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Löw holt Müller und Hummels zurück

2019 musterte der Bundestrainer sie aus, nun sind Müller und Hummels wieder im Nationalteam. Auch Volland und Günter sind im EM-Kader.

Joachim Löw gibt 2016 Anweisungen an Mats Hummels (l.) und Thomas Müller. Jetzt sind beide wieder in der DFB-Elf.
Joachim Löw gibt 2016 Anweisungen an Mats Hummels (l.) und Thomas Müller. Jetzt sind beide wieder in der DFB-Elf. © dpa/Federico Gambarini

Frankfurt/Main. Joachim Löw holt die vor zwei Jahren von ihm ausgemusterten Thomas Müller und Mats Hummels für eine erfolgreiche Europameisterschaft in die Fußball-Nationalmannschaft zurück. Das Weltmeister-Duo von 2014 zählt zum 26 Spieler umfassenden Kader, den der Bundestrainer am Mittwoch in Frankfurt am Main präsentierte.

"Jetzt ist Turnier. Es steht über allem, ein erfolgreiches Turnier zu spielen. Beide haben eine sehr starke Saison gespielt. In puncto Führung können sie der Mannschaft einiges geben", begründete Löw die Rückkehr von Dortmunds Abwehrchef Hummels (32) und Bayern-Angreifer Müller (31), die "zum jetzigen Zeitpunkt" richtig sei.

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Gerade vom 70-maligen Nationalspieler Hummels verspricht sich der Bundestrainer mehr Stabilität in der wackligen Defensive. "Die müssen wir beim Turnier erreichen. Mats hat in der Abwehr als Spieler einen sehr guten Einfluss. Er hat viel Turniererfahrung", sagte Löw.

Auch bei seiner letzten Kader-Nominierung wartete der nach der EM ausscheidende DFB-Chefcoach mit einigen Überraschungen auf. Löw berief als weitere Rückkehrer nach jahrelanger Abstinenz Stürmer Kevin Volland von AS Monaco und den Freiburger Verteidiger Christian Günter, der sein einziges Länderspiel im Mai 2014 bestritten hatte.

"Mit seiner starken Physis, seinem Durchsetzungsvermögen und seiner Torgefahr kann er uns bereichern", sagte Löw zum 28-jährigen Volland. Dem gleichalten Günter bescheinigte der Bundestrainer "eine tolle Entwicklung" in der jüngeren Vergangenheit: "Ihn zeichnet aus, dass er eine sehr gute Dynamik hat. Er bringt Energie ins Spiel."

Manche Fußball-Promis fehlen

Im Aufgebot fehlen dafür einige prominente Namen wie Julian Draxler, Julian Brandt, Jonathan Tah und Amin Younes. Dortmunds Kapitän Marco Reus (31) hatte zudem "nach einer komplizierten, kräftezehrenden Saison" am Dienstagabend in Rücksprache mit Löw seinen Verzicht auf eine EM-Teilnahme erklärt. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Marc-André ter Stegen sind Kevin Trapp und Bernd Leno die Torhüter hinter Kapitän Manuel Neuer. "Wir vertrauen beiden absolut", sagte Löw.

Die meisten Spieler, nämlich acht, stellt der FC Bayern. Zum Münchner Block zählt auch der 18-jährige Jamal Musiala, der zugleich der jüngste Akteur im Kader ist. Der ebenfalls 18 Jahre alte Leverkusener Florian Wirtz wurde von Löw dagegen nicht berufen.

Die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobene EM beginnt am 11. Juni. Das Finale findet am 11. Juli in London statt.

Löw hatte beim großen Umbruch nach dem WM-Desaster 2018 in Russland Müller und Hummels zusammen mit Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng (32) im Frühjahr 2019 ausgemustert. Den 32-jährigen Boateng holte er trotz ebenfalls hoher Wertschätzung nun nicht zurück. "Einen Umbruch kann man auch mal unterbrechen", sagte Löw zu seinem Umdenken bei Müller und Hummels, die zuletzt am 19. November 2018 in der Nations League beim 2:2 gegen die Niederlande im Nationaltrikot aufliefen.

Beide könnten ihr Länderspiel-Comeback schon während der EM-Vorbereitung am 2. Juni im Testspiel gegen Dänemark in Innsbruck feiern. Vom 28. Mai bis 6. Juni absolviert Löw mit dem DFB-Team ein Trainingslager in Seefeld in Tirol. Die EM-Generalprobe findet am 7. Juni in Düsseldorf gegen Lettland statt.

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Bei der EM-Endrunde trifft die DFB-Auswahl in der Gruppenphase jeweils in München auf Weltmeister Frankreich (15. Juni), Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni). "Wir wollen eine Mannschaft, die vor Energie und Ehrgeiz sprüht", sagte Löw. Er stuft schon die Gruppenpartien als "K.o.-Spiele" ein. (dpa)

Das ist der Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Fußball-Europameisterschaft vom 11. Juni bis 11. Juli:

TORHÜTER

  • Bernd Leno
  • Manuel Neuer
  • Kevin Trapp

ABWEHR

  • Matthias Ginter
  • Robin Gosens
  • Christian Günter
  • Marcel Halstenberg
  • Mats Hummels
  • Robin Koch
  • Lukas Klostermann
  • Antonio Rüdiger
  • Niklas Süle

MITTELFELD

  • Emre Can
  • Leon Goretzka
  • Ilkay Gündogan
  • Kai Havertz
  • Jonas Hofmann
  • Joshua Kimmich
  • Toni Kroos
  • Thomas Müller
  • Jamal Musiala
  • Florian Neuhaus

STURM

  • Serge Gnabry
  • Leroy Sané
  • Kevin Volland
  • Timo Werner
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