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Regionalliga soll zu Ostern wieder starten

Der Nordostdeutsche Fußballverband möchte bereits im März Nachholspiele ansetzen. Doch noch blockiert ein Bundesland die Pläne.

In der Regionalliga Nordost ruht der Ball noch. Geht es nach dem Verband, ist es damit zu Ostern vorbei.
In der Regionalliga Nordost ruht der Ball noch. Geht es nach dem Verband, ist es damit zu Ostern vorbei. © Symbolbild: dpa/Friso Gentsch

Leipzig. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat sich auf einen möglichen Restart-Termin für die Regionalliga Nordost festgelegt. „Wir halten derzeit einen Wiederbeginn des Spielbetriebes am Wochenende 03./04. April 2021 für realistisch und wollen nach Möglichkeit bereits an den vorherigen Wochenenden mit der Durchführung von Nachholspielen beginnen“, so der Spielleiter Wilfried Riemer.

Allerdings wird dieses Vorhaben derzeit noch vom Land Berlin blockiert. In Gesprächen der Fußballfunktionäre mit Verantwortlichen des Berliner Senats sei klar formuliert worden, dass sich in dieser Frage vor der nächsten Schalte der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am 22. März nichts bewegen werde, sagte Riemer, der am Freitag bei einem Gespräch mit dem MDR außerdem erklärte: "Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum in allen anderen Bundesländern gespielt werden darf, nur in Berlin nicht."

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Appell von Präsident Winkler

Der Verband stehe in den Startlöchern und würde am Osterwochenende mit einem kompletten Spieltag beginnen wollen, wenn auch in Berlin gespielt werden könne. NOFV-Präsident Hermann Winkler appellierte deshalb „an die politischen Entscheidungsträger in Berlin, ihren Vereinen die Wiederaufnahme des Spielbetriebes, auch um Wettbewerbsnachteile zu verhindern, zu ermöglichen“.

Im Vorlauf des ersten April-Wochenendes werden die Vereine der Regionalliga Nordost vorab im Rahmen einer virtuellen Zusammenkunft am 24. März ein gemeinsames Handeln abstimmen und Rückfragen an den Verband richten können. Bis zu diesem Zeitpunkt informiert der NOFV die Vereine über alle Entwicklungen und Voraussetzungen des avisierten Restarts, teilte der SV Babelsberg am Freitagnachmittag auf seiner Internetseite mit.

Heimrecht der Berliner Klubs könnte an Gegner gehen

Für Regionalliga und Oberliga geht der NOFV davon aus, dass nur noch die erste Halbserie zu Ende gespielt werden könne und dann die Quotientenregelung über Auf- und Abstieg entscheide, bemerkte Riemer.

Sollte Berlin auch nach dem 22. März den Spielbetrieb der Regionalliga nicht erlauben, könnte das Heimrecht der sieben Berliner Regionalliga-Teams auf die Kontrahenten übertragen werden. Bei Spielen der Berliner Vereine gegeneinander müsste geprüft werden, inwiefern diese in anderen Bundesländern ausgetragen werden könnten, sagte der Spielleiter.

Keine hemmende Rolle spielen laut Riemer Hygienekonzepte und Testungen. "Die Hygienekonzepte liegen bereits seit Saisonbeginn vor und müssten maximal noch etwas angepasst werden. Der finanzielle Aspekt der Tests wäre auch für fast alle Vereine machbar. In dieser Frage müssten wir uns aber noch einmal konkret mit den Vereinen und den örtlichen Gesundheitsämtern abstimmen", sagte Riemer.

Die Regionalliga Nordost hatte am 1. November 2020 ihren bislang letzten Spieltag. In anderen Fußball-Regionalligen wird bereits wieder gespielt. (dpa, mit SZ)

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