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Ex-Dynamo schießt Aue zum Sieg

Dank des überragenden Pascal Testroet hat der FC Erzgebirge seine Sieglos-Serie in der zweiten Liga beendet. Der Stürmer erzielte beim 3:0 gegen Darmstadt zwei Tore.

Aues Pascal Testroet (l.) jubelt nach seinem Elfmetertor zum 2:0 mit John-Patrick Strauß. Auch das Führungstor für den FC Erzgebirge beim 3:0 gegen Darmstadt hat der Ex-Dynamo erzielt.
Aues Pascal Testroet (l.) jubelt nach seinem Elfmetertor zum 2:0 mit John-Patrick Strauß. Auch das Führungstor für den FC Erzgebirge beim 3:0 gegen Darmstadt hat der Ex-Dynamo erzielt. ©  dpa/Robert Michael

Aue. Doppelter Jubel im Jubiläumsspiel: Pascal Testroet war beim 3:0 (1:0)-Sieg des FC Erzgebirge Aue gegen den SV Darmstadt 98 der gefeierte Held im Team der "Veilchen". Der Stürmer erzielte im 100. Zweitligaspiel seiner Karriere zwei Tore (7. Minute, 56./Handelfmeter). Der dritte Treffer ging auf das Konto von Dimitrij Nazarov (90.+2).

Nach zuvor vier sieglosen Spielen in Serie konnte die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster am Sonntag endlich wieder einen Erfolg feiern. Mit zwölf Punkten nach acht Spieltagen rangieren die Erzgebirger im gesicherten Tabellenmittelfeld der 2. Fußball-Bundesliga.

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„Das war ein tolles Spiel. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ein super Spiel gemacht. Wir haben ein neues System gespielt, das ist super aufgegangen. Der Sieg war wichtig“, sagte Testroet. „Das Spiel war ein Fingerzeig, wo es mit uns hingeht. Diese Liga wird immer enger. Das war im letzten Jahr schon verrückt. Wir sammeln fleißig unsere Punkte müssen bis Weihnachten noch einiges holen.“

Aue erwischte einen optimalen Start. Nach einer Flanke von John Patrick Strauß von der rechten Seite traf Testroet per Kopf zum frühen 1:0 ein. Nur zwei Minuten später verpasste der Mittelstürmer seinen zweiten Treffer. Im Anschluss an eine Ecke kam Testroet erneut freistehend zum Kopfball, diesmal schlug das Leder knapp neben dem rechten Pfosten ein.

Darmstadt lässt defensive Schwächen unbestraft

Nach einer Viertelstunde tauchten die Gäste zum ersten Mal gefährlich im Auer Strafraum auf. Ein Pass von Serdar Dursun fand Marvin Mehlem, der frei vor Martin Männel zum Abschluss kam. Das Leder flog allerdings am Tor vorbei (15.). In der 17. Minute scheiterte Dursun für immer stärker werdende Darmstädter mit einem Kopfball an Männel.
Das Schuster-Team verlor danach immer mehr den Zugriff und offenbarte in der Defensive Schwächen, die von den Hessen aber nicht genutzt werden konnten. Ein Schuss aus spitzem Winkel von Mathias Honsak fand ebenfalls nicht den Weg ins Auer Tor (25.).

Aues Trainer Dirk Schuster hatte mehrmals Grund, seiner Mannschaft zu applaudieren. Gegen seinen Ex-Verein Damstadt gewannen die "Veilchen" klar mit 3:0.
Aues Trainer Dirk Schuster hatte mehrmals Grund, seiner Mannschaft zu applaudieren. Gegen seinen Ex-Verein Damstadt gewannen die "Veilchen" klar mit 3:0. ©  dpa/Robert Michael

Erst in der 55. Minute sorgte das Schuster-Team wieder für Gefahr. Florian Krüger brachte den Ball in aussichtsreicher Position zunächst nicht unter Kontrolle. Im Anschluss kam Calogero Rizzuto zum Schuss, den Darmstadts Verteidiger Lars Lukas Mai - Bruder von Dynamo-Kapitän Sebastian Mai - mit dem Arm abwehrte. Schiedsrichter Martin Thomsen entschied zunächst auf Freistoß. Nach Rücksprache mit Video-Assistent Robert Hartmann zeigte Thomsen auf den Elfmeterpunkt, da Mai beim Vergehen knapp innerhalb des Strafraums stand. Testroet ließ sich die Chance nicht entgehen und erhöhte mit einem Schuss in die linke Ecke auf 2:0.

In der 78. Minute hätte der 30-Jährige seinen starken Auftritt mit dem dritten Treffer krönen können. Testroets Schuss von der Strafraumgrenze klatschte an die Latte. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel allerdings schon entschieden, denn von den Darmstädtern kamen im zweiten Durchgang kaum noch zwingende Aktionen. In der Nachspielzeit erhöhte der eingewechselte Nazarov auf 3:0. (dpa)

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