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Bischofswerda gewinnt die Machtprobe gegen Bautzen

Ausgerechnet im Derby! Budissa Bautzen kassiert die erste Niederlage unter Trainer Stefan Richter, Bischofswerda jubelt über einen unerwartet klaren Sieg.

Das ist die Entscheidung: Bruno Schiemann erzielt das 3:1 für Bischofswerda und damit den Endstand im Derby gegen Budissa Bautzen.
Das ist die Entscheidung: Bruno Schiemann erzielt das 3:1 für Bischofswerda und damit den Endstand im Derby gegen Budissa Bautzen. © Rocci Klein

Bischofswerda. Der Bischofswerdaer FV hat die erste Machtprobe in der Fußball-Oberliga bestanden. Der Regionalliga-Absteiger setzte sich im Oberliga-Derby gegen die FSV Budissa Bautzen mit 3:1 (1:1) durch. Vor 481 Zuschauern in der Volksbank-Arena brachte Tim Hofmann die Gastgeber am Samstagnachmittag in der 29. Minute in Führung, Max Rülicke erzielte noch vor der Pause den Ausgleich für den Oberliga-Aufsteiger (39.). Nach dem Seitentausch sorgten Justin Jacob (50.) und Bruno Schiemann (80.) für den vierten Saisonsieg der Schiebocker.

Für Budissa mit Cheftrainer Stefan Richter war es die erste Niederlage. „Ausgerechnet im Derby, das ist natürlich ärgerlich“, meinte der 38-Jährige. „Wir hatten aus meiner Sicht die bessere Spielanlage, hatten eine gute Spielaufteilung, waren aber im letzten Drittel nicht torgefährlich genug.“ Genauso sah es BFV-Trainer Frank Rietschel: „Ja, wir waren im letzten Drittel die effektivere Mannschaft. Für uns sind das drei eminent wichtige Punkte. Dass wir die ausgerechnet im Derby holen, ist eigentlich zweitrangig.“

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Am Ende entschieden Nuancen über Sieger und Verlierer. Budissa war nach dem Ausgleich der Führung näher, aber Justin Jacob sorgte mit einer sehenswerten Einzelleistung für das 2:1. In der 64. Minute verpasste Bruno Schiemann das dritte Tor für die Gastgeber, war aber kurz vor Schluss erfolgreich. „Endlich hat der Junge wieder getroffen“, atmete Vater Roci Schiemann auf der Tribüne erleichtert auf. Der einstige Torjäger der Bischofswerdaer weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Tore für das Selbstbewusstsein eines Stürmers sind.

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Bei Budissa saß überraschend Kapitän Tom Hagemann auf der Bank, der auf einen 4:2-Sieg seiner Mannschaft getippt hatte. „Hage hatte muskuläre Probleme, da wollten wir nichts riskieren“, berichtete Co-Trainer Torsten Marx. Der 34-Jährige kam nach längerer Verletzungspause in der 70. Minute ins Spiel, „aber leider konnte ich auch nichts mehr ausrichten“, meint er danach.

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