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Dynamo

Matthäus fordert Freispruch für Leistner

Der Rekord-Nationalspieler erklärt in einer TV-Kolumne, warum er den HSV-Profi für seinen Ausraster nach dem Pokalspiel in Dresden nicht bestrafen würde.

Hat nach mehrmaligem Ansehen der Szene eine klare Meinung zum Leistner-Eklat: Weltmeister Lothar Matthäus.
Hat nach mehrmaligem Ansehen der Szene eine klare Meinung zum Leistner-Eklat: Weltmeister Lothar Matthäus. © dpa

Hamburg. Lothar Matthäus hält eine Strafe für HSV-Profi Toni Leistner für verfehlt. Wenn es stimme, dass der attackierte Fan "extrem verletzende und zutiefst kränkende Äußerungen von sich gegeben hat, kann ich die Reaktion von Leistner absolut nachvollziehen. Ich plädiere in diesem Fall sogar für einen Freispruch, weil der HSV-Profi nicht wirklich gewalttätig wurde", sagte der Ex-Nationalspieler in seiner Kolumne für den TV-Sender Sky.

Ein Spieler sei kein Freiwild, betonte Matthäus: "Ich habe mir die Szene einige Male angesehen und konnte keinen Schlag oder Ähnliches erkennen. Er hat ihn noch nicht einmal wirklich geschubst, sondern lediglich mit etwas Nachdruck dafür gesorgt, dass sein Gegenüber wieder auf dem Hosenboden sitzt."

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Toni Leistner als HSV-Profi auf dem Rasen des Dresdner Stadions am Montag vergangener Woche.
Toni Leistner als HSV-Profi auf dem Rasen des Dresdner Stadions am Montag vergangener Woche. ©  dpa/Robert Michael

Der gebürtige Dresdner Leistner war nach der 1:4-Niederlage im DFB-Pokal bei Dynamo auf die Tribüne im Rudolf-Harbig-Stadion gestürmt und hatte einen Fan attackiert, mit dem er sich mittlerweile ausgesprochen hat. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hatte Leistner für drei Pflichtspiele gesperrt. Zudem muss der 30-Jährige zwei weitere Partien auf Bewährung absolvieren und 8.000 Euro Geldstrafe zahlen. Spieler und Klub haben gegen dieses Urteil Einspruch eingelegt. Verhandelt wird nun am Donnerstag, 13 Uhr, vor dem DFB-Sportgericht.

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Leistner hatte sich am Tag nach dem Eklat mit dem Pöbler ausgesprochen und dessen Entschuldigung akzeptiert. Die Sache sei für ihn damit erledigt. (dpa)

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