsum. Es folgten unter anderem Entziehungskuren und eine Magenverkleinerung. (dpa)

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