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Relegation: Dynamo rätselt und hofft nach Nullnummer

Im Hinspiel beim 1. FC Kaiserslautern geht Dynamo Dresdens Sieglosserie weiter. Doch mit dem 0:0 verschafft sich die Mannschaft eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel in Dresden. Der Liveticker zum Nachlesen.

Von Tino Meyer & Timotheus Eimert & Oscar Jandura
 13 Min.
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Hin- und hergerissen ist Torjäger Christoph Daferner. Einerseits hat Dynamo nicht verloren, andererseits geht die Sieglosserie weiter.
Hin- und hergerissen ist Torjäger Christoph Daferner. Einerseits hat Dynamo nicht verloren, andererseits geht die Sieglosserie weiter. © Jan Huebner

Kaiserslautern. Dynamo Dresden kämpft um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga. In zwei Relegationsspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern kann die Mannschaft von Guerino Capretti dabei eine ganze Saison retten. Das Hinspiel in Kaiserslautern endet mit einem 0:0-Unentschieden. 18 Spiele in Folge sind die Dresdner damit jetzt ohne Sieg.

"Wir wussten, dass Lautern mit einer gewissen Wucht kommt. Letzten Endes war es ein intensives, schweres Spiel. Man hat gesehen, dass viel auf dem Spiel steht. Jetzt haben wir eine gute Ausgangsposition und können mit einem Sieg unser Ziel erreichen", erklärte Capretti direkt nach dem Schlusspfiff.

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Das Ziel fürs Hinspiel war schnell ersichtlich: Dynamo wollte unbedingt ein Gegentor vermeiden. In der ersten Halbzeit kommen die Dresdner nur zwei Mal vor das Tor der Gastgeber, lassen sich von den Gastgebern dominieren. In der zweiten Halbzeit beruhigt sich das Spiel, so wird das Rückspiel am Dienstag in Dresden die Relegation entscheiden.

"Es war ein gerechtes Unentschieden. Man hat gemerkt, dass wir an dieser großartigen Kulisse in den ersten Minuten erstmal bestehen mussten. In der zweiten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel und ein gerechtes Unentschieden", sagte Dynamos Kapitän Tim Knipping.

Dynamo hält das Unentschieden fest

Abpfiff: Danach pfeift Dr. Felix Brych das Spiel ab. Dynamo kann vor über 46.000 Zuschauern das Unentschieden halten - und hat nun am Dienstag im Rudolf-Harbig-Stadion die Chance, den Klassenerhalt zu sichern. Die Entscheidung wurde vertagt.

90+2. Minute: Guram Giorbelidze sieht für ein klares Foulspiel die erste und einzige Gelbe Karte der Dresdner in diese Spiel.

90.+1 Minute: Für die letzten zwei Minuten der Partie ersetzt Vaclav Drchal den erschöpften Christoph Daferner.

87. Minute: Auf dem Platz kommt es weiterhin zu keinen nennenswerten Chancen, der 1. FC Kaiserslautern wechselt nun Rene Klingenburg ein, er war von 2019 bis 2020 bei Dynamo unter Vertrag.

79. Minute: Auch Tim Knipping verzieht schmerzverzerrt den Kopf und muss nach einem Zusammenprall behandelt werden. Nach einer Grätsche von ihm fällt der Kaiserslauterner Gegenspieler mit dem Knie auf seinen Hinterkopf.

73. Minute: Guerino Capretti wechselt doppelt: Für Agyemang Diawusie und Ransford-Yeboah Königsdörffer kommen Robin Becker und Panagiotis Vlachodimos auf den Platz.

Patrick Weihrauch hat einen schwierigen Stand auf dem Feld, der Spielmacher tritt nur selten in Aktion.
Patrick Weihrauch hat einen schwierigen Stand auf dem Feld, der Spielmacher tritt nur selten in Aktion. © dpa

71. Minute: Mike Wunderlich kommt im Dresdner Strafraum zum Abschluss, Tim Knipping blockt den Ball jedoch. Die Fans von Kaiserslautern fordern einen Handelfmeter, Dr. Felix Brych lässt jedoch weiterspielen.

70. Minute: Ransford-Yeboah Königsdörffer sitzt nach einem Sprint mit Krämpfen am Boden, kriegt einen kleinen Snack von der Bank zugeworfen und kann weiterspielen.

68. Minute: Kevin Broll wagt sich weit aus seinem Tor und pflückt eine Kaiserslauterner Flanke auf Terence Boyd aus der Luft, weiter Abschlüsse gibt es auf beiden Seiten nicht.

61. Minute: Über 46.000 Tickets wurden für diese Partie verkauft, 5.000 Dynamo-Fans sind im Fritz-Walter-Stadion. Auf dem Platz lauern beide Mannschaften momentan auf Fehler der Gegenseite, es kommt kaum zu Abschlüssen.

5.000 Dresdner Fans - fast alle in Gelb - sind nach Kaiserslautern gereist und sehen den Auftritt ihrer Mannschaft im Fritz-Walter-Stadion.
5.000 Dresdner Fans - fast alle in Gelb - sind nach Kaiserslautern gereist und sehen den Auftritt ihrer Mannschaft im Fritz-Walter-Stadion. © Eibner-Pressefoto

56. Minute: Ein abgefälschter Kopfball von Christoph Daferner wird gefährlich für den Kaiserslauterner Keeper, Raab muss zur Ecke klären. Es ist der erste Dresdner Abschluss, der aufs Tor der Gegner geht.

53. Minute: Dresden traut sich nun regelmäßiger in die Dresdner Hälfte - die Abschlüsse sind jedoch weiterhin ungefährlich, so auch ein Schuss von Michael Akoto aus der Drehung.

Auch das Trainerteam trägt Gelb: Guerino Capretti (links) und Ferydoon Zandi coachen ihre Mannschaft energisch.
Auch das Trainerteam trägt Gelb: Guerino Capretti (links) und Ferydoon Zandi coachen ihre Mannschaft energisch. © dpa

48. Minute: Eine Flanke von Agyemang Diawusie wird im Gegenzug zur Ecke geklärt, Königsdörffer stand kurz vor dem Abschluss aufs Kaiserslauterner Tor.

47. Minute: Mit einem Fallrückzieher gelingt Kenny Redondo die erste Chance der zweiten Halbzeit. Gefährlicher als der Abschluss ist jedoch die Kopfposition von seinem Gegenspieler Chris Löwe, der den Fuß fast ins Gesicht bekommt.

46. Minute: Dynamo hat soeben den Anstoß zur zweiten Hälfte ausgeführt, zur Halbzeit gab es keine Wechsel.

Dynamo enttäuscht in der ersten Halbzeit

Halbzeit: Nach zwei Minuten Nachspielzeit pfeift Schiedsrichter Dr. Felix Brych zur Pause. Dynamo Dresden beendet die erste Hälfte ohne Torschuss, die Elf von Kaiserslautern setzt die Schwarz-Gelben in der eigenen Hälfte unter Druck, auch die Kulisse scheint den Dresdnern Schwierigkeiten zu bereiten. Schon nach 21 Minuten muss Paul Will ausgewechselt werden.

44. Minute: Unter schlechter Sicht pariert Kevin Broll einen Flachschuss von Terence Boyd, der Keeper zeigt sich bislang gewohnt souverän auf der Linie.

42. Minute: Eine geute Konterchance schenken die Dresdner leichtsinnig her. Christoph Daferner muss aus 18 Metern notgedrungen abschließen, nachdem Patrick Weihrauch mit einem Querpass auf den Stürmer das Tempo aus dem Spiel nimmt. Der Schuss von Daferner geht über das Tor.

38. Minute: Die Dominanz der Kaiserslauterner wird auch an der Seitenlinie deutlich. Sobald ein Dresdner Spieler den Ball führt oder über den Flügel dribbelt, wird er ausgepfiffen oder mit Papierkugeln geworden. Währenddessen zünden die Dresdner Ultras ebenfalls Pyrotechnik.

35. Minute: Zum ersten Mal kommt Dynamo vor das Tor von Kaiserslauern - kommt aber nicht zum Abschluss. Königsdörffer, Daferner und Diawusie spielen sich Pässe zu, die Defensive der Gastgeber steht jedoch souverän. So bleiben die Dresdner bislang ohne Torschuss.

29. Minute: Kurz nach seiner Einwechslung ist Yannick Stark gefragt - und blockt einen Abschluss von Kenny Redondo, der vom auffälligen Marlon Ritter in Szene gesetzt wurde.

28. Minute: Ein Fehlpass von Tim Knipping leitet die nächste Kaiserslauterner Chance ein, während Dynamo noch kein einziges Mal auf das gegnerische Tor geschossen hat. Marlon Ritter flankt einen Ball vom linken Flügel in die Mitte auf Stürmer Terence Boyd, sein Abschluss geht nur Centimeter über das Tor von Broll.

21. Minute: Nun wird Ex-Kapitän Yannick Stark für den verletzten Will eingewechselt. laut Verein gibt es "weitere ärztliche Abklärung, ob er sicherheitshalber ins Krankenhaus muss."

19. Minute: Paul Will liegt erneut am Boden, kann nach dem Zusammenprall mit Hanslik wohl nicht mehr weiterspielen. Unter Tränen geht er vom Platz, wird nun ausgewechselt, während die Kaiserslauterner Fans Pyrotechnik zünden.

Unter Tränen wird Paul Will ausgewechselt, mit Schwindelgefühlen wird er vom Platz geführt.
Unter Tränen wird Paul Will ausgewechselt, mit Schwindelgefühlen wird er vom Platz geführt. © Jan Huebner

16. Minute: Die Gastgeber dominieren die Dynamo-Mannschaft im Strafraum der Dresdner. Viele Flanken spielen die Rot-Weißen um Terence Boyd und Daniel Hanslik in der Dresdner Hälfte. Diese werden zwar nur selten gefährlich verwertet, Dynamo kann den Ball aber kaum klären. Ein Foulspiel an Michael Akoto beendet diese Aktion, danach geraten Paul Will und Christoph Daferner in eine Schubserei.

14. Minute: Paul Will und der Kaiserslauterner Hanslik müssen behandelt werden - beide sind im Sprungduell mit den Köpfen aneinandergeprallt. Will bleibt länger ligen, steht unter Schmerzen schließlich auf.

Kopf gegen Fuß: Viele Zweikämpfe werden in den ersten Minuten der Partie geführt, Kaiserslautern entscheidet diese häufiger für sich.
Kopf gegen Fuß: Viele Zweikämpfe werden in den ersten Minuten der Partie geführt, Kaiserslautern entscheidet diese häufiger für sich. © dpa

13. Minute: Die nächste Großchance für den Drittligisten. Boyd und Hanslik verpassen einen flachen Ball von Marlon Ritter, der durch den Dresdner Strafraum gespielt wird. Beide Angreifer hätten nur noch Torhüter Broll überwinden müssen, hier hätte das Führungstor fallen können - und es wäre nicht unverdient.

11. Minute: Der 1. FC Kaiserslautern zeigt in den ersten Minuten, was Dynamo seit Wochen vermissen lässt. Mit klaren, schnellen Spielzügen kombinieren sich die Gastgeber durch die Dresdner Reihen, die Verteidigung kommt kaum hinterher.

9. Minute: Marlon Ritter hat mit einem Schuss aus 18 Metern die erste Chance für Kaiserslautern, sein Ball geht nur knapp über Brolls Tor.

8. Minute: In den ersten Minuten machen sich bei Dynamo Schwierigkeiten im Spielaufbau bemerkbar. Noch kein einziges Mal waren die Dresdner im Strafraum der Gastgeber, die langen Bällen von Knipping, Löwe und Sollbauer kommen nur selten bei einem Mitspieler an.

2. Minute: Wie es zu erwarten war, spielt Dynamo in einem 3-2-3-2-System. Mit der Formation spielten die Dresdner zuletzt auch gegen Erzgebirge Aue.

1. Minute: Während die Kaiserslauterner Fans Pyrotechnik zünden, pfeift Schiedsrichter Dr. Felix Brych das Spiel an, Kaiserslautern hat den Anstoß ausgeführt.

Das wurde vor dem Spiel geschrieben:

20.29 Uhr: Die Mannschaften betreten das Feld.

Dynamo wird - wie gewohnt - von Kapitän Tim Knipping auf den Platz geführt, das Team trägt selbstverständlich gelbe Trikots.

20.27 Uhr: Das Duell der Fanlager geht weiter.

Kurz vor dem Anstoß zeigen die Kaiserslauterner Fans eine Choreographie, die sich über drei Viertel des Stadions ausbreitet - ähnlich wie Dynamo-Fans im Aufstiegsjahr 2016. Gleich werden die Mannschaften den Platz betrreten.

Die Choreografie der Gastgeber vor Spielbeginn. Auch hier ist für das Rückspiel die Messlatte hoch gesetzt.
Die Choreografie der Gastgeber vor Spielbeginn. Auch hier ist für das Rückspiel die Messlatte hoch gesetzt. © dpa

20.17 Uhr: Auch Capretti trägt Gelb.

Cheftrainer Guerino Capretti und sein Trainerteam tragen - genau wie Fans und Mannschaft - bei dieser Partie Gelb. Vor dem Spiel verlangt er, dass sein Team Power und Emotionalität auf den Platz bringt. "Wir wollen zeigen, dass wir Dynamo Dresden sind", so der Trainer.

20.07 Uhr: Ralf Becker äußert sich zum Trainer.

"Da müssen wir alle gemeinsam durch." So beschreibt der Dresdner Sportchef einen der Gründe dafür, Guerino Capretti vor der Relegation nicht zu entlassen. "Ich habe Rino immer den Rücken gestärkt", so Becker. Von der Mannschaft erwartet er heute "totalen Einsatz, totale Leidenschaft, Emotionen, 95 Minuten Vollgas."

19.54 Uhr: Fritz-Walter-Wetter im Fritz-Walter-Stadion.

In Kaiserslautern fängt es an, stark zu regnen. Das hält die Fans nicht vom Feiern ab, das Wetter passt schließlich zur Kulisse. Das Stadion wurde schließlich nach einem Weltmeister benannt, der wegen einer Malaria-Infektion lieber bei Regen als bei Hitze spielte. Mit Erfolg: Im Jahr 1954 wurde er mit Deutschland Weltmeister.

19.52 Uhr: Die Dresdner Mannschaft betritt den Rasen.

Alle in Gelb - nach diesem Motto sind die Fans der SGD nach Dresden gereist. Auch das Team wärmt sich nun in gelben Klamotten auf - und wird dabei von den Fans aus Kaiserslautern ausgepfiffen.

Das Motto der Dynamo-Fans: Alle in Gelb zum Klassenerhalt. Heute Abend sieht Dresden im Relegationshinspiel auf jeden Fall rot - das sind die Farben die Lauterer.
Das Motto der Dynamo-Fans: Alle in Gelb zum Klassenerhalt. Heute Abend sieht Dresden im Relegationshinspiel auf jeden Fall rot - das sind die Farben die Lauterer. © Lutz Hentschel

19.50 Uhr: Die Prognose des Ex-Coaches.

Auch nach seiner Amtszeit in Dresden verfolgt Alexander Schmidt die Mannschaft, die er in der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga geführt hat. Sein Favorit für die zwei Spiele am Freitagabend in Kaiserslautern und dann am kommenden Dienstag in Dresden ist sein Ex-Verein. "Weil Dynamo das bessere Team hat." Die Abwehr sei stark genug, "und das Selbstvertrauen muss Dynamo einfach haben, gegen einen Drittligisten die beiden Spiele für sich zu entscheiden."

Außerdem hat Schmidt die Gründe für die Dresdner Krise benannt - und Sportchef Becker erneut kritisiert.

19.43 Uhr: Keine Überraschungen im Dresdner Kader.

Mit der Startaufstellung und der Wechselbank überrascht der Dynamo-Trainer Capretti nicht. In der Reserve ändert sich - genau wie in der Startelf - nur eine Position durch die Rückkehr von Ransford-Yeboah-Königsdörffer nach seiner Gelbsperre. Im Kader stehen zusätzlich: Anton Mitryushkin, Robin Becker, Yannick Stark, Julius Kade, Vaclav Drchal, Morris Schröter, Brandon Borrello, Panagiotis Vlachodimos und Oliver Batista Meier.

19.37 Uhr: Der Trainer gibt die Aufstellung bekannt.

Beide Mannschaften haben nun ihre Startformationen bekanntgegeben: Dynamo-Coach Guerino Capretti schenkt den selben Spielern das Vertrauen, die zuletzt im Derby gegen Erzgebirge Aue in der Startelf standen. Nur eine Ausnahme gibt es: Ransford-Yeboah Königsdörffer ersetzt Vaclav Drchal.

Die Dresdner Aufstellung im Überblick: Kevin Broll - Michael Sollbauer, Tim Knipping, Chris Löwe - Michael Akoto, Paul Will - Agyemang Diawusie, Patrick Weihrauch, Guram Giorbelidze - Ransford-Yeboah Königsdörffer, Christoph Daferner.

Die Übertragung kann beginnen: der Kommentatorenplatz von Sky mit dem Experten Torsten Mattuschka (in blau).
Die Übertragung kann beginnen: der Kommentatorenplatz von Sky mit dem Experten Torsten Mattuschka (in blau). © SZ/Timotheus Eimert

19.25 Uhr: Ex-Profi warnt Dynamo-Mannschaft

Am Mikrofon der Kollegen von Sky hat sich Fußball-Experte Torsten Mattuschka zum heutigen Spiel geäußert. Der ehemalige Spieler von Union Berlin und Energie Cottbus erwartet, dass im Relegations-Hinspiel nur wenige Tore fallen werden. "Kaiserslautern hat eine gute Abwehr - und Dynamo nicht viel Selbstvertrauen", so Mattuschka.

Einen Tipp gibt er der Dresdner Mannschaft vor dem Anstoß noch mit: Für die Schwarz-Gelben komme es drauf an, in der ersten Viertelstunde der Partie gegenzuhalten. "Wenn Lautern vor diesen Fans ins Rollen kommt, wird es schwer", so der Sky-Experte.

18.02 Uhr: Kaiserlautern-Fans sammeln sich vorm Stadion

18 Uhr hat der Einlass ins Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern begonnen. Vor den Toren sammeln sich Fans des FCK, erste lautstarke Schmähgesänge sind zu hören.

17.28 Uhr: Fanmarsch geht los

Fans des 1. FC Kaiserslautern gehen in einem großen Fanmarsch durch die Innenstadt zum Fritz-Walter-Stadion. Die Polizei hat bereits einige Straßen und Kreuzungen gesperrt. Die Einsatzkräfte hatten im Vorfeld bereits angekündigt, die beiden Fanszenen der Roten Teufel und von Dynamo Dresden strikt trennen zu wollen. Die Sicherheit der Menschen in Kaiserslautern stehe an erster Stelle.

15.35 Uhr: Polizei empfiehlt Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Polizei in Kaiserslautern empfiehlt Fans, die über die Autobahn kommen, den Park-and-Ride-Parkplatz an der A6, Ausfahrt Kaiserslautern-Ost, zu nutzen. Da der Messeplatz als Parkplatz nicht zur Verfügung steht, sollte man versuchen die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. In einem großräumigen Bereich um das Fritz-Walter-Stadion hat die Stadt außerdem eine sogenannte glasfreie Zone eingerichtet, in der auch ein Alkoholverbot gilt.

14.30 Uhr: Fan-Marsch in Kaiserslautern

Die Fanszene des 1. FC Kaiserslautern hat dazu aufgerufen, sich vor dem Spiel ab 15 Uhr auf dem Martinsplatz in der Innenstadt zu treffen. Von dort wollen die FCK-Anhänger gemeinsam in einem Fanmarsch zum Stadion ziehen. Tausende Fans werden dazu erwartet. Die Polizei hat bereits angekündigt, die beiden Fanszenen der Roten Teufel und von Dynamo Dresden strikt trennen zu wollen. Die Sicherheit der Menschen in Kaiserslautern stehe an erster Stelle.

Relegation ist für Dynamo ein Bonus

Für die Mannschaft gilt das Motto, sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Dienstag in Dresden zu erarbeiten. Für die Dynamo-Fans dagegen lautet das Motto heute Abend in Kaiserslautern: "Alle in Gelb!" Die aktive Fanszene hat die Dresdner aufgerufen, sowohl beim Hinspiel als auch beim Rückspiel in gelben Sachen im Stadion zu erscheinen. Insgesamt werden 47.000 Zuschauer am Freitag im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern erwartet. Die Polizei stuft die Partie als Hochrisikospiel ein. Das Verhältnis beider Fanlager sei angespannt, beurteilte die zuständige Polizei Westpfalz die Lage.

Dynamos Trainer sieht die beiden Spiele gegen Kaiserslautern als Bonus an. "Andere Vereine hätten diese Chance gern, wir haben sie", sagt Capretti. Dabei appellierte er auch an seine Spieler, einen kühlen Kopf zu bewahren. "Am Anfang wird sicherlich ein wenig Nervosität da sein. Aber nach den ersten Zweikämpfen muss diese abgelegt werden. Jeder muss sich auf seine Aufgabe konzentrieren", erklärt er.

Den Gegner habe Capretti lange und ausführlich analysiert. "Wir kennen die Spieler, deren Stärken und Schwächen", sagt er. "Es gibt sicherlich ein Fragezeichen nach dem Trainerwechsel, wie dann letztendlich die Formation sein wird. Das kann ich nicht beantworten, sondern nur vermuten. Wir sind auf Eventualitäten vorbereitet."

Auch Kaiserslauterns neuer Trainer Dirk Schuster sieht die Relegation als einen Bonus an. "Wir haben zwei Spiele vor uns, bei denen wir nur etwas zu gewinnen haben. Wir sind der Underdog, wir kommen aus der 3. Liga. Dynamo Dresden hat etwas zu verlieren."

Dirk Schuster (r.), Trainer des 1. FC Kaiserslautern, und sein Co-Trainer Sascha Franz schauten sich Dynamo beim Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue im Stadion an.
Dirk Schuster (r.), Trainer des 1. FC Kaiserslautern, und sein Co-Trainer Sascha Franz schauten sich Dynamo beim Sachsenderby gegen Erzgebirge Aue im Stadion an. © dpa/Robert Michael

Bei Dynamos beiden letzten Saisonspielen gegen Karlsruhe und gegen Aue war Schuster Stadion. "Dynamo hat Spieler in seinen Reihen, die die Qualität für die zweite Liga haben. Sie waren sowohl in Karlsruhe als auch im Heimspiel gegen Aue in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft. Es ist eine Mannschaft, die weiß, wie man sich zum gegnerischen Strafraum kommt", sagt er.

Er selbst habe nach seiner Amtsübernahme von Lauterns Ex-Trainer Marco Antwerpen eine sehr intakte Mannschaft vorgefunden. "So viel werden wir also nicht ändern", meinte er. Der viermalige Meister hatte den sicher geglaubten direkten Aufstieg in Liga zwei mit drei Niederlagen am Saisonende fahrlässig verspielt. Als Folge wurde Trainer Marco Antwerpen durch Schuster ersetzt.

Dynamo muss gegen Kaiserslautern erneut auf Ex-Kapitän Sebastian Mai verzichten. Er fällt weiterhin mit einer Muskelverletzung in der Wade weiter aus und trainiert derzeit individuell. Außerdem sind die Langzeitverletzten Luca Herrmann (Reha nach Knie-OP) und Patrick Wiegers (Reha nach Kreuzbandriss) nicht dabei. Dennoch werden alle Spieler nach Kaiserslautern reisen. "Es war eine Idee, die aus der Mannschaft kam. Genau diese Unterstützung, diesen Teamspirit brauchen wir genau da", sagt Capretti.

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Die Mannschaft war bereits am späten Mittwochnachmittag in Richtung Kaiserslautern gestartet. Wo genau das Flugzeug gelandet ist, wollte Capretti genauso wenig verraten wie den Ort des Hotels: "Wir haben einen Ort gefunden, wo wir unsere Ruhe haben."

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