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Sport

Sachsen sagt alle Fußballspiele für 2020 ab

Der Verband reagiert notgedrungen auf den anhaltenden Lockdown im Amateur- und Freizeitsport - ab Landesliga abwärts. Abfinden will man sich damit aber nicht.

Letzter Einsatz für den Rasentraktor. Punktspiele im Fußball finden in diesem Jahr ab Landesliga abwärts nicht mehr statt. Das hat jetzt der sächsische Verband beschlossen.
Letzter Einsatz für den Rasentraktor. Punktspiele im Fußball finden in diesem Jahr ab Landesliga abwärts nicht mehr statt. Das hat jetzt der sächsische Verband beschlossen. © dpa

Leipzig. Der sächsische Fußball schafft Tatsachen. Noch bevor Bundesregierung und Ministerpräsidenten am Mittwochnachmittag die weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen haben, hat der Sächsische Fußball-Verband (SFV) das Spieljahr 2020 offiziell für beendet erklärt. Pflichtspiele werden bis zum Jahreswechsel demnach nicht mehr angesetzt.

"Damit soll für die Vereine zumindest für den Monat Dezember Planungssicherheit geschaffen werden. Ob, wann und wie es weitergeht, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhersehen", sagte Volkmar Beier, Vorsitzender des SFV-Spielausschusses.

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Diese Entscheidung gilt für den gesamten Landesspielbetrieb aller Altersklassen, also ab Landesliga abwärts. Die neue sächsische Corona-Schutzverordnung wird voraussichtlich an diesem Freitag verabschiedet - mit einer Fortsetzung des seit 1. November geltenden Lockdowns für den Amateur- und Freizeitsport bis mindestens 20. Dezember.

Hermann Winkler will den Lockdown nicht einfach hinnehmen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen so schnell wie möglich wieder Fußball spielen dürfen, so Winkler.
Hermann Winkler will den Lockdown nicht einfach hinnehmen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen so schnell wie möglich wieder Fußball spielen dürfen, so Winkler. © dpa/Sebastian Willnow

Mit den beschlossenen Änderungen der Spielordnung vor Saisonbeginn, betonte Beier, habe man allerdings Handlungsspielräume geschaffen, um auf diese außergewöhnlichen Umstände zu reagieren und nun individuelle Lösungen zu entwickeln.

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"Die behördlichen Verfügungen lassen in diesem Jahr keine Spiele mehr zu", erklärte auch Verbandschef Hermann Winkler. "Als Präsident werde ich bei den politischen Entscheidungsträgern aber weiter ganz besonders für die Freigabe des Trainingsbetriebs für unsere Kinder und Jugendlichen kämpfen und hoffe, dass wir im neuen Jahr so schnell wie möglich wieder auf die Plätze zurückkehren dürfen."

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