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Fußball-Saison in Sachsen abgebrochen

Außer im Pokal soll es keine Punktspiele mehr geben. Allerdings sorgt die geplante Aufstiegsregelung zur Oberliga für Kopfschütteln.

Trübe Aussichten für den Amateurfußball: Der Sachsenverband bricht die Saison ab.
Trübe Aussichten für den Amateurfußball: Der Sachsenverband bricht die Saison ab. © dpa

Dresden/Leipzig. Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) hat am Sonnabend den Saisonabbruch in der Landesliga Sachsen und der Landesklasse beschlossen. Ebenso wird im Frauen- und Männerbereich sowie in allen SFV-Spielklassen im Nachwuchs verfahren. Zudem bestätigte der Verband den Beschluss, den Landespokal nur noch mit den zwei sächsischen Drittligisten FSV Zwickau und Dynamo Dresden sowie den fünf Viertligisten fortzusetzen. Das Achtelfinale entfällt damit, am Montag wird in Leipzig das Viertelfinale ausgelost.

Der SFV beschloss weiter, dass es in der Landesklasse und der Sachsenliga weder Auf- noch Absteiger gibt. Mit der Ausnahme, dass es einen Aufsteiger aus der Landesliga in die Oberliga geben soll. Da lediglich Spitzenreiter SC Freital und der Tabellenzweite Budissa Bautzen die Lizenzunterlagen beim Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) eingereicht haben, soll der Aufsteiger in zwei Relegationsspielen ermittelt werden. Als letzte Termine stünden der 19. und 26. Juni zur Verfügung, zuvor müsste beiden Teams eine mehrwöchige Vorbereitung ermöglicht werden.

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Sollten die Aufstiegsspiele aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich sein, will der SFV ein Losverfahren anwenden. Beim Freitaler Trainer Knut Michael sorgt dieser Beschluss für Kopfschütteln: "Entscheidungsspiele zwischen Bautzen und uns sind meiner Meinung nach nicht durchführbar", erklärt er - und begründet: "Wir haben seit Monaten kein fußballgerechtes Training durchführen können. Die Jungs benötigen eine längere Trainingszeit, vielleicht auch Testspiele, um sich auf diese bedeutenden Partien vorbereiten zu können. Ich kann fast nicht glauben, dass ernsthaft seitens des Verbandes über einen Losentscheid nachgedacht wurde. Das ist Glücksspielniveau und völlig inakzeptabel. Wir liegen einen Punkt vor Bautzen, bei gleicher Anzahl an Spielen.“

Hätte der SFV wie der NOFV eine Quotienten-Regelung angesetzt, so hätte der SC Freital, der erst 2020 in die Landesliga aufgestiegen war, die Nase vorn gehabt (2,71/2,57).

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